Sein Museum ruft oft großes Erstaunen hervor – seit 30 Jahren sammelt Jürgen Tjaden alles, was ihm in die Finger fällt. Der 71-jährige Landwirt will die „ollen“ Dinge erhalten, mittlerweile füllt er auf seinem Hof Hallen damit. Vom Trecker bis zur Teekanne, zwischen Mähdreschern und Mopeds hat sich „Jürn“, wie ihn alle in Großefehn in Ostfriesland nennen, sein eigenes Reich gebaut. Zehntausende von Objekten türmen sich in seinen Hallen, zu jedem
Exponat hat er eine kleine Geschichte parat. Was andere nur noch wegwerfen wollen, bekommt bei Jürgen Tjaden einen ganz besonderen Wert. Und weil „Jürn“ eben „Jürn“ ist, reist er durch ganz Ostfriesland, hat überall Kontakte, schaut auf Dachböden und Scheunen nach „erhaltenswerten Dingen“. Seine Sammlung wächst und wächst, noch toleriert seine Familie seine Sammelleidenschaft. Das Porträt aus der Reihe „Typisch“ begleitet den rastlosen Sammler. (Text: NDR)