• Folge 325 (30 Min.)
    Ihr werdet etwas erleben, so laut, so leidenschaftlich, sowas habt ihr noch nie gesehen: Diese Sätze hört man sehr häufig von türkischen Fußballfans, denen man sagt, dass man das Istanbuler Stadtderby zwischen Galatasaray und Fenerbahce besucht. Und sie behalten damit recht. Im vierten Teil der Serie über die größten Stadtderbys im Weltfußball widmen sich die Autoren Willem Konrad, Ben Wozny und Ole Zeisler dem sogenannten eurasischen Duell zwischen „Gala“ und „Fener.“ Eine tief verwurzelte Rivalität, die seit über 100 Jahren andauert. Galatasaray, der stolze und große Club in Istanbul, der sich als Elite-Klub mit viel Sinn für Bildung versteht, auf der europäischen Seite der Stadt – und Fenerbahce, der vermeintliche Underdog, der Galatasaray schon so oft ärgern und die Meisterschaft feiern konnte, beheimatet in Kadiköy, dem Stadtteil auf der asiatischen Seite des Bosporus. Aber woher kommt diese Rivalität? Ist sie tatsächlich nur in der Interkontinentalität begründet? Welche Rolle spielen Religion, Politik und eben die unterschiedlichen Historien und Entstehungsgeschichten der beiden Klubs? Diese Fragen beantworten türkische und deutsche Fans, Ultras, Journalisten, Vereinsverantwortliche der beiden Lager – und natürlich der Besuch des hitzigen und emotionalen Derbys selbst. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.10.2026 NDR
  • Folge 326 (30 Min.)
    Groundhopping mal anders: Eine Kreisklassenmannschaft aus Braunschweig spielt in verlassenen Stadien und erweckt die vergessenen Fußballtempel damit ein letztes Mal zum Leben. Die Spieler des Polizeisportvereins Braunschweig sind Fußballromantiker. „Andere wollen in ihrem Leben einmal den Louvre oder Notre-Dame sehen, unser Kultururlaub findet eben auf verschiedenen Fußballplätzen statt“, sagt Stürmer Helge Keller stellvertretend für seine Mannschaftskollegen. Ihre Leidenschaft für Fußballplätze oder wie sie es nennen, ihre „etwas merkwürdige Neigung“, hat die Braunschweiger vor einigen Jahren auf die Idee gebracht, auch sogenannte Lost Grounds zu bespielen, also Fußballplätze, die aufgegeben worden sind. Sie lieben das Abgewetzte, die Patina, die Geschichten und besonderen Atmosphären dieser Orte, wo schon längst kein Ball mehr rollt. Um diese Stadien aus dem Dornröschenschlaf zu befreien, bedarf es viel Planung und noch mehr Engagement. Doch die Braunschweiger setzen ihren Traum in die Realität um: ob das Motodrom Halbemond in Ostfriesland oder der altehrwürdige Millmoor Ground in England: Der Platz muss gewalzt, die Spielstätte gereinigt werden, es braucht Toiletten und zu jedem Spiel ein eigenes Stadionheft. Selbst das Olympia-Skisprungstadion in Garmisch-Partenkirchen haben sie in einen Fußballplatz verwandelt, streng nach offiziellen Regularien für mehrere Tausend Zuschauer. „Wenn sich die Groundhopper nach dem Spiel mit Tränen in den Augen dafür bedanken, dass wir das möglich machen und sie für ein weiteres Stadion sammeln konnten, dann weiß man, warum man das alles auf sich nimmt. Das ist einfach unglaublich“, so Kapitän Nils Burgdorf. Die Groundhopper-Community ist international und gut vernetzt. Es geht darum, möglichst viele Stadien in möglichst vielen Ländern zu besuchen. Wiebke Roprecht aus Wilhelmshaven ist eine von wenigen Frauen in der von Männern dominierten Szene. „Groundhopping ist populärer und auch ein bisschen diverser geworden. Aber Frauen sind immer noch unterrepräsentiert“, sagt Wiebke. Sie möchte das ändern, postet deshalb viel auf Instagram und spricht offen über ihr Hobby. Fotograf Ian Hunter hat die Spiele der Braunschweiger in England besucht und erzählt mit leuchtenden Augen, wie es früher zuging auf den mittlerweile verlassenen Plätzen der Insel. Ihr neustes Projekt führt die Braunschweiger nach Marl ins Ruhrgebiet. Im dortigen Jahnstadion spielte der TSV Marl-Hüls früher vor 18.000 Zuschauern. Inzwischen sind die Tribünen verfallen und auf dem Rasen wird Baseball gespielt. Viel Arbeit für die Jungs aus dem Norden. Aber natürlich sind die Groundhopper wie Wiebke und Ian auch dabei, um einen weiteren Stadionpunkt zu sammeln. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 NDR
  • Folge 327 (30 Min.)
    Vor zwei Jahren hat Mandy Jordemann, Kampfname Harley Cash, sich im Wrestling-Training schwer verletzt. Das Kreuzband und mehrere Sehnen waren gerissen, es folgten sechs Operationen und einige Monate im Rollstuhl. „Das war eine sehr harte Nummer, lebensverändernd“, sagt Jordemann. Dennoch trainiert sie für ihr Comeback im Ring, für einen Auftritt in der Markthalle in Delmenhorst. „Wrestling ist halt mein Ding. Das lasse ich mir nicht verbieten.“ Ihre Gegnerin an diesem Abend: Alexandra Lippmann alias Lexa Valo. Die Duisburgerin hat früher professionell Eishockey gespielt, dann entdeckte sie das Wrestling für sich. Mittlerweile tourt sie durch ganz Deutschland. „Leistungssport ist eine reine Performance-Geschichte. Wenn man zum Theater geht, ist das Schauspiel. Wrestling vereint beides und die Kombination macht mir großen Spaß.“ Das Event wird organisiert von Christian Städter, der nicht nur als Veranstalter fungiert, sondern auch die Wrestlerinnen und Wrestler bucht, Werbeflyer verteilt, Eintrittskarten laminiert. Und letztlich an diesem Abend selbst in den Ring steigt. Städter aus Visselhövede in Niedersachsen, Kampfname Crazy Johnny Tiger, kam 1994 zum Wrestling, bewunderte damals Hulk Hogan, den größten Wrestling-Star aller Zeiten. Nun holt er Kämpfer nach Delmenhorst, die einst gegen die Legende im Ring standen wie The Barbarian und The Warlord. Fans aus ganz Deutschland reisen an, um die Stars der Szene live zu erleben. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.11.2026 NDR

Mehr Spoiler…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App