Sportmoderator Günter-Peter Ploog im Alter von 68 Jahren verstorben

    16 Olympische Spiele und 1000 Fußballspiele begleitete er

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 17.09.2016, 22:33 Uhr

    Günter-Peter Ploog bei einer Moderation für das ZDF – Bild: ZDF
    Günter-Peter Ploog bei einer Moderation für das ZDF

    Wie das ZDF am Samstag mitteilte, ist heute überraschend der Sportmoderator Günter-Peter Ploog an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben. Laut SID wurde Ploog 68 Jahre alt. Zuletzt hatte der Moderator für das ZDF noch von den Boxwettkämpfen der Olympischen Spielen aus Rio de Janeiro berichtet.

    Nachdem Ploog sich 1971 zum Sport-Resortleiter bei der Deutschen Presseagentur in Berlin hochgearbeitet hatte, kam er 1979 zum ZDF. Damals war er auch vor der Kamera tätig und moderierte unter anderem bei der „ZDF SPORTreportage“. Die Säulen seiner Arbeit waren die journalistische Betreuung von Eishockey, Boxen und Fußball. 1992 wechselte er ins Pay-TV zu Premiere (aus dem mittlerweile Sky geworden ist), um dort am Ausbau einer Sportredaktion in Hamburg mitzuwirken.

    2000 wechselte er kurzzeitig zu TM 3, nachdem der Sender sich damals in einem Coup die Champions-League-Rechte gesichert hatte. Als der Sender diese Rechter nicht verlängerte, nahm auch Ploog seinen Abschied und arbeitete als als Mediendirektor beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt.

    Laut ZDF betrieb er ab 2002 eine TV-Produktionsfirma, von der unter anderem Fußball-Berichte für das aktuelle Sportstudio des ZDF anfertigte. 2013 nahm er am „Das perfekte Promi Dinner“ teil.

    Insgesamt hat Ploog nach ZDF-Angaben an acht olympischen Sommer- und an acht Winterspielen teilgenommen und begleitete mehr als 1000 Fußball-Bundesliga-Spiele.

    ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz: „Wir trauern um einen großartigen Kollegen und wunderbaren Menschen.“

    Kurz-Würdigung von Günter-Peter Ploog in der ZDF-Mediathek

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wie plötzlich sein Tod kam, zeigt sich daran, dass Günter-Peter Ploog für das Spiel des Hamburger SV gegen RB Leipzig am Samstag noch als Reporter fürs ZDF vorgesehen war.

      Es gibt Reporterstimmen, die man gerne hört, und solche, die einem unangenehm sind. Seine Stimme gehörte für mich zu den erstgenannten. Gehört hatte ich sie erstmals in den 70er Jahren, als Günter-Peter Ploog für den RIAS Berlin von den Heimspielen der Berliner Vereine Hertha BSC und Tennis Borussia berichtete.

      Als ich von seinem Tod erfuhr, erinnerte ich mich spontan daran, dass ich ihn einmal direkt vor mir sah. Es war in der Dortmunder Westfalenhalle bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1983. In einer Drittelpause spazierte ich durch die Gänge und erblickte ihn vor einer Tür stehend, die zu den Reporterplätzen führte.
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        Viel Sachkenntnis, verbunden mit einer grossen Leidenschaft für den Sport und dazu eine unverwechselbare Stimme - sehr traurig, dass man ihn nur npch aus der Konserve hören wird. RIP

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          1979 war Günter-Peter Ploog in den Niederungen der 2. Bundesliga Nord unterwegs...



          Neun Jahre später durfte er den Finalsieg von Bayer Leverkusen im UEFA-Cup kommentieren.

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