bisher 54 Folgen, Folge 37–54
37. Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich
Folge 37 (30 Min.)Im Berliner Kiez an der Kurfürstenstraße prallen zwei Realitäten aufeinander: Der Wunsch nach einem sicheren Zuhause – und eine Situation rund um den Straßenstrich, die sich zuspitzt. Die Reportage „Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich“ erzählt nah, direkt und beobachtend von einem Ort mit wachsender gesellschaftlicher Sprengkraft. Rund um die Kurfürstenstraße an der Bezirksgrenze von Mitte und Schöneberg sind in den vergangenen Jahren moderne Wohnhäuser entstanden. Neue, zahlungskräftige Mieter und Eigentümer sind eingezogen – viele in der Erwartung, dass sich das Milieu mit der Gentrifizierung zurückziehen würde.Doch das Gegenteil ist eingetreten: Drogenkonsum, Gewalt und Verwahrlosung prägen zunehmend das Straßenbild. Für die Anwohnenden bedeutet das einen Alltag zwischen Verunsicherung und Ohnmacht. Die Kamera begleitet Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem direkten Lebensumfeld. Viele von ihnen möchten aus Angst anonym bleiben. Sie berichten von Einbrüchen, beschädigtem Eigentum und fremden Personen im Haus. Einige sprechen offen von Angst, andere von Frustration – und davon, sich von Politik und Behörden im Stich gelassen zu fühlen. Gleichzeitig blickt die Reportage auf die Entwicklung eines Kiezes im Wandel. Prostitution gehört hier seit Jahrzehnten zum Alltag. Doch was früher zumindest teilweise von Austausch und gewachsenen Strukturen geprägt war, ist heute zunehmend von Anonymität und Härte bestimmt. Der evangelische Pfarrer Burkhard Bornemann, der lange als Vermittler im Kiez aktiv war, beschreibt eine spürbare Verschärfung der Lage in den vergangenen Jahren. Stationäre Hilfsangebote mussten sogar eingestellt werden, nachdem selbst diese Räume vom Milieu vereinnahmt wurden. „Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich“ führt diese Perspektiven zusammen, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Reportage zeigt einen Kiez am Kipppunkt: zwischen Aufwertung und Verdrängung, zwischen Sicherheitsbedürfnis und sozialer Realität. Ein System aus Armut, Abhängigkeit und Gewalt lässt sich nicht wegmodernisieren – und stellt Politik, Gesellschaft und Anwohner gleichermaßen vor Herausforderungen. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 11.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 12.05.2026 rbb 38. Orte des Miteinanders – Auf der Suche nach Verständigung
Folge 38 (30 Min.)Spaltung, Empörung, Aufregung. Viele reden – kaum jemand hört noch zu. Wir haben es uns bequem gemacht in unseren Filterblasen, zusammen mit ähnlich Denkenden. Es fällt uns schwer, Menschen mit anderen Meinungen zu zuhören, zu akzeptieren und im besten Fall wertschätzend miteinander zu diskutieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Umso wichtiger ist es, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch wie soll das gehen? Und vor allem wo? Die rbb-Reporterin Leonie Schwarzer ist in Berlin unterwegs und entdeckt verschiedene Orte, an denen Menschen ihre Komfortzonen verlassen, sich zuhören und miteinander reden.Zum Beispiel im Workshop „demoSlam“, einem innovativen Dialogformat aus Charlottenburg, bei dem sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen vor Publikum austauschen. Hier gibt es keine Gewinner – oft aber gegenseitiges Verständnis und Respekt. Auch im Prenzlauer Berg werden „Orte des Miteinanders“ mehr denn je geschätzt. Im Kultur- und Kiez-Treffpunkt „La Boheme“ kommen seit zwanzig Jahren Nachbarn und Fremde, Alte und Junge, Kulturinteressierte und Kaffeeliebhaber zusammen, um gemeinsam Zeit zu verbringen, sich auszutauschen. Ein Wohnzimmer für Viele, das heute nicht mehr selbstverständlich scheint, da es um seine Existenz ringen muss. Offen für alle ist auch der Chor „Die Weltberliner“, in Treptow-Köpenick. Regelmäßig treffen sich hier Menschen aus verschiedenen Lebenswelten, um gemeinsam zu singen und miteinander zu diskutieren. Egal ob Supermarktmitarbeiter, Ärztin, Studierende oder Rentner – Musik verbindet, schafft Nähe und Austausch. Eine Berliner Spurensuche nach dem Miteinander in unruhigen Zeiten. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 19.05.2026 rbb 39. Fight Club Berlin – warum Kampfsport boomt
