2025/2026
Folge 240
Folge 1
Bild: ORF/Thomas RamstorferKampf ums Kloster – drei Nonnen wollen bleiben „Ich sterbe garantiert nicht im Pflegeheim. Da leg’ ich mich lieber auf eine Wiese“, sagt Klosterschwester Bernadette. Gemeinsam mit Regina und Rita sorgt sie seit Tagen für Schlagzeilen im In- und Ausland. Die Augustiner-Chorfrauen sind 81, 86 und 88 Jahre alt. Seit letzter Woche sind sie auch Hausbesetzerinnen. Aufgrund ihres Alters wurden sie seit 2023 nach und nach von dem für sie zuständigen Probst in ein Seniorenwohnheim übersiedelt. Das wollen die Schwestern nicht hinnehmen. Auf eigene Faust sind sie ins Kloster Goldenstein südlich von Salzburg zurückgekehrt, wo sie seit 70 Jahren leben.Die Schwestern erheben schwere Vorwürfe: Geld und Autos sollen verschwunden, der Zugriff auf ihre Konten plötzlich nicht mehr möglich gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren jedoch eingestellt. Die Erklärung für viele offene Fragen steckt in einem jahrhundertalten Gelübde, das die Schwestern einst geleistet haben. Laura Mlakar und Oliver Rubenthaler berichten für THEMA über eine Geschichte zwischen Menschlichkeit und Kirchenrecht. Ein Jahr nach der Flut – nachgefragt in Atzenbrugg „Wir können wieder zuhause wohnen, aber die Psyche ist nicht so schnell saniert wie das Haus“, sagt Werner Haselmayer. Vor einem Jahr wird er mit einem Boot aus seinem Haus in Atzenbrugg gerettet. Nachdem es im September vergangenen Jahres mehrere Tage ununterbrochen regnet, bricht der Perschlingdamm an mehreren Stellen. Das Wasser überschwemmt flutartig den südlichen Teil von Atzenbrugg. Auch Sabine Zischkin kann heute wieder in ihrem Haus wohnen. In ihrem Wohnzimmer stand das Wasser einen Meter hoch. „Ich habe Angst, dass all die Kraft, die wir in die Renovierung gesteckt haben, umsonst war, wenn noch einmal so ein Hochwasser kommt“, sagt sie. Wie sicher ist der Damm heute – ein Jahr nach der Katastrophe? Und wie hat sich das Leben der Betroffenen verändert? Eine Reportage von Savanka Schwarz. 30 Jahre THEMA: Wir blicken zurück – 9/11 Der Terroranschlag in New York Die meisten Menschen wissen noch, was sie an diesem Tag gemacht haben: Am 11. September 2001 fliegen in New York zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Center. Es ist ein Teil einer Anschlagsserie durch die Terrorgruppe Al-Quaida, bei der fast 3000 Menschen sterben. Die Steirerin Ursula Ueltzhoeffer verliert dabei ihren Mann John, der zu diesem Zeitpunkt in einem der Türme arbeitet. Von einer Minute auf die andere ist sie mit drei kleinen Kindern allein. „Jakob war damals vier, er hat überhaupt nicht verstanden, dass sowas jemand mit Absicht macht, er wollte immer nur wissen, wo der Pilot hingeflogen ist und ob er die Türme nicht gesehen hat“, sagt Ursula Ueltzhoeffer später. Eva Kordesch blickt zurück auf THEMA-Reportagen über Menschen aus Österreich, die den Anschlag miterlebt haben und für die danach nichts mehr so war wie zuvor. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Mo. 15.09.2025 ORF 2 Folge 241
Folge 2Bild: ORFMissbrauch im Kinderdorf – wenn das Schweigen System hat „Ich wurde geschlagen, eingesperrt und erniedrigt“, sagt Natascha S. Ihren Nachnamen möchte sie nicht veröffentlichen. Die 35-Jährige hat ihre Kindheit im S.O.S Kinderdorf in Moosburg in Kärnten verbracht. Eine Kinderdorfmutter schlägt sie damals so brutal ins Gesicht, dass sie auf einem Auge erblindet, erzählt sie. In ihrer Zeit im Kinderdorf hatte sie fünf verschiedene Dorfmütter. Eine von ihnen sagt im „Thema“-Interview: „Wenn ich der Leitung von der Gewalt meiner Kolleginnen erzählt habe, wollte man mir nicht zuhören.“ Eine Studie belegt, welche Gräueltaten sich in Moosburg von 2008 bis 2020 abgespielt haben.Doch Gewalt dürfte schon Jahrzehnte zuvor für manche Kinder im Kinderdorf bitterer Alltag gewesen sein. Leon Hoffmann-Ostenhof und Savanka Schwarz mit einer Investigativrecherche. Leben nach dem Amoklauf – Schulbeginn im BORG Dreierschützengasse „Warum darf ich weiterleben? Und warum sind die anderen tot?“ Das fragt sich Sam Askari jeden Tag. Der 16-Jährige hat gerade Englischunterricht, als der Amokläufer seine Klasse betritt und ihm in den Kopf schießt. Seitdem ist eine Hälfte seines Gesichts gelähmt. Am 10. Juni werden im BORG Dreierschützengasse in Graz zehn Menschen getötet. Ihre Stühle bleiben am ersten Schultag leer. „Es ist ein komischer Schulstart. Viele von uns reden nicht über das, was passiert ist“, sagt Selin Ceylan. Wie war der Schulbeginn für die Schülerinnen und Schüler? Leon Hoffmann-Ostenhof hat einige von ihnen zum Gespräch getroffen. Muttersprache Gebärdensprache – 20 Jahre Anerkennung Die 31-jährige Anja Burghardt ist seit ihrer Geburt schwerhörig. Sie trägt ein Cochlea-Implantat und arbeitet als Hörgeräteakustikerin in Linz. Dennoch ist für die Tochter hörender Eltern die Gebärdensprache ihre Muttersprache. Es ist die Sprache, in der sie träumt und dichtet. Beim ORF-Casting „Mach dich sichtbar“ trat sie mit ihrer Gebärden-Poetry auf. Der hörende Wiener Branislav Zdravkovic ist im Alltag der Übersetzer für seine schwerhörige Mutter Olgica Gruber. Sei es bei Behördengängen oder wenn eine neue Küche gekauft wird. Immer ist der Sohn mit dabei. Erst seit 1. September 2005 ist die Österreichische Gebärdensprache als eigenständige Sprache einer nicht-ethnischen Minderheit anerkannt. Für 8.000 bis 10.000 Menschen ist sie die Erstsprache. Sie hat eine eigene Grammatik und eine eigene Poesie. Immer noch gibt es zu wenig Dolmetscher:innen und Bildungsangebote. Eine Reportage von Andrea Poschmaier und Pia Bichara. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Mo. 22.09.2025 ORF 2 Folge 242
Folge 3 (45 Min.)Vertauschte Babys in Graz – Kennenlernen nach vielen Jahren „Es fühlt sich an, als würden wir uns schon seit 35 Jahren kennen.“ Das sagen Doris Grünwald und Jessica Baumgartner. Im Oktober 1990 werden die beiden in der Grazer Uniklinik geboren. Sie kommen als Frühchen zur Welt. Kurz nach ihrer Geburt werden die Babys auf der Station versehentlich vertauscht. Die Eltern gehen mit dem Kind der jeweils anderen Familie nach Hause. 2016 hat THEMA über Doris Grünwald berichtet, die durch eine Blutspende zufällig entdeckt hatte, dass sie mit ihren Eltern nicht verwandt ist. Die Suche nach der anderen Familie blieb damals erfolglos. Wie sich die beiden Frauen gefunden haben und was das für die Familien bedeutet, haben sie Eva Kordesch im THEMA-Interview erzählt. Doris Grünwald und Jessica Baumgartner haben erstmals ihre biologischen Eltern getroffen.Der Fall Anna – die Mutter im Interview „Sie war erst zwölf Jahre alt. Keiner kann mir sagen, dass ein Mädchen in diesem Alter freiwillig das erleben will, was meine Tochter erleben musste.