Seit 2020 ermittelt das Zürcher „Tatort“-Team mit Hauptkommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) und Profilerin Tessa Ott (Carol Schuler) bei unseren Schweizer Nachbarn und setzt damit – gemeinsam mit Österreich – eine langjährige Zusammenarbeit mit der ARD, dem Österreichischen Rundfunk (ORF) und dem Schweizer Fernsehen (SRF) im Rahmen der Kultkrimireihe fort.
Der erste „Tatort“ aus der Schweiz spielte noch in der Bundesstadt Bern, die seit 1990 über drei Jahrzehnte hinweg verschiedene Ermittlerteams beherbergt hat, angefangen mit Walter Howald (Mathias Gnädinger) und Reto Carlucci (Andrea Zogg), gefolgt von Carlucci und Markus Gertsch (Ernst C. Sigrist) sowie Philipp von Burg (László I. Kish) und Gertsch bis 2002. Abgelöst wurde das Berner Team schließlich nach einer zehnjährigen „Tatort“-Pause aus der Schweiz von den neuen Kollegen der Luzerner Polizei mit den Hauptkommissaren Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer), die nach 17 gemeinsamen Fällen (zwischen 2012 und 2019) schließlich den Staffelstab an die neuen Zürcher Kolleginnen Isabelle Grandjean und Tessa Ott abgegeben haben.
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Ihr erster Fall „Züri brännt“ (Folge 1140, Erstausstrahlung am 18. Oktober 2020 im Ersten) vereint das ungleiche Ermittlerduo der Zürcher Kantonspolizei in Gestalt der analytischen Kommissarin Grandjean und der eher intuitiven Profilerin Ott. Die Fälle bilden einen detailgetreuen Einblick in die unterschiedlichen und kontrastreichen Bezirke und Gesellschaftsschichten der Stadt, was sich auch im ungleichen Duo widerspiegelt:
Die erfahrene und ehrgeizige Hauptkommissarin Grandjean stammt aus der französischsprachigen Westschweiz als Kind einer Arbeiterfamilie und hat neben ihrer Ausbildung bei der Polizei zusätzlich Jura studiert. Zudem war die Mutter eines Sohnes, der bei seinem getrennt lebenden Vater ist, zuvor am Internationalen Gerichtshof in Den Haag tätig. Ihre Stärke liegt in der präzisen, distanzierten Analyse und einem unbeirrbaren Blick für Details, die anderen entgehen.
Gegenüber ihrer Kollegin, der Fallanalytikerin Ott, zeigt sie sich jedoch eher skeptisch und distanziert. Vor allem hegt Grandjean von Anfang an den Verdacht, dass die aus privilegierten Verhältnissen stammende junge Frau die Stellung bei der Kantonspolizei vermutlich wegen der Beziehungen ihrer einflussreichen Eltern bekommen hat. Die Chemie zwischen den beiden unterschiedlichen Ermittlerinnen ist geprägt von Spannungen und Reibungen, die mit ihren verschiedenen Herangehensweisen noch weiter befeuert werden. Am Ende sind es aber gerade diese Gegensätze, die das Duo erfolgreich vereint.
Zum weiteren festen „Tatort“-Team der Zürcher Kantonspolizei gehören die Staatsanwältin Anita Wegenast (Rachel Braunschweig) und der Kriminaltechniker Noah Löwenherz (Aaron Arens). Ihr Vorgesetzter Kriminalpolizeichef Peter Herzog (Roland Koch) war bislang nur in der ersten Folge zu sehen.