• Reise des Herzens

      Fernsehfilm in 2 Teilen
      Deutsche Erstausstrahlung: 15.04.2001 ZDF

      Felix, Mitte 40, hat eigentlich alles, was sich ein Mann in seinem Alter wünschen kann: eine florierende Zahnarztpraxis, er ist verheiratet mit einer hübschen Frau und einen treuen, liebenswerten Freund. Doch Felix ist unglücklich, denn Clara betrügt ihn.

      Martin weiß um Felix’ Situation. Schon zu lange kriselt es in dieser Beziehung, und Felix sieht tatenlos zu. Er lädt ihn zum Italiener ein, um ihm endlich einmal die Möglichkeit zu geben, sein Leben mit Clara zu reflektieren. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass sie fremdgeht. Seit neun Monaten hatten sich die beiden Freunde nicht mehr gesehen. Behutsam versucht Martin die Gründe für sein lethargisches Verhalten herauszufinden. Felix wirkt abwesend, ist wortkarg und nur schwer mit den üblichen Scherzen seines Freundes aufzumuntern. Selbst die Anwesenheit von Kellnerin Maria, einer Frau von magischer Schönheit, erotisch und voller Wehmut, registriert er kaum. Dabei ist sie die Einzige, die seine Traurigkeit nur mit ein paar Worten durchdringt. Martin überredet Felix, ihn bei seinem neuesten Filmprojekt zu begleiten: eine Dokumentation über eine Männergruppe, die auf der Suche nach dem „inneren Helden“ ist. Das bringt Ablenkung und ihn vielleicht auf andere Gedanken und Einsichten. Felix willigt ein. Die therapeutischen Experimente dieses Männerseminars rütteln ihn unfreiwillig auf. Er merkt, dass er es in seiner Ehe keinesfalls mit einer vorübergehenden Unzufriedenheit zu tun hat, die sich wie sonst von allein löst, sondern dass er handeln muss. Endlich reden und handeln. Mutig und entschlossen betritt er seine Wohnung, um Clara für sich zurückzugewinnen, um Fehler in ihrem gemeinsamen Leben zu suchen, um einen neuen Weg zu finden, der beide glücklich macht. Statt dessen erwischt er sie in flagranti mit ihrem Golflehrer. Skrupellos betreiben sie ihr Liebesspiel in seinem Schlafzimmer. Felix rastet aus. Er, der sonst ruhig, fast schüchtern wirkt, wird aggressiv und handgreiflich: Zum Entsetzen von Clara prügelt er seinen Widersacher aus der Tür, packt seine Sachen und verlässt die Wohnung mit einer Ungewissheit, die ihn zu ersticken droht. In diesem Moment begegnet er ihr: Maria. Sie sieht ihn nur an. Lange. Er hat die Erkenntnis, dass noch nie in seinem Leben ihn etwas so sehr getroffen hat wie Marias Blick, wie ihre wortlose Liebeserklärung an ihn. Langsam gehen sie aufeinander zu, umarmen sich zaghaft. Es ist eine starke, tiefe, erlösende Umarmung. Felix spürt, dass diese Kraft neues Leben in ihm freisetzt, und er lässt sich von ihr treiben. Maria nimmt Felix mit zu sich nach Hause. Sie sprechen nicht viel. Sie wissen, dass sich soeben etwas ereignet, dass nur wenigen Menschen vergönnt ist. Zu erkennen, dass man zusammengehört. Das Glück scheint vollkommen, zu vollkommen. Bis ihn am nächsten Morgen ein Albtraum wach werden lässt. Drei wildfremde Männer stehen in der Tür, zerren Maria aus seinen Armen und schlagen ihn brutal zusammen. Ihre Herkunft: Sizilien. (Text: ZDF)

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