Kürzlich sorgte RTL für eine waschechte Überraschung, als der Sender ankündigte, das diesjährige „HeidiFest“ von Heidi Klum aus dem Münchner Hofbräuhaus zu übertragen. Im vergangenen Jahr wurde das kuriose TV-Event noch von Klums Stammsender ProSieben gezeigt. Ein Blick in die Programmplanung des 17. September verrät nun allerdings, dass RTL im herkömmlichen Free-TV tatsächlich nur einen kleinen Teil des „HeidiFests“ zeigen wird. Sozusagen als Teaser werden ab 20:15 Uhr lediglich die ersten 25 Minuten der Show übertragen.
Grund dafür ist die für diesen Tag schon länger geplanten Übertragung der UEFA Europa League. Welche Partie genau gezeigt wird, steht noch gar nicht fest, allerdings sieht RTL das Fußballspiel letztlich als relevanter an als das „HeidiFest“ und gibt ihm deshalb den Vorrang – die Rechte daran gab es schließlich auch nicht umsonst. Daher schaltet der Sender ab 20:40 Uhr zur Vorberichterstattung, bevor ab 21 Uhr Anstoß ist.
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Wer stattdessen trotzdem lieber das weitere Treiben aus dem Münchner Hofbräuhaus verfolgen möchte, muss ab 20:40 Uhr auf RTL+ ausweichen. Der Streamingdienst wird das „HeidiFest“ weiter übertragen. Gegenüber DigitalFernsehen teilte RTL allerdings mit, dass User nicht über ein Premium-Abo verfügen müssen, sondern das „HeidiFest“ kostenfrei für alle auf RTL+ streambar sein wird. Welche Gesamtlänge für die Show angesetzt ist, ist nun gar nicht bekannt. Angekündigt ist allerdings, dass das „HeidiFest“ in diesem Jahr „noch lauter und noch größer“ werden soll. Linear bei RTL meldet sich nach der UEFA Europa League um 23:15 Uhr dann übrigens auch noch „Die Stefan Raab Show“ aus der Sommerpause zurück, so dass an diesem Abend ein recht wilder Mix aus Klum, Fußball und Raab auf dem Programm steht.
Das „HeidiFest“ wird als sogenannte Pre-Wiesn-Party bezeichnet, mit der Heidi Klum zusammen mit ihrer Familie und „exklusiv eingeladenen Gästen“ wie im Vorjahr auf die Oktoberfest-Saison einstimmen will. Geboten werden sollen Blasmusik, bekannte Hits und Feierstimmung – natürlich standesgemäß in Dirndl und Lederhose.
In den sozialen Medien war das erste „HeidiFest“ im vergangenen Jahr tatsächlich ein großes Thema. Jedoch wurde es dort größtenteils verrissen, denn vor allem produktionstechnisch wirkte das Spektakel erschreckend dilettantisch – inklusive einiger Ton- und Lichtpannen. Dass bei ProSieben das Interesse an einer Fortsetzung letztlich eher gering war, dürfte zudem an den Einschaltquoten gelegen haben. Denn die lösten 2025 überhaupt keine Begeisterung aus. Nur 760.000 Zuschauer schalteten insgesamt ein, davon waren nur 220.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahre alt, die für gerade mal 5,9 Prozent Marktanteil reichten.
Der eigentliche Clou besteht letztendlich nicht im „HeidiFest“ selbst, sondern darin, dass das langjährige ProSieben-Gesicht Heidi Klum plötzlich gemeinsame Sache mit der Kölner Konkurrenz macht – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr von „Germany’s Next Topmodel“. Dies dürfte in Unterföhring mit einiger Verwunderung wahrgenommen werden – denn wer weiß, was sich aus dieser ersten Annäherung mit RTL noch ergeben könnte.
Na Gott sei Dank bleibt uns erspart, dass diese mediengeile ... sich wieder auf einen Free-TV Sender breitmachen kann. OK, ok, es hätte sich zwar sowieso niemand diesen Mist angesehen (denke man an die Quoten von vorrigen Jahr auf Pro7), dennoch ist es schon Schlimm genug, dass man der überhaupt eine Plattform gibt, um sich ständig wieder zu präsentieren.
Ich vermute allerdings auch, dass sie den Sender komplett wechselt. Da sich Pro7 sie nicht mehr leisten kann wird es vielleicht so kommen, dass die se Top-Model-Show unter einen etwas anderen Namen bald von RTL präsentiert wird. Zwar hatte Heidi noch einen Vertrag mit der roten Sieben, aber der Sender baut immer mehr ab. Und das ist schließlich nicht der erste und bestimmt nicht der letzte Weggang von Pro7 zu RTL. Da wird noch einiges kommen. Glaubt mir.