“ Das sagt die Mutter jenes Mädchens, das behauptet, von mehreren Burschen im Alter von 13 bis 18 Jahren in Wien Favoriten sexuell genötigt worden zu sein. Das Gericht spricht die zehn Angeklagten frei, weil es die Aussagen des Mädchens als widersprüchlich ansieht. Die Staatsanwaltschaft hat Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt, die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. „Auch für mich ist das Mädchen das Opfer. Trotzdem sind die Burschen rechtlich unschuldig, moralisch ist es natürlich wieder eine ganz andere Frage,“ sagt Timo Gerersdorfer, der einen der Burschen im Prozess vertreten hat. Jetzt wird einigen der Angeklagten vorgeworfen, auch ein anderes zwölfjähriges Mädchen sexuell genötigt zu haben. Laura Mlakar, Anne-Maria Neubauer und Christoph Feurstein berichten. Prominente in Haft – geläutert oder beschädigt? „Diese Ruhe, diese Abgeschiedenheit haben mir gutgetan. Ich bin froh, dass ich die Chance hatte, das zu erleben“, sagt der verurteilte PR-Berater und ehemalige Lobbyist Peter Hochegger über seine Monate in Haft. Ob der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der seit Juni im Innsbrucker Gefängnis sitzt, das auch so sieht, weiß man nicht. Im Sommer hat sein Besuch in einem Nobelhotel am Wörthersee im Zuge eines Freigangs für Aufregung gesorgt. Ein weiterer Prominenter lädt THEMA ins Burgenland ein, um über seine Erfahrungen mit der Justiz zu sprechen. Welchen Schaden prominente Häftlinge der Republik verursachen und ob sie geläutert aus ihren Verfahren hervorgehen, diesen Fragen gehen Eva Kordesch und Michaela Rädler nach. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 11.10.2025 3sat Original-TV-Premiere Mo. 06.10.2025 ORF 2 Folge 243
Folge 4 (45 Min.)Die kleinen Opfer der großen Pleite „1200 Euro sind für ein Familienunternehmen wie unseres viel Geld“, sagt Luigi Barbaro junior, Eigentümer einer Pizzeria in Wien. Die Signa Holding um René Benko hat bei ihr Essen bestellt, aber nie bezahlt. Mehr als 20 Milliarden Euro fordern Gläubiger von der Signa Holding. Aber was bedeutet es für kleine Betriebe, wenn sie ihr Geld nicht bekommen? Gleich drei Veranstaltungen auf der Zirmalm in Tirol wurden von Benkos Firmengeflecht nie bezahlt. „Er hat weiter in Luxus gelebt und uns zahlt er 1539 Euro nicht“, sagt Eigentümerin Alma Birbaumer. Tara Giahi und Leon Hoffmann-Ostenhof berichten.Teuerung trifft Mittelstand: sparen und verzichten „Ich rechne die ganze Zeit. Meine finanzielle Situation ist nur deshalb stabil, weil ich rechne“, sagt Simone Wirth. Für die Alleinerzieherin aus Niederösterreich ist es zum Kraftakt geworden, jeden Monat mit dem Geld auszukommen. Vor allem, weil Lebensmittel in Österreich seit 2019 um 33 Prozent teurer geworden sind. Schokolade für ihren Sohn kauft sie nur noch zu den Feiertagen. Die Pensionistin Silvia Benes aus Wien spart beim Urlaub und übernachtet im Mehrbettschlafsaal. Ihr Theater-Abo hat sie gekündigt. Eine Reportage von Michaela Rädler und Anne-Maria Neubauer. Im Rahmen des ORF-Schwerpunkts Teuerung berichten die Sendungen Thema, Report und Eco. 30 Jahre THEMA: Wir blicken zurück – Die Terrornacht in Wien und ihre Folgen Am Abend des 2. November 2020 erschießt ein jihadistischer Terrorist in der Wiener Innenstadt vier Menschen, 23 werden zum Teil schwer verletzt. „Wir Wiener haben in dieser Nacht gezeigt, dass wir zusammenhalten“, sagt Reccep Gültekin. Der damals Zwanzigjährige trägt während des Anschlags gemeinsam mit zwei weiteren Männern drei Verletzte aus der Gefahrenzone. Saeed Mousavi springt auf der Flucht vor den Kugeln von einer Brücke. Er überlebt schwer verletzt und leidet bis heute unter den Folgen. „Früher war ich gesellig, heute vermeide ich es unter Leute zu gehen.“ Tara Giahi und Andrea Poschmaier berichten. Montafoner Tracht – Stickkunst ist Weltkulturerbe „Die Tradition muss weitergehen!“ Das ist der Leitspruch der Stickerinnen in Vorarlberg. Die Montafoner Tracht ist ein Meisterwerk der Stickkunst und wurde nun ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Petra Stemer ist eine der Stickerinnen. Sie freut sich, wenn sie ihr Wissen weitergeben kann. Zum ersten Mal gibt es in Schruns einen Stickkurs. Elf junge Frauen haben sich vorgenommen in 400 Arbeitsstunden mit Goldfäden die wertvollsten Teile der Montafoner Tracht selbst herzustellen. Martina Köberle hat den Stickerinnen bei der Arbeit über die Schultern geblickt. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 25.10.2025 3sat Original-TV-Premiere Mo. 20.10.2025 ORF 2 Folge 244
Folge 5 (45 Min.)Bild: ZDF und ORF/Hans LeitnerNotfall ohne Hilfe – Wenn das Gesundheitssystem versagt: „Wir suchen keinen Schuldigen, sondern wollen herausfinden, wo es Verbesserungsmöglichkeiten in unseren Notfall-Abläufen gibt“, sagt Silke Göltl, Geschäftsführerin des Klinikums Zell am See. Ein 78- Jähriger stirbt am 13. Oktober vor dem Spital an einem Herzstillstand. Die Rettung kam zu spät, weil sie an den falschen Ort geschickt wurde. In Rohrbach überlebt eine 55-jährige Frau einen Aortaeinriss nicht. Mehrere spezialisierte Kliniken konnten sie aufgrund fehlender Kapazitäten nicht aufnehmen.Wie kann es in unserem hochentwickelten Gesundheitssystem passieren, dass Menschen im Notfall nicht behandelt werden? Laura Mlakar und Markus Waibel berichten. Leben in der Gefahrenzone – Gehen oder bleiben? „Immer wenn es geregnet hat, hatte ich Angst“, sagt Ute Kindlinger. Ihr Haus in Walding im Eferdinger Becken befand sich in einer ausgewiesenen Hochwasserzone. Beim Kauf des Grundstücks sei davon keine Rede gewesen, sagt sie. Nach dem Donauhochwasser 2013 zieht sie weg. 2019 verwüstet ein Erdrutsch das Haus von Sepp Istenig. „Ich habe danach nicht schlafen können, bei jedem kleinen Geräusch bin ich aufgeschreckt“, erinnert er sich. In Österreich leben mehr als 400.000 Menschen in sogenannten Gefahrenzonen. Für viele stellt sich die schwierige Frage: bleiben oder gehen? Laura Mlakar hat mit betroffenen Menschen gesprochen. Zufluchtsort Shanghai – Zwei Frauen über das Leben im Exil: Die Nacht des 9. November 1938 ist eine der dunkelsten in der Geschichte Österreichs: Synagogen, jüdische Einrichtungen und Geschäfte werden geplündert und zerstört, Tausende Menschen werden in Konzentrationslager gebracht. Weil in einem Teil der Hafenstadt Shanghai die Einreise ohne Visum möglich ist, flüchten 20.000 Menschen aus Europa dorthin. Darunter die Eltern von Elisabeth Ganglberger. Sie kam 1940 in Shanghai zur Welt. Heute berichtet sie als Zeitzeugin regelmäßig an Wiener Schulen. Auch Lilli Fliess verbrachte ihre Kindheit in Shanghai. 85 Jahre später fährt die 96- Jährige wieder hin und findet ihr Zuhause von damals wieder. Matthis Kattnig hat sie begleitet. 30 Jahre „Thema“ – Ein Blick zurück: Hilfe für Schmetterlingskinder: „Bauen Sie mit ihrem Kind keine Bindung auf, es wird nur wenige Stunden überleben“, das bekam Rainer Riedl vor 30 Jahren von Ärzten zu hören. Seine Tochter Lena ist ein Schmetterlingskind. Bei der genetisch vererbten Krankheit ist die Haut so empfindlich wie ein Schmetterlingsflügel, schon durch leichte Berührungen entstehen schmerzhafte Blasen. Lena ist heute 31. 1995 haben sich betroffene Familien zu einer Selbsthilfegruppe zusammengefunden und eine Spendenkampagne gestartet, die die seltene Krankheit bekannt gemacht hat. Wie geht es den Schmetterlingskindern von damals heute? Andrea Poschmaier hat nachgefragt. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 08.11.2025 3sat Original-TV-Premiere Mo. 03.11.2025 ORF 2 Folge 245