Folge 39 (30 Min.)Mixed Martial Arts boomt – auch in Berlin und Brandenburg. Was lange als Nischensport galt, füllt heute Hallen, Fitnessstudios und Social-Media-Feeds. Immer mehr Jugendliche entdecken MMA, Kickboxen oder Thaiboxen für sich. Die Reportage „Käfig statt Bolzplatz – der neue Kampfsportboom“ begleitet junge Kämpferinnen und Kämpfer, Trainer und Familien – und zeigt, warum Kampfsport für viele weit mehr ist als körperlicher Wettkampf. Im Berliner Wedding trainiert der 23-jährige Oneel Agbanama für seinen großen Traum: Er will MMA-Profi werden. Europameister bei den Amateuren ist er bereits. Ein- bis zweimal täglich steht er im größten MMA-Gym Europas im Käfig oder im Kraftraum.Die Reportage begleitet ihn beim harten Sparring, im Fitnessstudio und zu einem Kampf nach Köln – und zeigt, wieviel Disziplin es braucht und auf was er verzichten musste, um seinen Traum zu verwirklichen. Ein gutes Beispiel wie sehr Kampfsport ein Leben verändern kann, erzählt die Geschichte von Emre Arslan. Der ehemalige Straßenkämpfer mit Knasterfahrung hat über den Sport ein neues Lebensziel gefunden: Heute arbeitet er als Trainer mit Jugendlichen, die ähnliche Erfahrungen machen, wie er selbst damals. Emre Arslan versucht, seinen Schützlingen genau das weiterzugeben, was ihm selbst geholfen hat: Kontrolle, Respekt und die Chance, ein Leben ohne Straftaten zu leben). Gleichzeitig wächst die Szene rasant – Gyms verzeichnen steigende Mitgliederzahlen, große Veranstaltungen wie OKTAGON 90 in der Berliner Uber Arena machen die Hauptstadt zu einem internationalen Hotspot des Kampfsports. Doch der Boom hat viele Gesichter – auch immer mehr Mädchen und Frauen begeistern sich für den Trendsport. Im Kampfsportverein Combat in Wilmersdorf trainiert Rouida Iriz Kinder ab drei Jahren ebenso wie ambitionierte Wettkämpferinnen und Wettkämpfer. Mit dabei: ihre zwölfjährige Tochter Selma, die bis zu fünfmal pro Woche trainiert und bei den Berlin-Brandenburg-Meisterschaften unbedingt gewinnen will. In Bad Freienwalde baut Thaiboxer Stefan Grasse währenddessen sein eigenes Gym auf – getragen von der wachsenden Begeisterung für den Sport. Und auch die Schüler Philipp Tornow und Nick Voß leben den Kampfsport längst als Lifestyle: Gesunde Ernährung statt Fast-Food, Training statt Party. Die Reportage erzählt von einem Sport zwischen Disziplin und Risiko – und von der Frage, warum ausgerechnet MMA für viele junge Menschen zum Ort der Orientierung geworden ist. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 22.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 26.05.2026 rbb 40. Minizimmer zu Mondpreisen – Miet-Abzocke in Berlin
Folge 40 (30 Min.)Knapp 6 Quadratmeter für 600 Euro. Wer gerade nach Berlin zieht, hat es schwer, etwas anderes als möblierte Zimmer auf Zeit zu überteuerten Mieten zu finden. Die angespannte Lage am Wohnungsmarkt in Berlin macht es Vermietern möglich „Mondpreise“ zu verlangen, denn beim „Wohnen auf Zeit“ gilt die Mietpreisbremse nicht. Einige Wohnungsbesitzer gehen sogar noch weiter: Sie trennen die Zimmer in ehemaligen Mietwohnungen einfach durch Rigips-Wände und bieten diese neuen Mini-Zimmer gewinnbringend an. In einer ehemaligen 4-Raum Wohnung in Neukölln können so jetzt acht Menschen unterkommen. Die Bezirke Pankow und Neukölln wollen dieses lukrative Geschäftsmodell mit geteilten Zimmern jetzt zumindest in Milieuschutzgebieten abschaffen und gehen dagegen vor.Seit April müssen Zimmervermietungen auf Zeit im Milieuschutz außerdem von den Bezirken genehmigt werden. So will Berlin die Auswüchse auf dem Mietmarkt eindämmen – denn Mietrecht ist eigentlich Bundessache. Rbb24 Reporter besuchen, junge Neu-Berliner in ihren möblierten Minizimmern oder Wohnungen. Sie zeigen wie sie sich mit Mietaktivisten gemeinsam gegen ihre Vermieter wehren, denn sie wollen auf Dauer in Berlin bleiben und nicht ständig umziehen müssen. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 01.06.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 02.06.2026 rbb 41. Berlins marode Brücken – Bauen ohne Ende
