„Sedwitz“: ARD dreht Comedyserie über die „wahre Geschichte“ des Mauerfalls

    Sechsteile Serie über DDR-Grenzoffizier „Ralle Pietzsch“

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 02.06.2015, 14:39 Uhr

    "Sedwitz": ARD dreht Comedyserie über die "wahre Geschichte" des Mauerfalls – Sechsteile Serie über DDR-Grenzoffizier "Ralle Pietzsch" – Bild: ARD

    Passend zum letztjährigen 25. Mauerfall-Jubiläum kündigt die ARD nun eine humorvolle Aufarbeitung des historischen Stoffs an. In München und Umgebung entsteht seit dem 19. Mai eine sechsteilige Comedyserie namens „Sedwitz“. Darin soll die „wahre Geschichte“ erzählt werden, die zum Zusammenbruch der DDR und zum Mauerfall geführt hat.

    Im Zentrum der Serie steht der DDR-Grenzoffizier Ralle Pietzsch (Thorsten Merten), der 1988 von einem sterbenden Stasi-Führer den Schlüssel zu einem hoch geheimen Tunnel unter der Grenze erhält. Doch anstatt diesen wie versprochen abzugeben, möchte er seinem Sohn den sehnlichsten Geburtstagswunsch erfüllen und ihm einen Zauberwürfel schenken. Den gibt es jedoch nur im westlichen Teil des fiktiven oberfränkisch-thüringischen Ortes Sedwitz.

    Eigentlich will Ralle nur kurz in den Westen, doch dann trifft er auf den notorisch arglosen BGS-Beamten Hubsi (Stephan Zinner), den geschäftstüchtigen Gastwirt Franz Haueisen (Hannes Ringlstetter) und die hübsche Lehrerin Astrid (Judith Richter) – und ehe er sich versieht, findet sich Ralle in einem Geflecht aus Schmuggel, Korruption und Geheimdienstlichkeiten wieder. Sogar die Akte „Kaiserwalzer“ will man ihm verkaufen, bevor sie Russen oder Amerikanern in die Hände fällt. Ralle und seine neuen Freunde erkennen allmählich, dass sie sich nur behaupten können, wenn die kleinen Leute westlich und östlich der Grenze zusammenarbeiten.

    Das Drehbuch stammt von Stefan Schwarz und Regisseur Paul Harather („Indien“, „Schlawiner“). „In unserer Serie ermöglichen wir es mit einem kleinen Trick, dass sich Ost und West vor der Wende wie in einem Laboratorium begegnen“, erläutert Schwarz den neuen Blickwinkel von „Sedwitz“, „ganz ohne Sektregen und Trabbikolonnen. Wir machen die Mauer im Jahr 1988 einen Spalt auf, so dass nur wenige durchschlüpfen können, damit wir besser sehen können, was die Mauer für den Normalbürger bedeutete.“

    Gedreht wird noch bis zum 22. Juni, die Ausstrahlung ist für das dritte Quartal im Ersten geplant.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • bugmenot_is_back am 02.06.2015 15:22melden

      Bei den üblichen Verschiebungen der Termine wird es wohl eher der 30. Jahrestag des Mauerfalls sein. 3. Quartal 2019.
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