Folge 6Was die Liebe frisch hält – die Boogie-Woogie-Superstars 70+: „Boogie-Woogie tanzen ist ein Jungbrunnen für uns“, sagt die 72- jährige Nellia Ehrentraut. Mit ihrem sechs Jahre älteren Ehemann Dietmar ist sie seit über einem halben Jahrhundert verheiratet. Als jemand ein Tanzvideo des Paares online stellt, werden die Boogie- Woogie-Senioren über Nacht weltberühmt. 65 Millionen Mal wird das Video angeklickt. Popstar Ed Sheeran lässt das Paar aus Vorarlberg in einem seiner Musikvideos auftreten. Susanne Kainberger hat die beiden bei einem Auftritt in Hall in Tirol getroffen und erfahren, wie sie trotz aller Höhen und Tiefen auch nach 57 Jahren noch ein Liebespaar geblieben sind.Beinamputation nach Fehldiagnose: „Ich habe in der Ambulanz eine Infusion bekommen und wurde geröntgt. Dann haben sie mich mit Schmerztabletten und dem Rat, das Bein zu kühlen, nach Hause geschickt.“ Das sagt die 25-jährige Wienerin Klara O. im „Thema“-Interview. Doch Schwellung und Schmerzen lassen nicht nach. Die Mutter eines einjährigen Sohnes sucht in einer weiteren Wiener Ambulanz Hilfe. Dort wird eine Thrombose ausgeschlossen und sie wird wieder nach Hause geschickt. Kurz darauf verliert sie das Bewusstsein. Erst dann wird eine schwere Blutvergiftung durch eine bakterielle Infektion erkannt. Um das Leben der jungen Frau zu retten, wird in einer Notoperation der Oberschenkel amputiert. Andrea Poschmaier und Susanne Kainberger berichten. 30 Jahre „Thema“: Wir blicken zurück – die Katastrophe von Kaprun: „Ich habe seinen Tod am Anfang verdrängt, jetzt ist das nicht mehr nötig“, sagt Karin Stieldorf, die am 11. November 2000 ihren Sohn verloren hat. Der damals 18-jährige Matthäus starb gemeinsam mit 154 anderen Menschen beim Brand der Gletscherbahn in Kaprun. Heuer jährt sich diese Tragödie zum 25. Mal. In der Reportage kommen Angehörige ebenso zu Wort wie Retter und Juristen, die bis heute den Ausgang des damaligen Strafprozesses kritisieren, bei dem alle Angeklagten freigesprochen wurden. Bäume unter Klimadruck – wie Förster den Wald retten wollen: „Es ist ein Schock, wenn du aus dem Fenster schaust und siehst, die Bäume stehen nicht mehr“, sagt Stefan Schweighofer, Förster in Pöllau in der Steiermark. Er hat mehr als die Hälfte seines Waldes durch Hitze, Trockenheit und Windwurf verloren. Extremwetterereignisse machen den heimischen Förstern und Waldbesitzern zu schaffen. Der bisherige Klimahelfer Wald stößt inzwischen mehr CO2 aus, als der aufnehmen kann. Familie Hoyos in Niederösterreich sucht weltweit nach Bäumen, die widerstandsfähiger gegen Hitze sind. Stefan Schweighofer setzt auf Mischwälder und pflanzt mit Schulklassen neue Bäume. Tara Giahi hat die Kinder für „Thema“ begleitet. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Mo. 10.11.2025 ORF 2 Folge 246
Folge 7 (45 Min.)Vergewaltigung unter Betäubung – Pelicot-Fall in Österreich Ein Mann aus dem Bezirk Bruck an der Leitha soll seine Ehefrau ohne ihr Wissen mit Drogen bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Der mutmaßliche Täter wurde vor dem Landesgericht Korneuburg noch nicht rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Fall erinnert an Gisèle Pelicot in Frankreich. Zwei deutsche Journalistinnen der STRG_F-Redaktion des NDR in Hamburg haben zwei Jahre lang inkognito auf Online-Plattformen recherchiert. Sie haben aufgedeckt, dass Pelicot kein Einzelfall, sondern geplantes Vorgehen eines ganzen Netzwerkes von Usern ist.Männer haben Betäubungen und Vergewaltigungen ihrer Partnerinnen und Ehefrauen sowie Foto- und Videomaterial von den Taten selbst im Internet sichtbar gemacht. „Ich wurde wie ein billiges Stück Fleisch von meinem eigenen Ehemann zur Schau gestellt“, berichtet ein Opfer. Andrea Poschmaier hat für THEMA recherchiert. Die Programmansagerinnen von damals – Eva Maria Klinger und Chris Lohner Sie sind Ikonen des österreichischen Fernsehens der 1960er und 70er Jahre. Eva Maria Klinger beginnt 1967, nachdem sie einen Wettbewerb gewonnen hat, als Programmansagerin im ORF. Über Nacht wird sie in ganz Österreich bekannt. „Damals gab es nur Sekretärinnen, Maskenbildnerinnen und uns, die Sprechpuppen. Ich habe lange darum gekämpft, mir die drei Sätze für jede Sendung selbst schreiben zu dürfen“, sagt die heute 81-jährige promovierte Theaterwissenschafterin, die später als Kulturredakteurin Karriere machte. „Es kam vor, dass einem jemand auf den Hintern geklopft hat, dann hab ich den auch geklopft. Ich habe mir nichts gefallen lassen“, so Chris Lohner im THEMA-Interview. Eva Kordesch hat die beiden Frauen getroffen, mit ihnen über die Welt von damals gesprochen und sie gefragt, welchen Rat sie jungen Frauen von heute mitgeben würden. Die Bewohner von Blatten in der Schweiz nach dem Bergsturz „Ich hatte das Gefühl, jetzt ist alles weg“, sagt Karin Ritler, ehemalige Bewohnerin von Blatten, „ich habe tagelang geweint“. Lukas Kalbermatten hat sein 75 Jahre altes Hotel verloren. Er sagt: „Ich war mein ganzes Leben in diesem Haus. Was mich mit diesem Haus verbindet, das kann man nicht wieder herstellen.“ Am 28. Mai hat ein gigantischer Bergsturz fast das gesamte Schweizer Dorf Blatten unter einer meterdicken Schicht aus Steinen, Schlamm und Gletschereis begraben. Die 300 Bewohnerinnen und Bewohner konnten alle – bis auf einen – rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Nun soll Blatten in wenigen Jahren wieder aufgebaut werden. Viele wollen wieder zurück, aber nicht Alle. Wie soll das Heimatgefühl bewahrt werden, wenn das Dorf zerstört ist? Eine Reportage von Marion Flatz-Mäser. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 29.11.2025 3sat Original-TV-Premiere Mo. 24.11.2025 ORF 2 Folge 247
Folge 8 (45 Min.)Vergewaltigung unter Betäubung – Pelicot-Fall in Österreich Ein Mann aus dem Bezirk Bruck an der Leitha soll seine Ehefrau ohne ihr Wissen mit Drogen bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Der mutmaßliche Täter wurde vor dem Landesgericht Korneuburg noch nicht rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Fall erinnert an Gisèle Pelicot in Frankreich. Zwei deutsche Journalistinnen der STRG_F-Redaktion des NDR in Hamburg haben zwei Jahre lang inkognito auf Online-Plattformen recherchiert. Sie haben aufgedeckt, dass Pelicot kein Einzelfall, sondern geplantes Vorgehen eines ganzen Netzwerkes von Usern ist.Männer haben Betäubungen und Vergewaltigungen ihrer Partnerinnen und Ehefrauen sowie Foto- und Videomaterial von den Taten selbst im Internet sichtbar gemacht. „Ich wurde wie ein billiges Stück Fleisch von meinem eigenen Ehemann zur Schau gestellt“, berichtet ein Opfer. Andrea Poschmaier hat für THEMA recherchiert. Die Programmansagerinnen von damals – Eva Maria Klinger und Chris Lohner Sie sind Ikonen des österreichischen Fernsehens der 1960er und 70er Jahre. Eva Maria Klinger beginnt 1967, nachdem sie einen Wettbewerb gewonnen hat, als Programmansagerin im ORF. Über Nacht wird sie in ganz Österreich bekannt. „Damals gab es nur Sekretärinnen, Maskenbildnerinnen und uns, die Sprechpuppen. Ich habe lange darum gekämpft, mir die drei Sätze für jede Sendung selbst schreiben zu dürfen“, sagt die heute 81-jährige promovierte Theaterwissenschafterin, die später als Kulturredakteurin Karriere machte. „Es kam vor, dass einem jemand auf den Hintern geklopft hat, dann hab ich den auch geklopft. Ich habe mir nichts gefallen lassen“, so Chris Lohner im THEMA-Interview. Eva Kordesch hat die beiden Frauen getroffen, mit ihnen über die Welt von damals gesprochen und sie gefragt, welchen Rat sie jungen Frauen von heute mitgeben würden. Die Bewohner von Blatten in der Schweiz nach dem Bergsturz „Ich hatte das Gefühl, jetzt ist alles weg“, sagt Karin Ritler, ehemalige Bewohnerin von Blatten, „ich habe tagelang geweint“. Lukas Kalbermatten hat sein 75 Jahre altes Hotel verloren. Er sagt: „Ich war mein ganzes Leben in diesem Haus. Was mich mit diesem Haus verbindet, das kann man nicht wieder herstellen.