Folge 41 (30 Min.)Eine Stadt – 175 marode Brücken. Dazu noch 86 mit „mangelhaft“ bewertete Bahnbrücken, etliche Autobahnviadukte. Die Brückenstadt Berlin hat ein Problem. Größte Sorgen bereiten den Fachleuten brüchige Stahlverbindungen im Inneren von Betonbrücken. „Das Problem ist, man kanns von außen nicht sehen“, erklärt Gino Ebell vom Bundesamt für Materialforschung. Berlin reagiert mit dem milliardenschweren „Masterplan Brücken“. Was bevorsteht, ist ein Jahrzehnt großer Abrisse, Neubauten, aufwändiger Sanierungen – und Stau.„Ich habe jetzt schon einen Blutdruck von 200“, sagt Anwohner Wolfgang Drost, der an einer der Ausweichstraßen in Charlottenburg lebt. „Tagsüber 12 Stunden lang Stau, nachts dieses LKW-Gedonner. Das hält doch keiner aus.“ Doch auch die Brückenverantwortlichen können nicht immer gut schlafen. „Wir versuchen schon lange, vor die Welle zu kommen, aber es gelingt uns einfach nicht, weil immer neue Bauwerke auf die Sanierungsliste kommen“, sagt Daniel Schramm von der Senatsverwaltung für Verkehr. An der Ringbahnbrücke, die im vergangenen Jahr spektakulär schnell abgerissen wurde, will der Bund zeigen, dass Bauen in Berlin schnell gehen kann. Während sich die Sanierung der Elsenbrücke in Berlin-Treptow nun schon gut 8 Jahre hinzieht, soll der betroffene Autobahnabschnitt am Funkturm in Rekordgeschwindigkeit hochgezogen werden. Ein österreichischer Konzern und viele Facharbeiter aus ganz Europa packen an. Der Film erzählt von den Anstrengungen, das Berliner Brückenproblem in den Griff zu bekommen und begleitet Bauarbeiter, Brückenprüfer und Anwohner durch das Frühjahr 2026. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.06.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 09.06.2026 rbb 42. Kohleland ist abgebrannt – Was wird aus der Lausitz?
Folge 42 (30 Min.)Neues Bahnwerk Cottbus.Bild: rbb, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung "Bild: rbb" (S2+). rbb Presse & Information, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin, Tel: 030/97 99 3-12118 oder -12116, presseDer Kohleausstieg ist in vollem Gange. Bis 2038 wird auch das Lausitzer Revier Geschichte sein. Und was kommt dann? Der Bund investiert 10 Milliarden Euro, um Südbrandenburg eine Zukunft ohne Kohle zu ermöglichen. Während Cottbus dadurch zur dynamischsten Stadt in Deutschland geworden ist, bekommen kleinere Städte im Umkreis kaum etwas vom Wandel mit. Wir beleuchten in der Reportage beide Seiten: die Leuchttürme, das Bahnwerk, den Science Park, Aufbruch und neue Institute plus Forschungen. Das alles zieht bundes- und weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Wir schauen aber auch in Regionen, die nichts vom Wandel mitbekommen. Am Ende steht die Frage: Was wird aus der Lausitz? (Text: tagesschau24)Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 rbb 43. Tschüss, Deutschland – Polens Rückkehrer
