bisher 4 Folgen
1. Die Sorbonne
- Alternativtitel: Die Erotik des Geistes - Die Universität von Paris "Sorbonne"
Folge 1 (25 Min.)
Die Fassade der Sorbonne NouvelleBild: CO2FILMWer an die Sorbonne denkt, denkt an Victor Hugo, Marie Curie, Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre – und die historischen Gebäude im Pariser Quartier Latin. Doch auch in deren Umfeld gibt es studentisches Leben: Manche Seminare werden im Jardin du Luxembourg abgehalten; eine Doktorarbeit wird auch mal in einem der nahe gelegenen Cafés besprochen. Eine Zeremonie zur Verleihung von Ehrendoktorwürden wird allerdings in den prächtigen Hallen und Sälen des Hauptgebäudes begangen. Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hebt in ihrer Ansprache auch die französischen Spezialitäten hervor. Amerikanische Studierende sind begeistert von dem kulturellen Angebot, das ihnen die Stadt Paris bietet.Und davon, dass das Studium hier trotz aller Exzellenzen fast nichts kostet. Nur eine Wohnung zu finden, das ist ein Kunststück in Paris. Studierendenproteste gibt es schon allein aus diesem Grund immer wieder. Die Studentenbewegung der 1960er Jahre brachte Frankreich an den Rand des Ausnahmezustands. Danach brach die Sorbonne sprichwörtlich auseinander, verschiedene Einzelinstitutionen entstanden, von denen einige heute wieder „Sorbonne“ im Namen tragen: unter anderem die Université Sorbonne Nouvelle von Stararchitekt Christian de Portzamparc. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere So. 01.11.2026 arte 2. Oxford University
Folge 2 (26 Min.)Studenten des Worcester College posieren am zentralen Rasengrün des Colleges für ein historisches Foto.Bild: CO2FILMInmitten von Grün liegt Oxford. Die Stadt wird vor allem geprägt von ihrer Universität. In den 39 Colleges studieren rund 26.000 Menschen. Es ist nicht leicht, hier zu bestehen. Geist und Körper sollen auf Höchstleistungen trainiert werden, und Konkurrenz ist das Triebmittel. Als jährliches Highlight gelten die „Summer Eights“-Ruderrennen, bei denen die Colleges gegeneinander antreten. Spaß und Ambition vermischen sich beim Wettrennen auf der Themse. Aber Oxford hat auch eine märchenhafte, fast magische Seite. Immerhin wurden hier der „Herr der Ringe“ und „Alice im Wunderland“ geschrieben, und Oxford bietet natürlich auch eine gute Kulisse für „Harry Potter“. Die Colleges sind stolz auf ihre Traditionen, Wappen und Farben.Man arbeitet inmitten historischer Architektur und kann wissenschaftliche Fragen mit den Lehrenden persönlich besprechen. Großartige Parkanlagen laden zur Entspannung ein. Der Historiker Timothy Garton Ash erinnert daran, dass Oxford bislang so einige britische Prime Ministers hervorgebracht hat, darunter auch die „Eiserne Lady“, Margaret Thatcher. Sie, wie auch Indira Gandhi, mussten allerdings fast zwangsläufig im Somerville College studieren, da viele andere Colleges bis in die 1970er Jahre Frauen aufnahmen. Heute ist das Verhältnis ausgeglichen. Oxford ist wissenschaftlich ganz auf der Höhe der Zeit, obwohl es wirkt wie ein Traum aus längst vergangenen Jahrhunderten, wie die NDR/ARTE-Doku atmosphärisch zeigt. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 arte 3. Stanford University
Folge 3 (26 Min.)Interdisziplinarität wird in Stanford großgeschrieben. Jennifer Maier (li.), Postdoc in Mechanical Engineering, bereitet einen sportmedizinischen Versuch zur Biomechanik des Schultergelenks vor.Bild: CO2FILMDie Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin haben sich an der Stanford University kennengelernt. Es sind nicht nur die Palmenalleen und die Architektur, die die Gegend so anziehend machen. Die Universität war von Anfang an ein Emanzipationsprojekt. Condoleezza Rice besetzte als Professorin gleich ein klassisches Männerthema, internationale Beziehungen im Kalten Krieg, und erklomm die Karriereleiter bis zur Außenministerin der USA. Viele Superstars haben in Stanford begonnen, so auch die Golflegende Tiger Woods. Mit einem Golf-Stipendium studierte er zwei Jahre lang Wirtschaft in Stanford und trainierte natürlich auf dem hauseigenen Golfplatz. Die Stanford University wurde 1885 quasi im Nirgendwo gegründet, auf einer Ranch etwa 55 Kilometer südlich von San Francisco.Leland Stanford war durch den kalifornischen Goldrausch und später durch Eisenbahnen reich geworden. Heute profitieren davon Studierende aus aller Welt. Die Dokumentation zeigt, wie etwa der virtuose Gitarrist Tamish Pulappadi aus Bangalore sein Talent als Musiker mit seinem Interesse für Computer Science und Business verbinden kann. Und es ist keineswegs so, dass Stanford nur Computernerds hervorbrächte. Und Michaela Hulstyn, Associate Director of Structured Liberal Education, erklärt, dass alle Lehrenden und Studierenden in Stanford im Grunde am gleichen Projekt arbeiteten: herausfinden, wie man besser leben sollte. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 arte 4. Freie Universität Berlin
Folge 4 (26 Min.)Der Botanische Garten ist eine Zentraleinrichtung der Freien Universität Berlin. Er ist über hundert Jahre alt und heute ein Zentrum der Biodiversitätsforschung. Wichtig ist die Saatgutbank für Wildpflanzen, hier werden gefährdete Arten bewahrt.Bild: CO2FILMAls die Freie Universität Berlin (FU Berlin) im Jahr 1948 gegründet wurde, wollte man auch ein Zeichen setzen für die Demokratie und die Meinungsfreiheit – als Antwort auf den Kalten Krieg. Ihre Gründung war nach eigenen Angaben auch eine Antwort auf die Verfolgung systemkritischer Studierende an der Universität Unter den Linden, die damals im sowjetischen Sektor des geteilten Berlins lag. Heute gehört die Freie Universität mit ihrem Campus im Villenvorort Dahlem zu den wissenschaftlichen Top-Adressen, sie zählt zu den Exzellenz-Universitäten in Deutschland.Hier arbeiten und forschen Menschen aus der ganzen Welt. Universitätspräsident Günter M. Ziegler hebt hervor, wie wichtig der Begriff der „Freiheit“ für diese Universität war. Der erste und bis heute stilprägende Neubau der Universität, der „Henry-Ford-Bau“, entstand mit amerikanischem Geld auf Grundstücken der Stadt Berlin. Erklärtes Ziel war es, dem demokratischen Neuanfang Deutschlands und Berlins ein Denkmal zu setzen. Die Demokratie selbst sollte der Baumeister sein. Licht und Transparenz sollten die Köpfe der Studierenden prägen. Lorenz Maroldt, Herausgeber des „Tagesspiegel“, hat in den 1980er Jahren an der Freien Universität Politik studiert und erinnert an die wenig US-freundliche Atmosphäre, die damals dort herrschte. Schriftsteller Jonathan Franzen blickt zurück auf Vorlesungen, die eher Sit-ins und Protestveranstaltungen waren. Heute wird das Studium an der Freien Universität geprägt durch die Internationalität und die Weltoffenheit, wie die NDR/ARTE-Doku atmosphärisch zeigt. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere So. 22.11.2026 arte
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