US-Schauspielerin Erin Moran im Alter von 56 Jahren verstorben

    Darstellerin wurde mit Erfolgscomedy „Happy Days“ bekannt

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 23.04.2017, 17:01 Uhr

    Schauspielerin Erin Moran (mit Scott Baio in „Happy Days“) – Bild: ABC
    Schauspielerin Erin Moran (mit Scott Baio in „Happy Days“)

    Schauspielerin Erin Moran ist tot. Die Darstellerin wurde 56 Jahre alt. In den USA war sie für die Rolle der Joanie Cunningham in der außergewöhnlich erfolgreichen Sitcom „Happy Days“ und dem eigenen Spin-Off „Joanie Loves Chachi“ bekannt.

    Wie THR berichtet, erreichte das Sherrif Harrison County ein Notruf bezüglich einer bewusstlosen Frau. Die Polizisten und Rettungssanitäter konnten bei ihrer Ankunft allerdings nur noch den Tod der Schauspielerin feststellen.

    Das Schaffen der 1960 in Burbank in Kalifornien geborenen Erin Moran steht ganz im Zeichen – und im Schatten – ihrer berühmtesten Rolle: Der als Ron Howards jüngeren Serienschwester Joanie in der amerikanischen Kultserie „Happy Days“. Das Format, das zwischen 1974 und 1984 produziert wurde, blickte damals knapp 20 Jahre in die Mitte der 1950er zurück. In den USA ist es ein Kultformat, das die Karriere von Ron Howard als Schauspieler und später Prduzent begründete. „Happy Days“ entstammt auch die Kultfigur des Arthur ‚Fonzie‘ Fonzarelli (gespielt von Henry Winkler) – des von den jüngeren Figuren angebeteten, etwas älteren, stets jung-coolen Mannes, der die Frauen um den Finger wickeln konnte. Aber auch der Begriff für „Jumping the Shark“ für eine Serie, die so lange gelaufen ist, dass sie sich in immer abstruseren Handlungen selbst lächerlich macht, geht auf eine Szene von „Happy Days“ zurück. In Deutschland lief die Serie erst mit zehnjähriger Verspätung und erreichte nie die ganz große Bekanntheit. Vor allem durch eine Verwurstung im Video „Buddy Holly“ der Band Weezer dürfte die Serie trotzdem zumindest bekannt erscheinen.

    Moran erhielt vor dem Ende der Hauptserie noch das eigene Spin-Off „Joanie Loves Chachi“ mit „Happy Days“-Co-Star Scott Baio als Chachi Arcola. Bereits hier verließ die Darstellerin das Glück: Das Format kam in zwei Staffeln auf 17 Episoden (4 und 13). Die Serie wurde eingestellt, die Charaktere für die zehnte und letzte Staffel wieder in die Mutterserie eingegliedert. In der Fernsehgeschichte wird „Joanie Loves Chachi“ neben „After M*A*S*H“ gerne als Beispiel für ein fehlgeleitetes Spin-Off angeführt, das aus wirtschaftlichen Gründen lanciert wurde, aber aus kreativer Sicht besser in der Schublade gelassen worden wäre.

    Nach dem Ende von „Happy Days“ nahmen Karriere und Leben von Moran eine unglückliche Wendung. Morans Resümee weist nur eine Handvoll weiterer Rollen auf, TMZ berichtet von Alkoholproblemen und Verarmung der Schauspielerin.

    Auch die Würdigungen, die ihre früheren „Happy Days“-Kollegen über dem Kurzmitteilungsdienst Twitter hinterließen, zeichnen ein eher tragisches Bild vom späteren Leben der Darstellerin.

    Erin Moran in der Happy-Day-Episode „Smokin’ Ain’t Cool“ (1979)

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Little Nicki am 24.04.2017 12:28 via tvforen.demelden

      Grad letzte Woche war sie noch in einer Folge vom "Love Boat" zu sehen.

      Was für ein trauriges Schicksal. RIP
      • Thinkerbelle am 24.04.2017 11:31 via tvforen.demelden

        Ich habe Happy Days in den 1990ern in England geschaut - da wurde das gerade hoch und runter gespielt. Ron Howard kannte ich daher auch zuerst als junges Milchgesicht aus der Serie und als er dann zum Regisseur und Produzenten wurde dachte ich zuerst: Ob auf den Kleinen jemand hören wird? Aber er hat sich da ziemlich gut gemacht.

        Und Erin Moran spielte auch in der letzten Staffel Daktari mit - vor kurzem wurde das auf Sat1 Gold wiederholt. Da dachte ich, der Name kommt mir bekannt vor...

        Wie so viele Kinderstars hatte sie wohl Probleme als Erwachsene noch Jobs zu bekommen. Was mich wunderte, da ich fand, dass sie schon als Teenager recht erwachsen aussah. Und meiner unmaßgeblichen Meinung nach sollte man einer Schauspielerin schon zutrauen zu können, nicht nur den Teenager, sondern auch die junge Frau zu spielen.
        Und anders als Ron Howard hat sie dann wohl nicht die Kurve gekriegt und ein anderes Standbein aufgebaut. Es ist wirklich traurig, wie es dann zu Ende ging. Sie hat wohl zuletzt in einer Wohnwagensiedlung gewohnt.

        Möge sie in Frieden ruhen!
        • OStD Dr. Gottlieb Taft am 23.04.2017 18:11 via tvforen.demelden

          Schöne Würdigung. Auch schön, dass die Würdigungen der anderen Darsteller miteinbezogen wurden. Vermutllich kennen allerdings in Deutschland mehr Leute Ron Howard als Regisseur als die Serie an sich, geschweige denn Erin "Joanie Cunningham" Moran.
          • VT 5081 am 23.04.2017 15:40 via tvforen.demelden

            [url]http://orf.at/stories/2388475/[/url]
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            Die amerikanische „Daktari“-Schauspielerin Erin Moran ist gestorben. Sie sei nach einem Polizeinotruf in Harrison County tot gefunden worden, berichteten US-Medien in der Nacht unter Berufung auf die Behörden im Bundesstaat Indiana.

            Laut den Angaben war gestern Nachmittag ein Notruf wegen einer bewusstlosen Frau eingegangen. Ersthelfer hätten nur noch ihren Tod feststellen können. Die Todesursache war zunächst ungewiss.

            Die Schauspielerin war hierzulande vor allem für ihre Rolle der Jenny Jones in der Fernsehserie "Daktari" bekannt, die ab 1969 ausgestrahlt wurde. Zudem hatte sie Gastrollen in "Die Waltons" und "Lieber Onkel Bill". Der ehemalige Kinderstar wurde 56 Jahre alt.

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