Folge 43 (30 Min.)Kamila Gierko und ihr Mann Zbyszek Perzyna sind zurück nach Stettin gezogen.Bild: rbb/Susett KleinePhilip Panek hat sich seinen Studienort bewusst ausgesucht: die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), an der deutsch-polnischen Grenze. Noch zu Beginn seines Studiums war für ihn klar: Er will in Deutschland bleiben, Karriere machen. Heute sieht er das anders. Er möchte sein Referendariat in Polen absolvieren. Denn dort, sagt er, wartet nicht nur seine Familie, dort wartet auch eine Wirtschaft im Aufbruch. Dass Deutschland für viele Polinnen und Polen keine Option mehr ist, merkt auch Michael Sünkler: Er kennt die Entwicklung aus einer anderen Perspektive.Der Geschäftsführer eines Transportunternehmens hat die Hälfte seiner Belegschaft aus Polen aufgebaut. Doch in den letzten Jahren hat er mehrere Mitarbeiter verloren. Für ihn ist die Abwanderung polnischer Arbeitskräfte kein abstraktes politisches Problem: Es ist ein konkretes wirtschaftliches Risiko. Einer seiner LKW-Fahrer, Tomasz, sitzt schon auf gepackten Koffern. Seit über 10 Jahren arbeitet der Pole in Berlin. Doch die Stadt und Deutschland haben sich verändert, sagt er. Vor allem teure Lebensmittel und gestiegene Miete machen ihm zu schaffen. Sparen ist für ihn längst nicht mehr in dem Maße möglich, wie früher einmal. Sobald seine Tochter die Schule abgeschlossen hat, will er mit seiner Familie zurückgehen. Kamila Gierko und ihr Mann Zbyszek Perzyna haben diesen Schritt bereits getan. Vor sechs Monaten haben sie ihr Leben in Berlin-Charlottenburg hinter sich gelassen und sind ins polnische Stettin gezogen. Berlin war für sie lange eine Möglichkeit, um ihren Traum der erfolgreichen Selbstständigkeit zu leben. Doch aus dem Traum wurde Erschöpfung. Bürokratie, fehlende Digitalisierung, hohe Steuern, aber auch ein Gefühl der Unsicherheit in der Hauptstadt, begleitete sie. In Stettin erleben sie das Gegenteil: moderne digitale Verwaltung, niedrigere Steuerlast und Sauberkeit. Deutschland, sagen sie, habe aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Die rbb24-Reportage folgt Menschen, deren Entscheidungen mehr verraten als eine Statistik. Sie zeigt einen Jurastudenten, der Karriere und Familie jetzt in Polen vereinen will, einen Unternehmer, der um jeden polnischen Mitarbeiter kämpft, einen LKW-Fahrer, der die Kosten-Nutzen-Rechnung seines Lebens neu aufmacht und ein Paar, das den Schritt schon gewagt hat. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.06.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 16.06.2026 rbb 44. Mehr als Fußball – kann Cottbus 2. Liga?
Folge 44 (29 Min.)Die rbb-Reportage begleitet Energie Cottbus auf dem Weg in die 2. Bundesliga und fragt, ob Stadt und Region dafür bereit sind. Aufstiegsfeier Energie Cottbus.Bild: rbb/Manfred HagbeckDie rbb-Reportage begleitet Energie Cottbus auf dem Weg in die 2. Bundesliga und fragt, ob Stadt und Region dafür bereit sind. Neben aktuellen Stadionmodernisierungen werden langfristige Pläne für ein neues Stadion thematisiert, inklusive der Rolle einer potenziellen Betreibergesellschaft. Protagonisten wie Rückkehrer Leonardo Bittencourt und der Vereinspräsident geben Einblick in sportliche Ambitionen und wirtschaftliche Herausforderungen. Parallel beleuchten wir den Generationenwechsel im Fanlager – von den „alten“ Erstligazeiten bis zur jungen Fankultur. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Fr. 31.07.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 01.08.2026 rbb 45. Wenig Wasser, viel Müll – Spree in Not
Folge 45 (30 Min.)Anoosh und Kaa Faensen, Rechte der SpreeBild: rbb/Martina Hiller von Gaertringen400 Tonnen Müll holen die Berliner Behörden jedes Jahr aus der Spree. Besonders in den Sommermonaten treibt tonnenweise Unrat durch den Fluss: Plastikverpackungen, Zigarettenfilter, Glasflaschen, Kleidung, Metallteile, E-Roller. Doch der sichtbare Müll ist nur ein Teil des Problems. Die Spree ist auch unsichtbar belastet: Ölreste, Fäkalien und Medikamentenrückstände gelangen bei Starkregen regelmäßig in den Fluss. Hinzu kommt eine steigende Sulfatbelastung. Die Stoffe stammen aus dem Braunkohletagebau in der Lausitz und gelangen über die Zuflüsse bis nach Berlin. Unter Druck steht der Fluss außerdem durch den zunehmenden Schiffsverkehr.Immer mehr Freizeitboote und touristische Fahrten drängen auf die Wasserstraße – oft mit Dieselantrieb. Für Besucher ist die Fahrt vorbei am Berliner Dom oder der Museumsinsel ein Erlebnis. Für die Spree bedeuten Motoröl, Treibstoffrückstände und Abgase jedoch eine zusätzliche Belastung. Kann Berlin seine Spree noch retten – oder erlebt die Hauptstadt das schleichende Sterben ihres Flusses? Die Reportage folgt Menschen, die sich für die Zukunft der Spree einsetzen. Dabei beleuchtet sie die Ursachen der Verschmutzung, die fortschreitende Austrocknung und die vielfältigen Belastungen, denen der Fluss ausgesetzt ist. