Stefanie Reinsperger verlässt Dortmunder „Tatort“

Letzter Fall mit Kriminalhauptkommissarin Rosa Herzog kommt 2026

Christopher Diekhaus
Christopher Diekhaus – 25.08.2025, 15:58 Uhr

Stefanie Reinsperger kehrt dem Ruhrgebiet den Rücken. – Bild: WDR/Thomas Kost
Stefanie Reinsperger kehrt dem Ruhrgebiet den Rücken.

Auf die Ausstiege von Anna Schudt (als Martina Bönisch), Rick Okon (als Jan Pawlak) und Aylin Tezel (als Nora Dalay) folgt der Abgang von Stefanie Reinsperger: Nach elf Folgen verabschiedet sich die Schauspielerin im Dortmunder „Tatort“ auf eigenen Wunsch, wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt, von ihrer Rolle als Kriminalhauptkommissarin Rosa Herzog. Fortan möchte sich die Österreicherin anderen Film- und Fernsehprojekten widmen und ihre Arbeit am renommierten Wiener Burgtheater fortführen.

Das Ende ihrer Zeit im „Tatort“ kommentiert die Darstellerin so:

Nach einer wundervollen, intensiven und spannenden Zeit nehmen Rosa Herzog und ich jetzt Abschied vom ‚Tatort‘ Dortmund. Ich bedanke mich bei Casterin Iris Baumüller, Produzentin Lucia Staubach und Redakteur Frank Tönsmann, die mich damals eingeladen haben, diese Rolle zu gestalten. Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Zuschauerinnen und Zuschauer, den WDR, an die Produktionsfirmen, Autorinnen und Autoren, die Regisseurinnen und Regisseure und natürlich an meine großartigen Kolleginnen und Kollegen. Ich freue mich sehr, dass Torsten C. Fischer meinen letzten ,Tatort’ inszeniert hat. Es fällt mir nicht leicht, Rosa loszulassen und ich werde sie noch eine ganze Weile im Herzen mittragen. Ich freue mich aber jetzt auf neue Projekte, Rollen und Arbeitsbegegnungen.
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Der im Statement genannte WDR-Redakteur Frank Tönsmann gibt den Dank in seiner Stellungnahme zurück:

Stefanie Reinsperger hat unser Dortmunder ‚Tatort‘-Team nicht nur bereichert, sie hat es auf das nächste Level gebracht. Ihre Intensität im Spiel und ihr stets professioneller Einsatz haben alle Beteiligten immer wieder herausgefordert, ihr Bestes zu geben: ihre Mitspielenden genauso wie alle hinter der Kamera. Wir sind Stefanie sehr dankbar für elf ‚Tatort‘-Folgen und die gemeinsame Zeit, in der wir nicht nur eine großartige Schauspielerin, sondern auch eine wunderbare Person an unserer Seite wissen durften. Für die Zukunft wünschen wir Stefanie alles erdenklich Gute und verabschieden sie und ihre Rosa Herzog mit mehr als nur einem weinenden Auge.

Zum Team in Dortmund gehörte Reinsperger seit der Episode „Heile Welt“, die am 21. Februar 2021 im Ersten ausgestrahlt wurde. Anschließend war sie in den Folgen „Masken“ (28. November 2021), „Gier und Angst“ (2. Januar 2022), „Liebe mich!“ (20. Februar 2022), „Du bleibst hier“ (15. Januar 2023), „Love is pain“ (23. April 2023), „Cash“ (18. Februar 2024), „Made in China“ (26. Dezember 2024), „Abstellgleis“ (30. März 2025) und „Feuer“ (9. Juni 2025) zu sehen. Ihren letzten Fall, der den Arbeitstitel „Schmerz“ trägt, löst Reinsperger als Rosa Herzog im ersten Quartal 2026. Darin geht es um eine Fahrerflucht mit Todesfolge, die sich als brutaler Mord entpuppt.