“ Am 28. Mai hat ein gigantischer Bergsturz fast das gesamte Schweizer Dorf Blatten unter einer meterdicken Schicht aus Steinen, Schlamm und Gletschereis begraben. Die 300 Bewohnerinnen und Bewohner konnten alle – bis auf einen – rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Nun soll Blatten in wenigen Jahren wieder aufgebaut werden. Viele wollen wieder zurück, aber nicht Alle. Wie soll das Heimatgefühl bewahrt werden, wenn das Dorf zerstört ist? Eine Reportage von Marion Flatz-Mäser. (Text: ORF) Deutsche TV-Premiere Sa. 06.12.2025 3sat Original-TV-Premiere Mo. 01.12.2025 ORF 2 Folge 248
Folge 9Der Fall Jennifer S. – Aufklärung nach acht Jahren „Wenn ich Jennifer finde, kann ich wieder in die Zukunft blicken, jetzt herrscht Stillstand“, sagte Brigitta Scharinger vor zwei Jahren in der ORF-Sendung „Am Schauplatz“. Fast acht Jahre lang hat sie nach ihrer Tochter gesucht, in Wäldern nach der Leiche gegraben. Für die Mutter war immer klar, dass Jennifer Opfer einer Gewalttat geworden war, seit sie im Jänner 2018 plötzlich verschwand. Am vergangenen Wochenende hat der mittlerweile 32 Jahre alte Ex-Freund von Jennifer ein Geständnis abgelegt. Weil sie sich damals von ihm trennen wollte, habe der Niederösterreicher sie erwürgt und in einem Wald am Truppenübungsplatz Allentsteig abgelegt, sagt er der Polizei. Wie wurde der Fall nun doch noch aufgeklärt? Pia Bichara und Oliver Rubenthaler haben für THEMA recherchiert.Drei Nonnen in Goldenstein – nachgefragt „Ich fühle mich nicht berühmt, ich bin immer noch eine ganz normale Nonne“, sagt Schwester Bernadette. Vor drei Monaten ist sie gemeinsam mit ihren Mitschwestern Rita und Regina aus dem Seniorenheim in ihr ehemaliges Kloster Goldenstein in Elsbethen bei Salzburg zurückgekehrt. Seither hat die Geschichte der drei Nonnen internationale Aufmerksamkeit erlangt. Aus aller Welt erreichen sie unterstützende Worte. Ihre Zukunft im Kloster bleibt jedoch ungewiss. „So wie die Schwestern derzeit leben, so kann es nicht weitergehen“, sagt Pressesprecher Harald Schiffl, der den Vorgesetzten der Nonnen, Propst Markus Grasl, vertritt. Jetzt haben sich beide Seiten an den Vatikan gewandt und hoffen auf eine klärende Entscheidung. Laura Mlakar hat nachgefragt. 30 Jahre THEMA: Wir blicken zurück – ein Automechaniker als Weihnachtsmann „Die Not versteckt sich oft. Die Leute tratschen vielmehr darüber, wenn jemand nichts hat. Überhaupt hier am Land“, sagt Hans Eidenhammer. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Not zu helfen. Der pensionierte Automechaniker repariert alte Autos, die ihm Leute aus ganz Österreich vorbeibringen. Er verschenkt sie dann an andere, die ein Auto brauchen und sich kein neues leisten können. Meist sind es Alleinerzieherinnen, die von Eidenhammer einen Wagen bekommen. Eva Kordesch blickt für THEMA zurück. Sie hat Hans Eidenhammer vor Weihnachten besucht und nachgefragt, wie viele Autos der mittlerweile 76-Jährige bis heute hergerichtet und verschenkt hat. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Mo. 15.12.2025 ORF 2 Folge 249
Folge 10 (45 Min.)Femizide – Überlebende von Mordversuchen berichten: „Ich habe geglaubt, ich bin stark, wenn ich das wegstecke, dass er mir eine Ohrfeige gibt“, sagt die Wienerin Hanife Ada, Überlebende eines Femizidversuches. Sie hat die Gewaltbeziehung hinter sich gelassen und hilft Frauen, die den Absprung allein nicht schaffen. Seit Jahresbeginn wurden in Österreich bereits zwei Frauen von ihren Partnern getötet. Ein Elitepolizist soll in der Steiermark eine Frau, die er über eine Dating-Plattform kennengelernt hat, erdrosselt haben. Auf die gleiche Art soll ein Niederösterreicher seine Lebensgefährtin ermordet und in einem Erdkeller abgelegt haben.Schwangerschaft oder Trennung führen für Frauen in Gewaltbeziehungen zu den gefährlichsten Situationen. Pia Bichara und Andrea Poschmaier berichten. Brandkatastrophe in der Schweiz – Wie sicher sind unsere Lokale? 40 Todesopfer, großteils Jugendliche, 116 Verletzte. Auch mehr als zwei Wochen nach dem Brand in einem Kellerlokal in Crans-Montana schockieren diese Zahlen. Vor zwei Jahren hat es ebenfalls zu Silvester in der Grazer Stern-Bar gebrannt. Eine Frau ist dabei ums Leben gekommen. „Wir hatten Glück, aber dann sieht man im Rettungswagen einen Mann, der um sein Leben kämpft“, sagten Silvia und Thomas Weinhandl damals im „Thema“-Interview. Wie sehen die Brandschutzbestimmungen in Österreich aus? Und wie kann Verbrennungsopfern medizinisch geholfen werden? Eva Kordesch und Oliver Rubenthaler berichten. Obdachlos bei Minusgraden: „Wenn ich am Abend einschlafe, habe ich Angst, nicht mehr aufzuwachen“, sagt Gerald Kampelmüller. Er schläft in einer Garageneinfahrt in Linz. Eine Isomatte und ein Schlafsack, die er von der Obdachlosen-Hilfsaktion bekommen hat, sollen ihn bei bis zu minus 14 Grad vor der Kälte schützen. In Wien sind diese Woche zwei obdachlose Männer erfroren. Die Caritas will solch tragische Ereignisse verhindern und stattet Menschen, denen es nicht möglich ist, in eine Notunterkunft mitzukommen, mit dem Nötigsten aus. Wie übersteht man eiskalte Nächte auf der Straße? Savanka Schwarz mit einem Lokalaugenschein aus Linz und Wien. Exklusives Österreich: Der lange Weg zur Staatsbürgerschaft: Der gebürtige Iraner Amir Ibrahimzade wartet immer noch auf die österreichische Staatsbürgerschaft, obwohl der 23-Jährige hier lebt, seit er zwei Jahre alt ist: „Ich fühle mich als Österreicher, ich akzeptiere Österreich, aber irgendwie werde ich von Österreich nicht akzeptiert.“ „Ich fühle mich wie ein Alien im eigenen Heimatland, wenn ich von Behörden als Ausländerin behandelt werde“, sagt Veronique Homann. Sie ist im Burgenland geboren und in Bregenz in die Schule gegangen. Als uneheliches Kind eines österreichischen Vaters und einer deutschen Mutter hat sie die österreichische Staatsbürgerschaft nie bekommen. Tara Giahi hat Menschen auf dem langen Weg zur Staatsbürgerschaft begleitet. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 24.01.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 19.01.2026 ORF 2 Folge 250
