In den vergangenen Wochen hat die ARD die zweite Staffel von „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ veröffentlicht. Bereits im Vorjahr hat sich das Reality-TV-Format, das auf dem Kult-Kartenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ basiert, als Streaming-Erfolg entpuppt. Die zweite Staffel konnte die Abrufzahlen nun sogar übertreffen.
Laut ARD-Angaben erzielte die zweite Staffel von „Werwölfe“ nach nur 17 Tagen bereits 3,3 Millionen Abrufe in der ARD Mediathek, was einem Zuwachs von 20 Prozent entspricht im Vergleich zur ersten Staffel im korrespondierenden Zeitraum. Es konnten ganz offensichtlich einige neue Fans hinzugewonnen werden, denn seit dem 24. September konnten zusätzlich auch noch 1,6 Millionen Abrufe für die erste Staffel erzielt werden.
Der Erfolg des Formats geht allerdings weit über die ARD Mediathek hinaus. Auch in den sozialen Netzwerken entwickelte sich die Strategie-Realityshow äußerst positiv. Eine überdurchschnittlich hohe Interaktionsrate und positive Kommentare unterstreichen laut Senderangaben die Begeisterung des Publikums für das Spiel mit List, Täuschung und überraschenden Wendungen. Auf YouTube verzeichnet zudem die Auskopplung „Werwölfe-Special: Creator vs. Cast“ bereits rund 600.000 Aufrufe.
In „Werwölfe“ ziehen 15 Spieler in ein abgelegenes Dorf. Doch nicht alle sind, wer sie vorgeben zu sein. Drei von ihnen werden als Werwölfe auserwählt. Sie müssen sich als harmlose Dorfbewohner tarnen und versuchen, durch raffinierte Lügen, gezielte Manipulation und taktisches Kalkül ihre Mitspieler nach und nach zu eliminieren – ohne selbst enttarnt zu werden. Das Motto lautet: „Täuschen. Taktieren. Überleben.“ Die übrigen Dorfbewohner versuchen, die Werwölfe zu entlarven, bevor sie selbst aus dem Spiel ausscheiden. Nachts schlagen die Werwölfe im Verborgenen zu und wählen ihr Opfer, tagsüber entbrennen nervenaufreibende Diskussionen: Wer lügt? Wer sabotiert? Wem kann man trauen?
Wie schon in der ersten Staffel wirken als Kandidaten erfrischend „andere“ Normalos mit als jene, die man üblicherweise im Reality-TV-Kosmos antrifft. Aus den unterschiedlichsten Berufen und Lebenswelten bringen sie Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und taktisches Geschick für das Spiel mit. Mit dem Format spricht die ARD gezielt ein jüngeres Publikum an. Geadelt wurde „Werwölfe“ zudem kürzlich beim Deutschen Fernsehpreis mit der Auszeichnung als beste Realityshow des Jahres (fernsehserien.de berichtete).
Produziert wird „Werwölfe“ vorrangig für die ARD Mediathek, wenngleich die zweite Staffel in den kommenden Wochen auch linear im Spät- und Nachtprogramm von BR, WDR und hr ausgestrahlt wird. Lizenzgeber des Formats ist DreamSpark. Die deutsche Version wird von ITV Studios Germany in Frankreich für die ARD Mediathek im Auftrag von BR, SWR und WDR entwickelt und produziert, wobei der Bayerische Rundfunk federführend ist.