Stellenabbau bei RTL und Sky: Weitere 500 Arbeitsplätze werden gestrichen!

Fusion der Medienhäuser trifft Mitarbeiter mit voller Härte

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 17.09.2026, 14:22 Uhr

Stellenabbau bei RTL und Sky: Weitere 500 Arbeitsplätze werden gestrichen! – Fusion der Medienhäuser trifft Mitarbeiter mit voller Härte – Bild: RTL/Sky Deutschland

Heute Abend lädt RTL zum großen „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus – doch Teilen der Belegschaft dürfte die Lust auf Feiern gehörig vergangen sein. Wie DWDL berichtet, steht nach der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland ein weiterer umfangreicher Stellenabbau bei dem Unternehmen bevor: Rund 500 Stellen sollen bis Ende 2027 abgebaut werden – dies meisten davon sogar noch 2026! Es ist der zweite angekündigte Stellenabbau innerhalb von weniger als einem Jahr: Erst Ende 2025 wurde der Abbau von rund 600 Stellen in allen Firmenbereichen angekündigt und im ersten Quartal 2026 umgesetzt – der bis dato größte Stellenabbau in der Geschichte von RTL Deutschland (fernsehserien.de berichtete).

Der nun bekannt gewordene, geplante Abbau von weiteren 500 Stellen steht im engen Zusammenhang mit der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland. Die Fusion der beiden Medienhäuser ließ einen Stellenabbau bereits erwarten – dass er nun derart umfangreich ausfallen wird, ist insbesondere für die Mitarbeiter schockierend, die nun um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen.

Wie die BILD berichtet, wurde die Hiobsbotschaft den Mitarbeitern am heutigen Donnerstag von RTL-CEO Stephan Schmitter mitgeteilt, dass die 500 Stellen bis Ende 2027 abgebaut werden, der überwiegende Teil davon aber noch 2026. Dies bestätigte eine Sprecherin von RTL Deutschland dem Boulevardblatt. Konkret soll der Abbau laut BILD-Informationen 500 sogenannte Vollzeitäquivalente (VZÄ) betreffen. Dies bedeutet, dass letztendlich wohl mehr als 500 Angestellte ihren Job verlieren werden, weil viele in Teilzeit arbeiten.

Als Begründung für diese Maßnahme teilte eine RTL-Sprecherin gegenüber DWDL mit: Auf dem Weg zum führenden Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum sollen mit dem Zusammenschluss jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren erzielt werden. Dies werde zum größten Teil durch Optimierung der Inhalte- und Sachkosten erreicht, doch es werden darüber hinaus eben auch Doppelstrukturen abgebaut, Verantwortlichkeiten gebündelt und effizientere und zukunftsorientierte Entscheidungsprozesse geschaffen.

Der Stellenabbau solle sozialverträglich erfolgen, in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten und auch indem auslaufende Verträge nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden. 150 der 500 Stellen sollen durch auslaufende Verträge und wegfallende offene Stellen gestrichen werden. Laut BILD-Informationen sollen den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen sowie Unterstützung bei beruflicher Neuorientierung und Umschulungen angeboten werden.

DWDL berichtet, dass diese Art der Kommunikation insbesondere bei den Sky-Mitarbeitern in Unterföhring für eine Mischung aus Wut und Verzweiflung gesorgt habe. Weitere Details sollen die Arbeitnehmer in den kommenden Wochen erhalten.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • (geb. 2001) am

    Gehört Leschek auch dazu?

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