Folge 11 (55 Min.)Gefesselte Leiche – Rätselhafter Mord in Linz Knapp eine Woche nach Auffinden eines an Händen und Füßen gefesselten Toten in Linz herrscht Rätselraten um das Motiv. Der gut situierte 49-jährige Mann, der in der Immobilienbranche tätig war, verstarb an einem Schädel-Hirn-Trauma. Sein Körper wies zahlreiche Verletzungen auf. In der Tatnacht soll er noch zwei Pizzen bestellt und den oder die Täter selbst in seine Wohnung gelassen haben. Es gäbe keinerlei Einbruchspuren, sagt die Polizei. Allerdings sei der Wohnungsschlüssel verschwunden. Jetzt ist unter anderem auch von Kontakten ins Rotlichtmilieu die Rede.Eva Kordesch und Savanka Schwarz haben recherchiert. Tödliche Lawinen – selbst erfahrene Tourengeher unterschätzen die Gefahr „Wenn du jeden einzelnen Toten an dich herankommen lässt, kannst du nicht mehr schlafen“, sagt Roland Pfund, seit 30 Jahren Leiter der Bergrettung Bad Gastein. Mehr als 200 ehrenamtliche Helfer waren zuletzt im Dauereinsatz. Die traurige Bilanz: Acht Tote in der Steiermark und in Salzburg. Vier von ihnen waren selbst Skitourenführer auf einer Weiterbildung des Alpenvereins, bestens ausgerüstet mit Lawinenpiepser und Airbag. „Ich habe mir nichts gedacht und auf einmal war ich weg“, sagt Brigitte Wedam aus Kärnten. Sie überlebt 2021 eine Lawine. Ihr Mann rettet ihr das Leben. Warum trifft es oft jene, die sich am Berg gut auskennen? Sonja Hochecker und Leon Hoffmann-Ostenhof berichten. Das zweite Leben des Lukas Müller Vor zehn Jahren, am 13. Jänner 2016, hat sich das Leben von Lukas Müller grundlegend verändert. Der Kärntner Skispringer stürzt als Vorspringer der Skiflug-Weltmeisterschaft am Kulm schwer, bricht sich das Genick und zieht sich eine inkomplette Querschnittslähmung zu. Seitdem ist er die allermeiste Zeit auf den Rollstuhl angewiesen. Neben dem Schicksalsschlag hat Lukas Müller vor Gericht gegen den Österreichischen Skiverband um seine finanzielle Absicherung gekämpft und gewonnen. „Thema“ berichtete 2019. Wie geht es Lukas Müller heute? „Ich kann das, was passiert ist, nicht ungeschehen machen, aber ich kann das beeinflussen, was vor mir liegt“. Oliver Rubenthaler hat Lukas Müller für „Thema“ in Salzburg besucht. Das närrische Treiben der kleinen Faschingsgilden „Wenn das Publikum vor Freude auszuckt und im nächsten Jahr der Kartenverkauf noch besser läuft, dann ist das unser Lohn“, sagt Emanuel Rom, Präsident der Faschingsgilde „Die Krebsler“ in Oberpullendorf im Burgenland. Vieles wird nur durch ehrenamtlichen Einsatz möglich, so auch in Vorchdorf. Dort findet alle fünf Jahre der offizielle Faschingsumzug des Landes Oberösterreich statt. Er soll nicht nur die Besucherinnen und Besucher unterhalten, sondern auch den Zusammenhalt im Ort stärken. Eine Reportage von Pia Bichara, Oliver Rubenthaler und Markus Waibel. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 26.01.2026 ORF 2 Folge 251
Folge 12 (45 Min.)Mordverdacht in Seniorenresidenz Eine 87 Jahre alte Frau wurde in ihrem Appartement in einem Seniorenheim in Wien-Döbling tot aufgefunden. In ihrem Hals befand sich ein Ring. Die Obduktion hat ergeben, dass die Frau erstickt wurde. Die Polizei ermittelt wegen Mordes und hat einen 61-jährigen Mann ausgeforscht. Der türkische Staatsangehörige wurde von der Spezialeinheit WEGA in seiner Wohnung in Wien-Penzing festgenommen. In der Seniorenresidenz leben die Bewohnerinnen und Bewohner selbstständig und können jederzeit Besuch empfangen. Es gibt keine Sicherheitskontrollen.Pia Bichara und Andrea Poschmaier haben recherchiert. Agenten des Widerstands im Dritten Reich „Mir kommen die Tränen, wenn ich die Ausrüstung berühre, die mein Vater vor 80 Jahren benutzt hat“, sagt Bernhard Weber aus Innsbruck. Sein Vater Franz Weber war Wehrmachtsdeserteur und Teil der Operation Greenup. Das war die erfolgreichste Mission des US-amerikanischen Geheimdienstes auf österreichischem Boden. Gemeinsam mit zwei jüdischen Agenten trägt Franz Weber 1945 maßgeblich zur kampflosen Befreiung Innsbrucks bei. Jetzt haben Bergsteiger Fallschirmreste der waghalsigen Sprünge der drei Agenten in den Ötztaler Alpen gefunden. Leon Hoffmann-Ostenhof hat sich auf Spurensuche begeben. Proschat Madani – Die Schauspielerin über das Leben und das Spielen Sie ist bekannt als gnadenlose Rechtsanwältin in den „Vorstadtweibern“, als ORF-Chefin in „Walking on Sunshine“ und als Polizeipsychologin in „Der letzte Bulle“. Als Kind ist die aus dem Iran stammende Schauspielerin mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Wien gekommen. „Ich habe mich turboassimiliert. Irgendwann wusste ich dann selbst nicht mehr, wer ich bin“, sagt sie heute. Im Herbst hat die 58-Jährige ihr zweites Buch veröffentlicht. In „Leben spielen“ schreibt sie über all das. „Wir Schauspielerinnen wollen immer beklatscht werden. Dabei bin ich gar nicht so. Ich ziehe mich am liebsten zurück und genieße die Zeit allein“, sagt sie im Interview mit Laura Mlakar. Vom Wert der Finsternis „Am Tag bekommen wir an unseren Arbeitsplätzen in Innenräumen zu wenig Licht, in der Nacht gibt es zu viel davon und das ist ein Problem für unseren Schlaf“, sagt Robert Stepansky. Er leitet das Schlaflabor im Krankenhaus Barmherzige Brüder in Wien. Noch nie war es auf der Erde so hell wie heute. Rund 80 Prozent aller Menschen leben in lichtverschmutzten Gebieten. Dies hat Auswirkungen auf uns sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt. „Jede Form von Licht würde mich in meiner Arbeit stören“, sagt Philipp Jakesch. Der Steirer ist Astrofotograf. Die dafür nötige Dunkelheit findet er im Nationalpark Gesäuse im Naturnachtgebiet Eisenwurzen. Oliver Rubenthaler war für THEMA nachtaktiv. (Text: ORF) Deutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 02.02.2026 ORF 2 Folge 252
Folge 13 (45 Min.)Gewalt hinter Gittern – Ex-Häftlinge klagen an „Ich bin einsneunzig, aber wenn vermummte Männer mit Schlagstöcken in meine Zelle gekommen sind, hatte ich Angst.“ Andreas P. war mehr als 20 Jahre in Haft. „Viele Justizwachebeamte leben im Dienst ihre Aggressionen aus“, sagt er. Von Faustschlägen ins Gesicht bis zum Strammstehen in der Kälte in Unterhosen berichtet ein anderer Ex-Häftling, der heute als Koch arbeitet. Das Personal sei überfordert, schlecht ausgebildet und unterbezahlt, meint er. Andreas P. plädiert für Bodycams, die Übergriffe dokumentieren.„Ein Drittel des Wachpersonals ist in Ordnung. Ohne sie hätte ich die Haft nicht überlebt.