Seine Premiere feierte der Dortmunder „Tatort“ am 23. September 2012 mit dem Fall „Alter Ego“. Zum Ruhrgebietsteam zählen derzeit neben der scheidenden Reinsperger Jörg Hartmann als Kriminalhauptkommissar Peter Faber und Alessija Lause in der Rolle von Ira Klasnić, die die Mordkommission leitet. In wiederkehrenden Parts treten Sybille Schedwill als Rechtsmedizinerin Dr. Greta Leitner und Moritz Führmann als Staatsanwalt Matuschek auf. Stefan Konarske, der sich als Ermittler Daniel Kossik in der Folge „Sturm“ verabschiedet hatte, kehrte im Frühjahr 2025 im Fall „Abstellgleis“ als LKA-Beamter zur Dortmunder Mannschaft zurück und taucht seitdem unregelmäßig auf dem Dortmunder Polizeipräsidium auf.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am via tvforen.de

    Da habe ich mal wieder einen Dortmund-Tatort geschaut.
    Eine schwache Story zu einem Thema, das eine bessere Umsetzung verdient gehabt hätte. So war es leider wie immer: Da ermittelt irgendwie jede/r allein vor sich hin, natürlich immer wieder von den üblichen ARD-Tatort-Psychosen geplagt, einer hasst den anderen und mißtraut dem Dritten und am Ende geht die schwächste in den Knast. Na Bravo - zumindest bekommt sie dort wohl psychopatische Hilfe, was den hinterbleibenden Beamten ebenfalls sehr zu empfehlen wäre.

    Seit Faber damals mit dem Baseball-Schläger auf seinen Schreibtisch losgegangen ist, hat sich die Gesamtsituation nicht unbedingt verbessert. Nur das er jetzt irgendwie noch der Normalste von allen zu sein scheint. Was nicht bedeutet, das nicht jederzeit das gesamte Ermittlungsteam in einen Flügel der Dortmunder LWL-Klinik einziehen könnte.

    Wenn der WDR demnächst fragen sollte, welcher seiner drei Tatorte dem Rotstift zum Opfer fallen soll - mir würde die Entscheidung leichtfallen. Die Psychos in den übrigen ARD-Standorten reichen mir vollauf.
    • am via tvforen.de

      "Schmerz" lass nach, der Dortmunder Tatort am gestrigen Abend belanglos wie immer.
      • am via tvforen.de

        Ondina schrieb:
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        > "Schmerz" lass nach, der Dortmunder Tatort am
        > gestrigen Abend belanglos wie immer.


        Welche Krimis gefallen Dir? Ich finde, die meisten Tatorte (die ja (wahrscheinlich) höhered Budget haben als die anderen ARD ZDf Krimis) immer was besser. Die ganzen anderen Krimis da bei den öffentlichen finde ich eher einfach langweilic.
      • am via tvforen.de

        BejaminBlümchen schrieb:
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        > Ondina schrieb:
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        > > "Schmerz" lass nach, der Dortmunder Tatort am
        > > gestrigen Abend belanglos wie immer.
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        >
        > Welche Krimis gefallen Dir? Ich finde, die meisten
        > Tatorte (die ja (wahrscheinlich) höhered Budget
        > haben als die anderen ARD ZDf Krimis) immer was
        > besser. Die ganzen anderen Krimis da bei den
        > öffentlichen finde ich eher einfach langweilic.


        Schaue mir in der Regel auch gerne den "Tatort" an (Münster, Köln) aber sie haben meiner
        Meinung nach generell an Qualität verloren. Was aber auch nicht ausbleibt seit dem Start
        im Jahr 1970 und mehr als 1300 Folgen.
        Sehe gerne Krimiserien wie "Nord Nord Mord" oder "Unter anderen Umständen" um nur
        2 zu nennen.
      • am via tvforen.de

