Folge 6

  • 6. Hundetraining: Maje und ihr Assistenzhund

    Folge 6 (25 Min.)
    Hundetraining: Maje und ihr Assistenzhund: Die Reportage begleitet ein Mädchen mehr als zwei Jahre lang auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit mit Hilfe eines Assistenzhundes. Anfangs ist Maje zehn Jahre alt und ihr Labradoodle Mika ein Welpe. Am Ende des Films ist Maje in der Pubertät und Mika ein erwachsener Hund. Maje lebt seit ihrer Geburt mit einer chronischen Muskelerkrankung, die ihren Alltag einschränkt. Dinge aufheben, Jacken ausziehen oder längere Strecken gehen – vieles erfordert für sie deutlich mehr Kraft als für andere Kinder. Die Krankheit ist Teil ihres Lebens, doch sie definiert es nicht. Im Mittelpunkt der Doku steht der Labradoodle Mika, der bereits als Welpe zu Maje kommt und den sie zu ihrem Assistenzhund ausgebildet wird. Unterstützung bekommt Maje von ihren Eltern und einer professionellen Trainerin. Die Kamera begleitet die beiden über einen längeren Zeitraum hinweg und zeigt nicht nur Trainingserfolge, sondern auch Rückschläge, Zweifel und emotionale Momente. Das Hundetraining erfordert Geduld, Konsequenz und Ausdauer – nicht nur vom Hund, sondern auch von Maje selbst. Gemeinsam lernen sie Abläufe, Kommandos und Standards, die im späteren Alltag entscheidend sind. Die Dokumentation macht deutlich, dass der Weg zum Assistenzhund kein standardisierter Prozess ist. Neben dem intensiven Training spielen organisatorische und finanzielle Herausforderungen eine große Rolle. Die Prüfung zum Assistenzhund kann lange Zeit nicht stattfinden, da
    das Behindertengleichstellungsgesetz geändert wird und das neue Gesetz noch nicht umgesetzt ist. Für die Familie bedeutet das Unsicherheit – und gleichzeitig die Notwendigkeit, dranzubleiben. Maje nimmt diese Herausforderungen bemerkenswert reflektiert an. Sie spricht offen über Frustration, Angst vor dem Scheitern, aber auch über Hoffnung und Stolz. Besonders eindrucksvoll ist die Rolle, die Maje selbst im Trainingsprozess einnimmt. Sie ist keine passive Empfängerin von Hilfe, sondern aktiv beteiligt: Sie gibt Kommandos, korrigiert Mika, bleibt konsequent, auch wenn ihr die Kraft fehlt. Dabei zeigt die Doku, wie viel Verantwortung Kinder mit Behinderung oft schon früh übernehmen müssen – und wie sie daran wachsen. Mika ist in dieser Geschichte weit mehr als ein Helfer auf vier Pfoten. Er ist Motivator, emotionaler Anker und zuverlässiger Begleiter. Gleichzeitig wird er als junger Hund gezeigt, der Fehler macht, sich ablenken lässt und lernen muss. Diese ehrliche Perspektive macht die Beziehung zwischen Mensch und Tier nachvollziehbar und authentisch. Die Doku über Maje ist kein klassisches Porträt über Krankheit, sondern eine feinfühlige Beobachtung von Selbstermächtigung, Durchhaltevermögen und dem Wunsch nach Normalität. Sie zeigt, wie technische Standards, gesellschaftliche Strukturen und persönliche Grenzen aufeinandertreffen – und wie viel Kraft darin liegt, einen eigenen Weg zu gehen, auch wenn er länger, steiniger und unsicherer ist als geplant. (Text: KiKA)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 28.05.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 31.05.2026 KiKA

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So. 31.05.2026
20:35–21:00
20:35–
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