“ Mit einigen Angestellten des Gefängnisses ist er bis heute befreundet. Sonja Hochecker, Michaela Rädler und Matteo Glaser berichten. Erfroren am Großglockner – Prozessbeginn „Er hätte früher einen Notruf absetzen oder seine Freundin zumindest wärmen können“, sagt Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Im vergangenen Jänner erfriert eine 33-jährige Frau beim Aufstieg auf den Großglockner. Ihr Partner lässt sie in jener Nacht rund 50 Meter unterhalb des Gipfels zurück. Er überlebt. Nun muss er sich wegen grob fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass der Mann neun Fehlentscheidungen getroffen haben soll. Savanka Schwarz zeichnet nach, was man bisher über die Nacht am Großglockner weiß. Zwischen Pistenspaß und Unfallrisiko – wenn der Winterurlaub in der Notaufnahme endet „Wir haben in der aktuellen Saison bereits mehr als 2.700 verletzte Wintersportlerinnen und Wintersportler versorgt“, erklärt Manfred Mittermair, Leiter der Unfallchirurgie im Schwerpunktkrankenhaus Schwarzach im Pongau. „Tendenz steigend“, sagt er. Markus Waibel begleitet für eine „Thema“-Reportage Mediziner:innen und Pflegepersonal bei ihrer täglichen Arbeit. Er zeigt, vor welchen Herausforderungen die Teams in der Hochsaison stehen, und spricht auch mit den Verunfallten. Wie lebt man als Bergretter oder Bergretterin? „Man ist eigentlich sehr klein im Vergleich zum Berg“, sagt Christian Taferner. Er ist Familienvater, Unternehmer und seit 15 Jahren Bergretter. Bei seinen Einsätzen stößt er immer wieder an seine Grenzen. Wie herausfordernd Rettungsaktionen sein können, weiß auch die junge Bergrettungsanwärterin Tanja Kerschbaumer. „Der Berg verzeiht einem gewisse Sachen einfach nicht“, sagt die 22-Jährige. Unter der Woche studiert sie in Graz, am Wochenende rettet sie Menschen in den Bergen. Freiwillig und ehrenamtlich. Laura Mlakar war in Admont in der Steiermark und hat jene Menschen getroffen, die hinter den Einsätzen der Bergrettung stehen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 14.02.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 09.02.2026 ORF 2 Folge 253
Folge 14 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 23.02.2026 ORF 2 Folge 254
Folge 15 (45 Min.)14-Jährige ersticht Frau – wurde die Gefahr übersehen? „In diesem Fall war das Mädchen ausschließlich mit Selbstverletzungen auffällig geworden. Es gab keine Hinweise auf eine akute Gefährdung gegen andere“, so die Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Trotz der engmaschigen Betreuung sticht die 14-Jährige mit psychischer Erkrankung auf eine fremde 64-Jährige ein, die sich auch auf dem Friedhof aufhält. Das Mädchen soll zuvor starke Medikamente eingenommen haben. Sie war mit drei weiteren Jugendlichen in einer psychosozialen, offenen Wohngemeinschaft mit vier Betreuungspersonen untergebracht.Handelt es sich um einen unvermeidlichen Einzelfall, oder wurde die Krise des Mädchens nicht erkannt? Andrea Poschmaier und Michaela Rädler berichten. Flugzeugabsturz in der kanadischen Wildnis „Plötzlich sinkt das Flugzeug, wir steuern auf die Bäume zu und dann war es irrsinnig laut“, erinnert sich Martin Schotte, der eine Pension in Traiskirchen in Niederösterreich betreibt. Mit seinem besten Freund Harald möchte er durch Kanada reisen, um Lachse zu angeln. Es ist der große Traum der beiden Köche. Doch beim Absturz mit einer einmotorigen Maschine kommt Harald ums Leben, während Martin Schotte sich unverletzt aus dem Wrack befreien kann. Savanka Schwarz mit einer Geschichte über Verlust und Aufarbeitung. Arbeiten im Alter „Ich komme mir so nutzlos vor, wenn ich nur zu Hause liege und nichts mache“, sagt der 69-jährige ehemalige Mietwagenunternehmer Egon Jocher. Er arbeitet in der Pension als Fahrer für seinen ehemaligen Mitarbeiter. Studien zeigen, dass ein abrupter Übergang in die Pension krank machen kann. Die Wertschätzung älterer Mitarbeiter:innen hängt von der Konjunktur ab, sagt der Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler: „Bei guter wirtschaftlicher Lage werden ältere Menschen eher behalten. Wenn es schwierig wird, werden die Arbeitsplätze für jüngere Personen reklamiert.“ Sylvia Unterdorfer hat Menschen getroffen, die nach ihrer Pensionierung weiterarbeiten. Stefanie Pesendorfer – Die Eiskunstläuferin über Leidenschaft und Leistungsdruck „Nirgends fühle ich mich so frei wie auf dem Eis.“ Stefanie Pesendorfer trainiert seit fast 20 Jahren. Dabei ist die Oberösterreicherin erst 23 Jahre alt. 2022 wird sie Österreichische Staatsmeisterin und nimmt an den Weltmeisterschaften teil. Erwartungen und Leistungsdruck haben bei ihr eine Essstörung und Depressionen zur Folge. „Ich würde mir wünschen, dass jede Körperform in diesem Sport ihre Berechtigung hat“, sagt sie. Die Wienerin Trixi Schuba hat 1972 bei den Olympischen Spielen im Eiskunstlauf Gold gewonnen. „Es hat sich im Sport wahnsinnig viel verändert, die Anforderungen sind viel größer geworden“, sagt die 74-Jährige. Eva Kordesch hat die beiden für THEMA getroffen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 07.03.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 02.03.2026 ORF 2 Folge 255
Folge 16 (45 Min.)Zwischen Bomben und Hoffnung – iranische Frauen „Ich mache mir große Sorgen um meine Familie im Iran und gleichzeitig hoffe ich, dass sie bald frei leben können“, sagt Parvin Razavi, die als Kind mit ihrer Familie nach Österreich geflohen ist. Die Eskalation bedeutet für viele Iranerinnen und Iraner auch Hoffnung auf ein Ende des Regimes. Gerade Frauen standen in den vergangenen Jahren an der Spitze der Protestbewegungen im Iran. Tausende wurden deswegen getötet. Wie blicken in Österreich Frauen mit iranischen Wurzeln auf ihre Heimat? Gibt es bei manchen die Hoffnung, dass das Mullah-Regime an der Macht bleibt? Savanka Schwarz und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.Schwangerschaftsabbruch: Braucht es Schutzzonen? „Ich hätte es trotzdem getan und wäre vielleicht dabei gestorben“, sagt Anja Mochar. Sie hat abgetrieben. Damals wurde die heute 52-Jährige von Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern auf dem Weg in die Klinik bedrängt und belästigt. Und auch heute demonstrieren junge Menschen wieder gegen Schwangerschaftsabbrüche. „Wir belästigen nicht. Wir sind nur hier und beten“, sagen Teilnehmerinnen einer 40 Tage und Nächte dauernden Demonstration vor der Ordination Gynmed in Wien. Bisher gibt es in Österreich kein bundesweites Gesetz, das Versammlungen vor Abtreibungskliniken einschränkt. Trotz der Fristenlösung bleibt der Schwangerschaftsabbruch ein Tabuthema, der Zugang ist schwierig. Frauen fordern Schutzzonen vor Kliniken. Andrea Poschmaier und Pia Bichara berichten. Hausärztemangel am Land „Wir haben die Stelle schon 16-mal ausgeschrieben“, sagt Christian Weninger, Bürgermeister von Lackenbach im Burgenland. Verzweifelt sucht er nach einer Hausärztin oder einem Hausarzt für seine Gemeinde. In den kommenden zehn Jahren erreicht mehr als jeder dritte Allgemeinmediziner das Pensionsalter, rechnet die Ärztekammer vor. Der junge Arzt Jakob Naber fährt von Wien in die kleine Gemeinde St. Georgen im Ybbsfelde. Er hatte die Idee, das Problem in Form einer Gemeinschaftspraxis zu lösen: „So habe ich nicht das Gefühl, ich muss mich als Einzelperson komplett verausgaben.“ Eine Reportage von Michaela Rädler. Lebensumstieg auf den Acker „Wenn mich die Nachbarn fragen, was ich da mache, antworte ich, Kulturgut bewahren“, lacht Michaela Schweiger. Die 43-jährige Steirerin ist stolz darauf, mit der Hand Heu zu machen – so wie ihre Großmutter. Dabei ist sie eine Quereinsteigerin in der Landwirtschaft. Als gelernte Hotelkauffrau arbeitete sie in aller Welt. Dann hat sie den 100 Jahre alten Hof ihrer Vorfahren in Villmannsdorf in Rottenmann revitalisiert. Heute ist ihre Marktgärtnerei ein florierender Betrieb. Sonja Hochecker hat sie für THEMA auf ihrem Bauernhof besucht. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 09.03.2026 ORF 2 Folge 256
