Die für einen Grimme-Preis nominierte Krimiserie „Spuren“ (Serien-Kritik) erhält wenig überraschend eine Fortsetzung. Die eigentlich als abgeschlossene Miniserie konzipierte SWR-Produktion bekommt aufgrund des enormen Zuschauererfolgs im vergangenen Jahr mit 5,68 Millionen Zuschauern im Ersten und einem überragenden Marktanteil von 23,5 Prozent beim Gesamtpublikum eine zweite Staffel spendiert. Inzwischen haben die Dreharbeiten im Hochschwarzwald für vier weitere Folgen begonnen. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem bewährten Ermittlerteam um die beiden Hauptdarsteller Nina Kunzendorf und Tilman Strauß.
Im Zentrum steht erneut die nahe an der Realität dargestellte Polizeiarbeit, die mit hoher Glaubwürdigkeit erzählt wird, verspricht der Sender. Die neuen Fälle beruhen nach Angaben der Serienmacher auch diesmal wieder auf intensiver Recherche anhand realer Fälle.
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Die Kommissare Barbara Kramer (Nina Kunzendorf) und Thomas Riedle (Tilman Strauß) begeben sich mit ihrem Team auf die Suche nach dem ehemaligen Arzt Rudolf Gunser, der mitten in der Nacht aus seinem Haus in Lauburg im Breisgau verschwunden ist. Seine Ehefrau Bettina hat nichts bemerkt. Einbruchspuren und Blut in den seit Jahren stillgelegten Praxisräumen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Als wenig später eine männliche Leiche in einem ausgebrannten Auto entdeckt wird, steht der Verdacht im Raum, dass Gunser einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen sein könnte, und ob sein Tod mit dem einer unbekannten jungen Frau zusammenhängt, deren Leiche in derselben Region gefunden wurde.
Während das Team die Identität der beiden Toten und mögliche Zusammenhänge zu klären versucht, werden die Ermittler mit verstörenden Videoaufnahmen konfrontiert. Sie zeigen sexuelle Handlungen mit Frauen, die offenbar betäubt und gegen ihren Willen gefilmt wurden. Kramer zieht Fachleute für digitale und anthropologische Forensik hinzu, um herauszufinden, wer die Frauen sind und woher die Aufnahmen stammen. Zugleich stoßen die Ermittler in Gunsers Vergangenheit auf Hinweise früherer Übergriffe. Nach und nach beginnen sich die Spuren zu verbinden, und hinter dem Verschwinden des Arztes zeichnet sich ein weitreichendes Verbrechen ab, dessen Ausmaß die Ermittler erst allmählich begreifen.
„Spuren“ ist eine Produktion von Lailaps Films im Auftrag des SWR für die ARD. Die Drehbücher haben abermals Robert Hummel und Martina Mouchot verfasst, die Regie führt erneut Stefan Krohmer. Die Dreharbeiten finden noch bis Anfang Dezember im Schwarzwald und im Raum München statt. Ein Sendetermin voraussichtlich im neuen Jahr wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.