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 17.08.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 18.08.2026 rbb 46. CSD under attack – queere Menschen wehren sich
Folge 46 (30 Min.)Queerfeindliche Angriffe im Alltag nehmen zu. Auf der Straße, gegen queere Treffpunkte und Christopher Street Days. Die Bedrohung kommt von allen Seiten: Rechtsextremismus und Islamismus – und manchmal auch aus der Mitte der Gesellschaft. Während der Dreharbeiten zu dieser Reportage erschüttert der tödliche Anschlag auf den Berliner CSD die queere Community. Und plötzlich bekommt die Frage nach Sichtbarkeit und Sicherheit noch eine aktuellere, brutalere Dimension. Der Film begleitet das Berliner CSD-Team in den Tagen nach dem Anschlag: Wie weitermachen nach einem Angriff auf genau den Ort, der für Freiheit, Liebe und Sichtbarkeit stehen soll? In Berlin-Neukölln erzählt die trans Person Roe von einem Alltag, in dem tägliche Anfeindungen und die ständige Angst vor Übergriffen dazugehören – und von der Frage, ob sie den Kiez, den sie liebt, vielleicht verlassen muss.Und in Cottbus bereiten Uwe und das Regenbogenkombinat trotz rechtsextremer Bedrohungen und Brandanschlägen den nächsten CSD vor. Drei Geschichten über Menschen, die unterschiedlich mit der Gefahr umgehen – zwischen Angst und Trotz, Rückzug und Zusammenhalt. Und die sich nicht nehmen lassen wollen, sichtbar zu sein (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 24.08.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 rbb 47. Stadt im Fieber – Wie Berlin mit der Hitze kämpft
Folge 47 (30 Min.)Fast 40 Grad in einem Dachgeschoss, aufgeheizte Wohnungen ohne Außenjalousien, Nachbarn, die wegen der Hitze ausziehen: In Berlin werden die Sommer heißer, doch die Stadt ist nicht überall darauf vorbereitet: In der denkmalgeschützten Wohnüberbauung „Schlange“ in Berlin-Wilmersdorf leben rund 3.000 Menschen. In den obersten Stockwerken heizen sich die exponierten Wohnungen auf über 30 Grad auf. Außenjalousien oder Klimaanlagen dürfen aber nicht verbaut werden, weil der gesamte Wohnkomplex seit 2017 unter Denkmalschutz steht. Einige Mieterinnen und Mieter tun es trotzdem, andere sind bereits weggezogen, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben.In Berlin-Prenzlauer Berg kämpft ein Anwohner mit einer im Sommer kaum bewohnbaren Dachgeschosswohnung und scheitert am Milieuschutzgebiet des Bezirks, da Klimaanlagen als „Luxussanierung“ gelten und dadurch höhere Mieten verlangt werden können. In Berlin-Zehlendorf sucht eine Seniorin, die von Altersarmut betroffen ist, nach kühlen Orten in ihrem Bezirk und stößt auf schlecht lesbare Karten und seltene Öffnungszeiten. Die zuständige Bezirksstadträtin sagt, dass das Angebot ausbaufähig sei, der Bezirk aber kein zusätzliches Geld kriegt für den Hitzeschutz. In der Torstraße in Berlin-Mitte sollen für ein neues Verkehrskonzept Bäume gefällt werden. Eine Protestbewegung wehrt sich gegen die Pläne und versucht mit wöchentlichen Demonstrationen die Fällungen zu verhindern. Im Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn ist eine Klimamanagerin angestellt, die die Hitzebelastung für Mitarbeitende und Patienten versucht zu verringern. Sie initiiert bauliche Maßnahmen und testet spezielle Kühlkleidung. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 31.08.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 01.09.2026 rbb 48. Ohne Geld keine Bühne – wie viel Kultur braucht Brandenburg?