Folge 17 (45 Min.)„Mein Sohn sagt, er fühlt sich lebendig begraben“, sagt eine Mutter aus der Steiermark, deren Sohn in der Justizanstalt in Krems-Stein inhaftiert ist. Bereits zweimal soll er in der Zelle versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Insassen berichten von überfordertem Justizwachepersonal, während dieses von massiver Unterbesetzung, zahlreichen Überstunden sowie Krankenständen spricht. „Das System quält Menschen“, sagt Pius Prosenz aus Klagenfurt. Er war 45 Jahre als Psychiater und forensisch-psychiatrischer Sachverständiger tätig. Die Zahl psychisch erkrankter Häftlinge in österreichischen Justizanstalten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.Dennoch fehlt es häufig an Zeit und Ressourcen, um diese Probleme zu lösen. Laura Mlakar und Anne-Maria Neubauer haben nachgefragt. ME/CFS – Gefangen im eigenen Körper „Ich habe einfach große Angst, nichts mehr tun zu können“, so Samuel Prinz-Reiterer. Für ihn wurde der Leidensdruck so groß, dass er an seinem 22. Geburtstag durch assistierten Suizid sein Leben beendet hat. Er litt wie etwa 70.000 andere Menschen in Österreich an ME/CFS, bekannt als chronisches Fatigue-Syndrom, das durch Virusinfektionen ausgelöst werden kann. Viele Betroffene sind so schwer krank, dass sie ihr Bett kaum noch verlassen können. Licht oder Geräusche verursachen Schmerzen. „Früher wollte ich reich sein, jetzt will ich einfach, dass meine Mama wieder gesund wird“, sagt Adrian Nekrep. Der 17-jährige Schüler pflegt seine an ME/CFS erkrankte Mutter. In der medizinischen Ausbildung wird die Krankheit kaum berücksichtigt, Anlaufstellen für Betroffene fehlen oder sind erst in Planung. Laura Mlakar hat für THEMA mit Angehörigen und Betroffenen gesprochen. „Forsthaus Schimanek“: Das Ende rechter Umtriebe? Zwölf Monate bedingte Haftstrafe wegen Wiederbetätigung für den ehemaligen FPÖ-Politiker René Schimanek. Er ist von allen politischen Ämtern zurückgetreten, auch als FPÖ-Stadtrat in Langenlois. 18 Monate bedingt für seinen Bruder Hans Jörg junior, ebenfalls wegen Wiederbetätigung. Ein Strafverfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Hochverrats gegen die beiden Söhne von Hans Jörg Schimanek junior in Deutschland. Das Ziel der „Sächsischen Separatisten“ soll es gewesen sein, mit Waffengewalt Gebiete in Deutschland zu erobern. Ihr Rückzugsort war das Forsthaus neben der Burgruine Kronsegg in Niederösterreich. Pia Bichara und Oliver Rubenthaler berichten für THEMA. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 23.03.2026 ORF 2 Folge 257
Folge 18 (45 Min.)Asbest im Burgenland: (K)ein Grund zur Sorge? „Überall finde ich Steine, die wahrscheinlich Asbest enthalten und das macht mir Angst“, sagt Julia Stipsits aus Hackerberg im Burgenland, während sie mit ihrem Hund auf einer Schotterstraße spazieren geht. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat auf das Asbest-Problem aufmerksam gemacht. Im Jänner dieses Jahres wurden im Burgenland vier Steinbrüche behördlich geschlossen, nachdem Gesteinsmaterial entdeckt worden ist, das einen erhöhten Asbestgehalt aufweist.Asbest, einst im Baugewerbe und in anderen Bereichen verwendet, ist bei Freisetzung der mikroskopisch kleinen Fasern gefährlich und kann tödliche Erkrankungen zur Folge haben. 1990 wurde die Verwendung von Asbest in Österreich verboten. Laura Mlakar und Oliver Rubenthaler haben für „Thema“ recherchiert. 24-Stunden-Betreuung – Angehörige fordern mehr Unterstützung: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie lange ich das noch schaffe“, sagt René Bizour, der sich zuhause gemeinsam mit einem Pfleger aus Rumänien um seinen 86-jährigen Vater kümmert. Die 24-Stunden- Betreuung daheim ist für den Staat deutlich billiger als die Unterbringung in einem Pflegeheim. Finanzielle und psychische Lasten tragen die Angehörigen. Für die 32-jährige Christine ist die vertraute Umgebung am Hof ihrer Familie aufgrund ihres Autismus am besten. 81 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben den Wunsch, im Falle der Pflegebedürftigkeit zu Hause betreut zu werden. Das hat eine Umfrage des Market-Instituts ergeben. Familien und Trägerorganisationen fordern eine faire Finanzierung. Das Sozialministerium stellt Verbesserungen in Aussicht. Matteo Glaser und Andrea Poschmaier haben nachgefragt. Aus Liebe zum Dorf – Projekte gegen Leerstand: Wenn das Lebensmittelgeschäft zusperrt, die letzten Geschäfte aus dem Ort verschwinden und die Jungen abwandern, wird es in Dörfern einsam. In der Region Schmidatal in Niederösterreich gibt es zwölf Prozent Leerstand. Das will man jetzt ändern. Die Initiative „Landschaftspark Schmidatal“ will Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dazu bewegen, Leerstände zu nutzen. In Dimbach in Oberösterreich hat man sich diese Gedanken schon vor 20 Jahren gemacht, als Tankstelle, Lagerhaus und Bäckerei aus dem Ort verschwunden sind. „Als dann auch der Lebensmittelhändler aufhören wollte, haben wir gewusst, dass wir etwas tun müssen“, sagt Andreas Schwaighofer vom Dorferneuerungsverein „Die Saat geht auf“. Die Menschen im Ort haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und Außergewöhnliches erreicht. Oliver Rubenthaler und Matteo Glaser berichten für „Thema“. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 18.04.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 13.04.2026 ORF 2 Folge 258
Folge 19 (45 Min.)Die Millionen-Masche – Betrugsfalle Polizistentrick „Bei mir rufen keine Betrüger mehr an“, sagt Leopoldine Zöhrer aus Rechnitz im Burgenland. Schon zweimal haben falsche Polizisten versucht, ihr Geld herauszulocken. Aber jedes Mal hat sie die Kriminellen in eine Falle gelockt und geholfen, die Betrüger zu verhaften. Die Tricks der falschen Polizisten werden immer gefinkelter und die Opferzahlen steigen. So wurde erst vergangenen Dienstag eine 91-jährige Wienerin von einem falschen Polizisten um einen fünfstelligen Geldbetrag betrogen. Obwohl die Polizei vor allem bei Seniorinnen und Senioren auf Präventivarbeit setzt und laufend warnt, erschleichen sich die Täter immer wieder sogar Beträge in Millionenhöhe. Sonja Hochecker und Anne-Maria Neubauer sprechen für „Thema“ mit Opfern und echten Polizisten.Tschernobyl – 40 Jahre Super-GAU In der Nacht auf den 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Sie gilt als der bisher schwerste Atomunfall in der Geschichte der Kernkraft. Ein Block des Kraftwerks in der heutigen Ukraine explodierte, große Mengen radioaktiver Stoffe wurden freigesetzt und weite Teile Europas kontaminiert. Tausende Menschen sind an den Folgen der Strahlung gestorben. Hunderttausende wurden umgesiedelt. Vor 20 Jahren hat Christoph Feurstein für „Thema“ die Region besucht. Er konnte damals mit Betroffenen sprechen und durfte in das Gebiet rund um das AKW, das zu dieser Zeit noch kaum zugänglich war. Auf die Taube gekommen – Haustier, Supersportler, Ärgernis? „Eine Taube als Haustier klingt vielleicht seltsam, ist aber nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass der Mensch sie über tausende Jahre gezüchtet hat“, sagt Fabian Hummer. Er hat eine Taube gerettet, die seitdem immer an seiner Seite ist. Im Shoppingcenter, beim Spazierengehen und sogar im Urlaub. Manche stören sich am Taubenkot, andere am Gurren, wieder andere züchten Brieftauben. In Wien versucht man die Taubenpopulation einzuschränken. „Wir haben eine Verantwortung den Tieren gegenüber, schließlich sind sie verwilderte Haustiere“, sagt Matthias Amon vom Wildtierservice der Stadt Wien. Wie kann es gelingen, den Tauben ein artgerechtes Leben zu ermöglichen? Und warum wird die Taube so unterschätzt? Savanka Schwarz über den Vogel, der polarisiert. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 25.04.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 20.04.2026 ORF 2 Folge 259
