USA 1960–1980: Die konservative Revolution Teil 3
Folge 3
3. Teil 3
45 Min.
1974 stecken die USA in einer tiefen Krise: Der verlustreiche Abzug aus Vietnam und eine ungebremste Inflation erschüttern das Land. Präsident Gerald Ford, der nach Richard Nixons Rücktritt ins Amt kam, gilt als unpopulär und wenig charismatisch. Ronald Reagan ist überzeugt, ihn 1976 mühelos als republikanischer Präsidentschaftskandidat abzulösen. Doch zunächst steht New York vor dem Bankrott – nicht zuletzt wegen seines großzügigen Sozialsystems. Ford verweigert der Stadt finanzielle Hilfe, woraufhin massiv gespart wird: Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrer und Beamte werden entlassen.
Die Stadt verfällt, der „liberale Konsens“ der Nachkriegszeit ist endgültig gescheitert – ein Erfolg für die Konservativen. Auf dem republikanischen Parteitag 1976 unterliegt
Reagan Ford nur knapp. Doch Ford verliert die Wahl gegen den Demokraten Jimmy Carter, der ein wirtschaftlich und sozial zerrüttetes Land übernimmt. Reagan und die Konservativen formieren sich zum Widerstand: Sie bekämpfen die Frauenrechtsbewegung und das „Equal Rights Amendment“ (ERA), instrumentalisieren die Waffenlobby und hetzen gegen Sozialhilfeempfänger.
In Kalifornien lösen sie eine Steuerrevolte aus und gewinnen die evangelikale Rechte als Verbündete. 1980 wird Carter durch die Geiselkrise im Iran geschwächt. Reagan nutzt den Slogan „Let’s Make America Great Again“ und schafft damit die Grundlage für die MAGA-Bewegung. Diesmal siegt er – nicht weil sein Diskurs weniger radikal wäre als 20 Jahre zuvor, sondern weil die USA jetzt dafür bereit sind. (Text: arte)
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