Folge 48 (30 Min.)Die Reportage begleitet Schauspieler, Bühnenbildern, Theatermacher der Uckermärkischen Bühnen Schwedt die auf dem Land Bühnen aufbauen und ihre Inszenierungen aufführen. Im Zentrum steht das Theater in Schwedt, im Gutshaus Friedenfelde bei Gerswalde wird „Die kleine Hexe“ aufgeführt. Auf dem Gutshof Friedenfelde wiederum findet das Kalit Festival statt: Scheunen und Wiesen verwandeln sich in Bühnen. Konzerte, Lesungen und Gespräche finden dort statt, wo sonst der ländliche Alltag den Ton angibt. Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und der Region treffen auf ein Publikum aus der Uckermark und auf die Frage, wie nah sich Stadt und Land in der Kultur wirklich kommen.Gleichzeitig zeigt die Reportage, dass dieser Weg nicht selbstverständlich ist. In Fürstenwalde steht die Kulturfabrik unter Druck. Nach massiven Kürzungen wurden dort zuletzt 14 von 22 Stellen gestrichen. Zwischen Schwedt, Friedenfelde und Fürstenwalde entfaltet sich ein vielschichtiges Bild: von Kultur als Investition, als Engagement im ländlichen Raum und als gefährdetes Gut. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 14.09.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 rbb 49. Berlins Trinkwasser – wie sicher ist unsere Versorgung?
Folge 49 (30 Min.)Die Reportage erzählt von einem System, das zuverlässig funktioniert – aber zunehmend an seine Grenzen stößt: Wie steht es um die Qualität des Berliner Trinkwassers und wie zukunftsfähig ist das bestehende System? Wir begleiten die Menschen, die im Klärwerk Schönerlinde ihren täglichen Kampf gegen unsichtbare Schadstoffe führen. Magdalena Gierke, Vizechefin des Klärwerks, arbeitet mit ihrem Team u.a. daran, Medikamentenrückstände in Zukunft besser herauszufiltern zu können. Wir begleiten außerdem den Einsatz von Vanessa Nather und ihrem Kanalreinigungsteam.Sie reinigen und kontrollieren die Abwasserrohre und Pumpwerke der Stadt, damit weiterhin Abwasser in die Klärwerke kommt und der Trinkwasserkreislauf der Stadt funktioniert. Die Reportage beschäftigt sich zudem mit der drängenden Frage, ob in Zukunft genug Wasser da sein. In Brandenburg und Sachsen wird ein entscheidender Teil der Zukunft der Berliner Trinkwasserversorgung entschieden – denn die hängt zu einem sehr großen Teil an der Spree, die Gefahr läuft zukünftig mehr nach Berlin zu tröpfeln, als zu fließen. In der Lausitz wird deutlich, wie stark der Wasserhaushalt bereits unter Druck steht: Sinkende Pegel, sichtbar trockene Landschaften und Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Industrie. Die unsichtbaren Folgen des Bergbaus sind Sulfate, die über die Spree auch ins Berliner Trinkwasser gelangen. Der Film zeigt, vor welchen Herausforderungen die Wasserwirtschaft steht, die Spree als Trinkwassergarant für Berlin zu erhalten. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 22.09.2026 rbb Folge 50
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 29.09.2026 rbb Folge 51
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 06.10.2026 rbb Folge 52
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 13.10.2026 rbb Folge 53
30 Min.Deutsche TV-Premiere Mi. 14.10.2026 rbb Folge 54
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 27.10.2026 rbb
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