Folge 20 (45 Min.)Dick-Pics – Machtdemonstration durch unerwünschte Fotos: „Seit ich 14 Jahre alt bin, bekomme ich regelmäßig unerwünschte Dick-Pics von fremden Männern geschickt“, sagt Frederika Ferková. Sie ist damit nicht allein. Rund jede dritte Frau hat bereits ungefragt ein Foto des Geschlechtsorgans eines Mannes geschickt bekommen. Seit September 2025 ist das ungefragte Versenden von Genitalbildern strafbar. Doch obwohl eine Frau in Wien Anzeige erstattet hat und die Männer geständig waren, kam es zu keinem Verfahren. Wie kann das sein? Und was wollen Männer mit sogenannten Dick-Pics bewirken? Savanka Schwarz berichtet.Die Millionen-Masche – Betrugsfalle Polizistentrick: „Bei mir rufen keine Betrüger mehr an“, sagt Leopoldine Zöhrer aus Rechnitz im Burgenland. Schon zweimal haben falsche Polizisten versucht, ihr Geld herauszulocken. Aber jedes Mal hat sie die Kriminellen in eine Falle gelockt, was zu deren Verhaftung geführt hat. Erst vergangenen Donnerstag hat ein 88-jähriger Niederösterreicher falschen Polizisten Gold und Schmuck im Wert eines sechsstelligen Betrags übergeben. Obwohl die Polizei laufend warnt, erschleichen sich die Täter immer wieder sogar Beträge in Millionenhöhe. Sonja Hochecker und Anne-Maria Neubauer sprechen für „Thema“ mit Opfern und echten Polizisten. Vegane Kochlehre – ein Lehrberuf, der polarisiert: „Es sind so kreative Rezepte, die da rauskommen und meistens einfach Geschmacksexplosionen“, sagt Kerstin Helmlinger. Die 23- Jährige ist eine von elf vegan-vegetarischen Kochlehrlingen in Österreich. Köchin darf sie sich nach der dreijährigen Ausbildung trotzdem nicht nennen, sondern nur vegan-vegetarische Fachkraft. Rafael Pils ist nicht begeistert vom neuen Lehrberuf. Der Gastwirt betreibt in sechster Generation ein Wirtshaus in Eschenau in Niederösterreich: „Wir sind ein kleiner Betrieb, da ist es finanziell nicht machbar, dass einer nur für Gemüse zuständig ist.“ Michaela Rädler über die neue Ausbildung, die manche für unnötig, andere für längst überfällig halten. Im Rausch der Blumen: „Ich nenne sie Soulflowers, Blumen für die Seele“, sagt Katharina Reckendorfer. Sie ist Blumenbäuerin in Schönkirchen im Weinviertel. Die studierte Grafikdesignerin baut im Nebenerwerb Tulpen, Pfingstrosen und Dahlien ohne Pestizide an. „Es gibt kaum etwas Schöneres als einen Strauß verwelkender Tulpen“, sagt Franz-Josef Wein. In seiner Meisterklasse im Stift Zwettl wird der Blick für das Ungewöhnliche geschult. Ein luftiger Strauß aus Wiesenblumen und Unkraut zum Beispiel. „Nichts berührt uns so sehr wie Blumen“, sagt er. Sonja Hochecker über die Sehnsucht nach Natur, die kunstvoll in Szene gesetzt wird. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 02.05.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 27.04.2026 ORF 2 Folge 260
Folge 21 (45 Min.)Trockenheit in Österreich – Wenn das Wasser knapp wird: „Ohne Maßnahmen wäre uns am Wochenende das Wasser ausgegangen“, sagt Josef Müller, Bürgermeister von Griffen in Kärnten. In der Marktgemeinde ist derzeit weder Autowaschen noch das Gießen des Gartens erlaubt, Swimmingpools dürfen nicht befüllt werden, Trinkwasser wird aus einer Nachbargemeinde zugeliefert. Kärnten erlebt in manchen Regionen den trockensten Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Mühlviertel in Oberösterreich müssen Gemüsebauern bereits intensiv bewässern, Grünlandbauern bangen um den ersten Schnitt.Und aktuell ist keine Entspannung der Situation in Sicht, berichten Oliver Rubenthaler und Markus Waibel. Asbest im Burgenland – Wie groß ist das Risiko? „Unsere Angst ist so groß, dass wir uns nicht trauen einzuziehen.“ Deborah und David Bunas aus Heiligenbrunn im Südburgenland haben sich den Traum vom eigenen Haus erfüllt und aus ökologischen Gründen die Zufahrt geschottert. Doch im Schotter ist Asbest. In Ollersbach im Bezirk Güssing ließ der Bürgermeister nach einem Asbestfund im Gestein einen Kinderspielplatz sperren und will ihn jetzt mitsamt der Zufahrtsstraße sanieren lassen. „Nicht nötig“, sagen die Steinbruchbetreiber und kritisieren die Messmethoden. Wie gefährlich ist die Asbestbelastung im Burgendland tatsächlich? Anne- Maria Neubauer hat recherchiert. Obdachlosigkeit – Wenn Jugendliche kein Zuhause haben: „Es ist ein Leben wie in einem Film, man kann sich das nicht vorstellen“, sagt Naomi Wiener aus Vöcklabruck. Als ihre Mutter sie aus der Wohnung wirft, hat die heute 21-Jährige drei Jahre kein eigenes Zuhause. Ein Drittel der wohnungslosen Menschen in Österreich ist unter 30. Sie schlafen oft nicht auf der Straße, sondern wechseln zwischen den Sofas von Bekannten und Notquartieren. Der 21-jährige Sebastian aus Tirol hofft in Wien auf bessere Chancen. Im JUCA-Haus der Caritas findet er vorübergehend Unterkunft. Die Wartelisten dort sind lang. Ein Bericht von Leon Hoffmann-Ostenhof. Die Nonnen von Goldenstein – Aufregung um Besuch im Vatikan: Sie fahren, sie fahren nicht – groß war die Verwirrung um die geplante Reise der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Nonnen von Goldenstein. Am vergangenen Dienstag sind die betagten Frauen schließlich doch in Rom angekommen, haben an der Generalaudienz beim Papst teilgenommen und sich damit, wie sie selbst sagen, einen langgehegten Traum erfüllt. Unklar ist jetzt, welche Konsequenzen diese Reise hat, denn erlaubt war diese angeblich laut Erzdiözese nicht. Es ist ein weiteres Kapitel rund um die Nonnen, die seit vergangenem Jahr um ihren Verbleib im Kloster kämpfen und offenbar immer mehr zum Spielball ihres Umfelds werden, berichten Cornelia Vospernik und Eva Kordesch. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Sa. 09.05.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 04.05.2026 ORF 2 Folge 261
Folge 22 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 16.05.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 11.05.2026 ORF 2 Folge 262
Folge 23 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 18.05.2026 ORF 2 Folge 263
Folge 24 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 01.06.2026 ORF 2 Folge 264
Folge 25 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 3sat Original-TV-Premiere Mo. 08.06.2026 ORF 2
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