WDR schickt fünf Formate aus den Innovationswochen in die Verlängerung

    „Die Mockridges“ und „Das Lachen der anderen“ konnten überzeugen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 07.12.2015, 12:16 Uhr

    WDR schickt fünf Formate aus den Innovationswochen in die Verlängerung – "Die Mockridges" und "Das Lachen der anderen" konnten überzeugen – Bild: WDR

    Mit Blick auf die Zukunft veranstaltete der WDR im Rahmen seines 50-jährigen Bestehens im Sommer sogenannte „Innovationswochen“. Zwei Wochen lang wurde das Programm auf den Kopf gestellt und mit rund zwei Dutzend neuen Formaten bestückt. Darunter fanden sich sehenswerte Sendungen, aber auch viel Verzichtbares. Während des zweiwöchigen Testlaufs fiel der kaum wiederzuerkennende WDR allerdings oft unter den Senderschnitt auch der Hashtag #machtan wurde überwiegend von den Beteiligten selbst verwendet. Dennoch ist der Mut zur Veränderung lobenswert und vorbildlich. Nun steht fest: Fünf Formate haben den Test bestanden und sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

    Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formaten und der Auswertung des Zuschauerechos sowie der Einschaltquoten ist WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn zu folgender Entscheidung gekommen: Überzeugt hat das originelle Reportageformat „Das Lachen der anderen“ mit Micky Beisenherz und Oliver Polak, die Sitcom „Die Mockridges – Eine Knallerfamilie“, das Doku-Format „Sounds like Heimat“ und die Veranstaltungsreihe „Die Runde Ecke“ mit Patrick Lynen. Außerdem haben die „#Reportagen“ – wie beispielsweise #weltuntergang – eine Zukunft vor sich, zumindest wenn es nach Schönenborn geht. Sofern sich der Regionalsender mit den jeweiligen Produzenten einigt, steht einer Fortsetzung also nichts mehr im Weg.

    Durchgefallen sind dagegen offenbar die schwarzhumorige Serie „Meuchelbeck“, die Comedy-Panelshow „Gefällt mir! – Die total vernetzte Show“, der „Gogglebox“-Abklatsch „17,50 – ungezwungen fernsehen“, das Talkformat „Nachtrausch – Der Talk im Bus“, die Verbraucher-Comedy „Wie geil ist das denn?!“, die YouTuber-Kommentier-Sendung „Mischen impossible!?“ und das Nachmittagsformat „CouchClub“. Auch die wunschliste.de-Redaktion nahm das Angebot der Innovationswochen unter die Lupe und fällte ein eigenes Urteil.

    „2016 können sich unsere Zuschauer auf ein WDR Fernsehen freuen, das gewohnte Kompetenz und verlässliche Qualität bieten und sich gleichzeitig von einer frischen, manchmal auch überraschenden Seite zeigen wird“, kündigt Fernsehdirektor Jörg Schönenborn im WDR-Hausmagazin Print an.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      wunschliste.de schrieb:
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      > Fünf Formate
      > haben den Test bestanden und sollen im kommenden
      > Jahr fortgesetzt werden.
      >
      > ...die Sitcom "Die Mockridges - Eine Knallerfamilie",

      Da wird dem Bill Mockridge ja anch der Lindenstraße nicht langweilig. Ich bin gespannt ob er dann seinen Lindenstraßen-Klingelton behält.
      • am via tvforen.demelden

        Den "Talk im Bus" hätte man beibehalten können. Das war interessant, weil es unmoderiert war. So eine Sendung steht und fällt natürlich mit den Gästen - wie eigentlich jede Talkshow.
        Die Macher schienen aber eine Gästeliste angedacht zu haben, die sehr bunt gemischt wirkte. Das machte den Reiz aus - nicht unbedingt das Busszenario. Ich denke auch, dass das eine Variante von "Durch die Nacht mit..." auf Arte war.

        "Meuchelbeck" hatte ich auch geguckt. Die Serie verzettelte sich etwas in Plots und Subplots, ohne so richtig auf den Punkt zu kommen. Bei dem Titel erwartete man das große "Meucheln" und irgendwann die große Eskalation, die sich entfalten sollte. Es blieb aber beides aus. Hier fehlte der Höhepunkt, der die Serie hätte aufrichten können. Dabei war da viel angelegt, was man hätte ausbauen können.

        "Sounds like Heimat" war vielversprechend, scheiterte aber am eigenen Auftrag, eine Stadt zu skizzieren, weil sich die Macher zu wenig Zeit genommen hatten, oder auch die falschen Begleiter hatten.

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