        Ondina schrieb:
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        > BejaminBlümchen schrieb:
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        > > Ondina schrieb:
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        > > > "Schmerz" lass nach, der Dortmunder Tatort am
        > > > gestrigen Abend belanglos wie immer.
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        > > Welche Krimis gefallen Dir? Ich finde, die
        > meisten
        > > Tatorte (die ja (wahrscheinlich) höhered
        > Budget
        > > haben als die anderen ARD ZDf Krimis) immer was
        > > besser. Die ganzen anderen Krimis da bei den
        > > öffentlichen finde ich eher einfach
        > langweilic.
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        >
        > Schaue mir in der Regel auch gerne den "Tatort"
        > an (Münster, Köln) aber sie haben meiner
        > Meinung nach generell an Qualität verloren.
        > Was aber auch nicht ausbleibt seit dem Start
        > im Jahr 1970 und mehr als 1300 Folgen.
        > Sehe gerne Krimiserien wie "Nord Nord Mord"
        > oder "Unter anderen Umständen" um nur
        > 2 zu nennen.

        Ja, Nord Nord Mord mit Herrn Feldmann ist durch Ihn was lustig. Oliver Wnuk hat die Art wahrscheinlich durch Stromberg gelernt. Der Charakter von Peter Heinrich Brix, so was spröde, trockener, passt besser dazu als der von Robert Atzorn. Den fand ich überhaupt nicht lustig. In der aktuellen Folge Sievers und der letzte Tango spielt Matthias Matsche mit, einen total schrägen Character. Da Sylt so gross ist, lernt man jedesmal neue Charactere kennen, die schon jahrzehntelang da wohnen.
      • am via tvforen.de

        So hab in der Mediathek mit dem ersten Folge unter anderen Umstände von 2006 angefangen. Dann die zweite, hatte mich vertan, häh, Natalia Wörner von 39 zu 57 Jahren und der (tatsächliche Natalia Wörner) Sohn, in der ersten Folge noch im Bauch, auf einmal schon 18 Jahre. Dann festgestellt, war eine Folge von 2024 *lach*, nicht 2007.
    • am via tvforen.de

      Ich kann nachvollziehen, was du meinst. Das war damals, als die eigentlich deutsche Tochter von Moritz Eisner plötzlich von einer deutlich hörbaren österreichischen Schauspielerin gespielt wurde, auch seltsam. Allerdings hat es mich hier nie so sehr gestört. Ich werde Stefanie Reinsperger bzw. Rosa Herzog auf jeden Fall vermissen.
      • am via tvforen.de

        So, ich habe die Folge mit Ihrem Ausstieg gesehen.

        Der Fall an sich war nichts besonders. Trotzdem konnte man Ihn sich gut Angucken.
        Bei Tatort Dortmund gibt es einige Nebenstränge. Da sollte man so ung. 5 Fälle vorher kennen. Die hab ich jeweils paar Monate vorher gesehen.

        Der Grund Ihres Ausstieges fand ich total überraschend. Ob es sowas schon mal beim Tatort gegeben hat mit einem etablierten Ermittler, der insg. 11 Fälle ermittelt hat.

        Hier hab ich eine Seite mit Rezensionen gefunden.
        https://www.film-rezensionen.de/2026/02/tatort-schmerz-tv-fernsehen-das-erste-ard/

        Da kann man auch anstehende Krimi Veröffentlichungen sehen. Also ich würde für Frau Herzogs Ausstieg einen Extrapunkt geben, so 7 von 10.
    • am

      Soll sie weiter Theater spielen, als KHK fand ich sie unpassend.
      • am via tvforen.de

        Beim Dortmund-Tatort ändert sich ja ständig was.
        Wobei Stefanie Reinsperger meiner Meinung nach auch nicht da reingepasst hat, die hat ja schon so einen süddeutsch-österreichischen Touch, der meines Wissens nicht zur Rolle passt. Genauso wie in dem Mehrteiler "Haus aus Glas", der in der Aachener Ecke spielte. Da sagte sie ständig "Die Eltern ...". Finde ich für die Nordhälfte Deutschlands eher unüblich.

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