Christoph Feurstein besucht Brigitta Sirny, die Mutter von Natascha Kampusch; sie ist auf dem Balkon zu sehen, von dem aus sie 1998 nachblickte.
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Dramatische Wende 20 Jahre nach ihrer Selbstbefreiung. Die 38-jährige Natascha Kampusch hat einen psychischen Zusammenbruch erlitten. Claudia Nestelberger, die sich heute weitgehend um die Angelegenheiten ihrer Schwester kümmert, beschreibt ihren Zustand so: „Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist
herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos.“ Deshalb will die Familie auf sensible Art und Weise öffentlich machen, aufklären und die Ursachen für den Zusammenbruch der Tochter, Schwester und Tante beleuchten. Wie konnte es so weit kommen? In der Dokumentation „Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit“ zeichnet Christoph Feurstein das Schicksal des Entführungsopfers vom Tag ihres Verschwindens am 2. März 1998 bis heute nach. (Text: ORF)