• Folge 315 (30 Min.)
    „Bei uns hängt der Erfolg davon ab, ob meine Hand wenige Zentimeter links oder rechts ist. Heldin oder Versagerin, das liegt so nah beieinander“, sagt die Spielerin vom VfL Wolfsburg, ein Mathematikgenie. Sie hätte sogar an der renommierten Harvard Universität in den USA studieren können, entschied sich aber für den Fußball und ein paralleles Studium im Ruhrgebiet. Ihr Interesse für Wissenschaft hält an – deutlich zu sehen bei einem Besuch des Wolfsburger Phaeno Museums. – Bild: NDR/​Inka Blumensaat
    „Bei uns hängt der Erfolg davon ab, ob meine Hand wenige Zentimeter links oder rechts ist. Heldin oder Versagerin, das liegt so nah beieinander“, sagt die Spielerin vom VfL Wolfsburg, ein Mathematikgenie. Sie hätte sogar an der renommierten Harvard Universität in den USA studieren können, entschied sich aber für den Fußball und ein paralleles Studium im Ruhrgebiet. Ihr Interesse für Wissenschaft hält an – deutlich zu sehen bei einem Besuch des Wolfsburger Phaeno Museums.
    Held oder Versager – darüber entscheiden oft Sekundenbruchteile. Torhüter und Torhüterinnen parieren Bälle und stoppen Gegner, dabei riskieren sie manchmal gar die eigene Gesundheit. Auch die mentale Belastung ist enorm. Was bewegt sie? Welche Meilensteine und Misserfolge prägen ihre Karrieren? Wie gehen sie mit dem Druck um? Darüber sprechen die Schlussleute Oliver Baumann, Stina Johannes und Ron-Thorben Hoffmann. Oliver Baumann, der Spätberufene: Er feierte sein Debüt als Fußballtorwart im Nationalteam mit 34 Jahren. Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer und den schweren Verletzungen von Marc-André ter Stegen setzt Bundestrainer Nagelsmann nun auf ihn. Der Fußballer der TSG 1899 Hoffenheim wird im Sommer 2026 sein erstes großes Turnier spielen: die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA. Baumann musste lange um Aufmerksamkeit kämpfen, jetzt steht er im Fokus wie nie zuvor. Er weiß aber auch, die Dimensionen von Rückschlägen einzuordnen. Sein Vater starb an Krebs, als Baumanns Karriere, damals beim SC Freiburg, richtig Fahrt aufnahm. Der Verlust seines Vaters beschäftigt ihn bis heute. Die Dokumentation zeigt neben vielen Eindrücken vom Fußballplatz auch sein Engagement für schwer kranke Kinder und deren Eltern. Stina Johannes ist die „Nummer Zwei“ im Fußball-Nationalteam der Frauen und hatte als Vertreterin der damals verletzten Ann-Katrin Berger großen Anteil am Einzug der deutschen Fußballerinnen ins Nations League Finale im Jahr 2025. Johannes wurde für ihre Paraden gefeiert, muss aber auch immer wieder mit eigenen Fehlern und harscher Kritik umgehen. „Bei uns hängt der Erfolg davon ab, ob meine Hand wenige Zentimeter links oder rechts ist. Heldin oder Versagerin, das liegt so nah beieinander“, sagt die Spielerin vom VfL Wolfsburg, ein Mathematikgenie. Sie hätte sogar an der renommierten Harvard Universität in den USA studieren können, entschied sich aber für den Fußball und ein paralleles Studium im Ruhrgebiet. Ihr Interesse für Wissenschaft hält an – deutlich zu sehen bei einem Besuch des Wolfsburger Phaeno Museums. Ron-Thorben Hoffmann wurde beim FC Bayern München ausgebildet und hat von Manuel Neuer gelernt, für viele der beste Torhüter aller Zeiten. Seit 2022 spielt Hoffmann mit einer kurzen Unterbrechung bei Eintracht Braunschweig, also seit Jahren im Abstiegskampf. Im vergangenen Jahr bewahrte er das Team mit überragenden Leistungen in der Relegation vor dem Absturz in die Dritte Liga. Auch in dieser Saison geht es wieder um den Klassenerhalt. Viel Druck, viel Verantwortung. Hoffmann macht sich u.a. beim Neurotraining fit für die großen Herausforderungen – und entspannt als Hobby-Barista zu Hause an der Kaffeemaschine. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 NDR
  • Folge 316 (30 Min.)
    Für die „Generation Sommermärchen“ war das Jahr 2006 nicht nur ein Sommer des großen Fußballs, sondern auch eine Zeit des eigenen Erwachsenwerdens.
    Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland: ein ganz besonderes Turnier. Die „Sportclub Story“ erzählt darüber mit den Augen von Lena Cassel (Fernsehmoderatorinn und Sportjournalistin), Kevin Kühnert (SPD, ehemaliger Politiker) und Marcell Jansen (ehemaliger Profispieler, jetzt Fußballfunktionär). Für die „Generation Sommermärchen“ war das Jahr 2006 nicht nur ein Sommer des großen Fußballs, sondern auch eine Zeit des eigenen Erwachsenwerdens. 20 Jahre später stellen sich die Fragen: Was bleibt von diesem einzigartigen Gefühl? Welche Geheimnisse können heute gelüftet werden? Welche Erinnerungen sind unantastbar? Und welche haben sich mit der Zeit verändert? Für viele Menschen in Deutschland bedeutet die FIFA Fußball-WM 2006 einen Ausnahmezustand: ein Meer aus Fahnen, ausgelassene Straßenfeste und eine neue, ungewohnte Leichtigkeit im Land. Für die „Generation Sommermärchen“ war die Weltmeisterschaft mehr als ein sportliches Großereignis – diese Weltmeisterschaft wurde zu einem prägenden Moment ihrer eigenen Biografie. Während Deutschland sich neu entdeckte, wurde diese Generation ein Stück erwachsener. Der Film von Tom Gerntke und Jonas Freudenhammer wirft einen sehr persönlichen Blick auf diese Zeit. Er begleitet drei prominente Stimmen einer Generation zurück in den Sommer 2006 – dorthin, wo vieles begann und alles möglich schien. Marcell Jansen ist damals jüngster Spieler im DFB-Team und muss von der Berliner Polizei vor einer Blamage bewahrt werden. Kevin Kühnert reist zurück an den Ort, wo er Fußball erstmals allein, ganz ohne Eltern, erlebt. Und für Lena Cassel wird dieser Sommer zum Symbol des Aufbruchs – vom Fußball auf Ascheplätzen hin zu ganz neuen Möglichkeiten. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 31.05.2026 NDR

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