Ein Privatermittler aus Miami und seine schrägen Fälle
R.J. Decker (Scott Speedman) hatte seinen Lebensunterhalt als Fotojournalist in Miami verdient. So lange, bis eine schicksalhafte Kombination von Ereignissen ihn ins Gefängnis brachte: Er hatte einen Dieb erwischt, der sich an seinem Auto zu schaffen machte – und weil Decker einen rabenschwarzen Tag hatte, dem Dieb in einem Wutausbruch eine fette Tracht Prügel verabreicht. Schließlich landete Decker dafür wegen Körperverletzung im Gefängnis – der Autodieb hatte mächtige Freunde.
Nun ist Decker wieder auf freiem Fuß und arbeitet als Privatdetektiv. In den USA ist es ein Klischee, dass die Menschen in Florida recht sonderbar sind, und so sind auch viele von Deckers Fällen.
Bei seiner Arbeit kann Decker auf seine Ex-Frau Catherine Delacroix (Adelaide Clemens) vertrauen, die weiterhin als Journalistin tätig ist. Catherine war stets offen mit ihrer Bisexualität umgegangen und hatte nach der Scheidung von Decker die Polizistin Melody „Mel“ Abreu (Bevin Bru) geheiratet, die eine Tochter mit in die Ehe gebracht hatte (Mélodie Rose Romano als Sofia). Mel kann Decker aus Prinzip nicht leiden.
Weiterhin an Bord ist Aloysius „Wish“ Aiken (Kevin Rankin), der frühere Zellengenosse von Decker. Im Gefängnis hatte Decker einen eigentlich kleinen, aber letztendlich doch gewaltigen Einfluss auf Wishs Leben, der nun eine Bar betreibt. Und dann ist da noch die mysteriöse Emi (Jaina Lee Ortiz): Sie hat Verbindungen zur Politik und ist in Deckers Leben eine Femme fatale.
„R.J. Decker“ wird bei Disney+ ab dem 14. Juli veröffentlicht. Die Serie wurde ursprünglich für den US-Sender ABC hergestellt, der auch schon eine zweite Staffel geordert hat.
Braunschlag 1986
Wenn Schalko eine (Zeit-)Reise tut
In „Braunschlag“ endete der Versuch von Bürgermeister Gerri Tschach (Robert Palfrader) und Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), die geplünderten Gemeindekassen durch ein fingiertes Marienwunder wieder zu füllen, nach langer Ereigniskette fatal: mit einem Atomunfall.
Die ganze Stadt war vor den Folgen geflüchtet, bis auf Tschach und Pfeisinger. Nun, 14 Jahre später, kommt die offizielle Bestätigung: Die Atomgefahr ist zerfallen. Nun ist die Luft wieder rein – aber irgendwie auch gleich wieder raus, denn niemand wohnt mehr hier.
Daraufhin kommt dem Bürgermeister eine Idee für eine neue Verordnung: Er versetzt die Stadt einfach 40 Jahre in die Vergangenheit und ruft für das Stadtgebiet das Jahr 1986 aus. Nostalgie trifft Digital Detox. Und so langsam kehren auch die ehemaligen Bewohner zurück. Doch das Erfolgskonzept bleibt natürlich nicht unbeobachtet: Der jugendliche Investor B.B. (Arthur Vischer) lauert und auch die Politik will ihren Fußabdruck hinterlassen. Die Tatsache, dass 1986 auch gesellschaftlich viele Dinge anders waren als heute, wühlt das Wahlvolk auf – und dann steht plötzlich die geheimnisvolle Ronda (Gabriela Garcia Vargas) auf der Tanzfläche der Disco Lametta.
„Braunschlag 1986“ feiert seine Deutschlandpremiere am 16. Juli bei HBO Max. Wie schon bei der Originalserie zeichnet auch hier David Schalko verantwortlich.
Surface – Das versunkene Dorf
Cold Case rund um ein versenktes Dorf
Die Pariser Hauptkommissarin Noémie Chastain (Laura Smet) reist in das beschauliche Dorf Avalone in Okzitanien nahe der spanischen Grenze. Dort soll sie einen Bericht verfassen und zugleich Abstand von ihrem letzten traumatischen Einsatz gewinnen, der sichtbare Narben in ihrem Gesicht hinterlassen hat. Empfangen wird sie vom örtlichen Kommissar Valant (Théo Costa-Marini) sowie dessen Mutter Catherine (Florence Muller), die gleichzeitig Bürgermeisterin und Schulleiterin des Ortes ist. Doch die erhoffte Ruhe findet Noémie nicht: Als ein Fass mit menschlichen Knochen aus dem Grund des Stausees geborgen wird, übernimmt sie die Ermittlungen.
Die Überreste eines Kindes führen wie befürchtet zu einem Cold Case, der die Bewohner Avalones bis heute erschüttert: Vor 23 Jahren, kurz vor der Flutung des ursprünglichen Dorfes für den Bau des Staudamms, verschwanden drei Kinder sowie der einzige Tatverdächtige spurlos. Gemeinsam mit dem Taucher Hugo (Tomer Sisley) lässt Noémie den Seegrund absuchen, um weitere Hinweise zu finden. Schon bald geraten die Eltern der verschwundenen Kinder ins Visier der Ermittlungen. Je tiefer Noémie in die Vergangenheit eintaucht, desto mehr Geheimnisse, Lügen und verdrängte Wahrheiten kommen ans Licht. Niemand scheint vertrauenswürdig zu sein. Erst als sie erkennt, wer bislang unbemerkt im Mittelpunkt des Falls steht, nähert sie sich der Wahrheit …
Die komplette Serie „Surface – Das versunkene Dorf“ liegt am 17. Juli in der ARD Mediathek zum Streamen bereit. Linear werden jeweils zwei Folgen am 26. Juli sowie 2. und 9. August ab 21:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.