In der Jury der Reality Awards 2026: (v. l.) Sanijel Jakimovski, Tanja May, Evelyn Burdecki, Özcan Cosar und Alexander Radloff
Bild: BILD/Niels Starnick
Ende 2024 hat die Mediengruppe RTL Deutschland eine neue Preisverleihung ins Leben gerufen, die als konsequente Folgerung auf die Programmentwicklung betrachtet werden kann: „Die Reality Awards“. Erstmals wurde der Rote Teppich ausgerollt für Protagonisten aus einschlägigen Dating- und Trash-TV-Formaten. 2025 gab es die Veranstaltung nicht, doch mit etwas Verspätung folgt nun am 16. April die zweite Verleihung. Stolz verkündet RTL, dass man dafür die „großen Player des Genres“ zusammenbringt: Neben RTL+ sind RTL Zwei, Prime Video, Paramount+ und Sport1 an Bord. „Unterschiedliche Plattformen, unterschiedliche Handschriften – ein gemeinsames Genre“ wird freudig verlautbart. Doch es sticht ins Auge, dass zwei große Anbieter-Namen in der Auflistung fehlen: Joyn und Netflix.
Dementsprechend werden sich in den Nominierungslisten auch keine Formate dieser beiden Anbieter wiederfinden, wodurch dann letztendlich bei weitem nicht das gesamte Feld des Reality-Genres abgedeckt wird. Der Grund dafür dürfte schlichtweg am Konkurrenzdenken liegen – insbesondere aus Sicht von Joyn. Der Streamingdienst der ProSiebenSat.1-Gruppe ist der direkte nationale Konkurrent von RTL+ und ganz offensichtlich kann man dort nicht über seinen Schatten springen und möchte sich nicht an einer Veranstaltung von RTL beteiligen. Ähnlich verhält es sich mit dem internationalen Streamingprimus Netflix, der die Veranstaltung offenbar ebenfalls als verzichtbar erachtet. Schon bei der ersten Verleihung im Dezember 2024 glänzten Joyn und Netflix mit Abwesenheit.
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Aus Sicht von RTL dürfte sich die Trauer darüber in Grenzen halten, denn in erster Linie geht es bei diesem unterm Strich völlig irrelevanten Preis um Spaß, Glamour und natürlich Aufmerksamkeit – und die wird dank der BILD als neuem offiziellen Medienpartner noch höher sein. Tanja May, Unterhaltungschefin und stellvertretende Chefredakteurin der BILD, fungiert als Vorsitzende einer prominent besetzten Jury, die über die Nominierten entscheidet. Verliehen werden die zweiten Reality Awards dann am 16. April im Maritim Hotel Bonn, die dann nicht nur auf RTL+, sondern auch auf BILD.de übertragen werden. Dort wird es auch eine umfangreiche redaktionelle Berichterstattung vor, während und nach dem Event geben.
Zur Jury gehören neben Tanja May auch Reality-TV-Queen Evelyn Burdecki, Comedian Özcan Cosar, die Reality-TV-Podcasterinnen Franziska Saxler und Dinah Gutermuth („Trashologinnen“), Reaction Creator Sanijel Jakimovski, Content Creatorin Alicia Andrich sowie Reaction Creator Alexander Radloff („OnionDog“).
Selbstbewusst betont RTL: „Reality ist längst mehr als Guilty Pleasure: Reality ist Popkultur, Gesprächsstoff und Streaming-Treiber. Und sie bekommt die Bühne, die sie verdient.“ Teilnahmeberechtigt sind alle Formate mit Start 2025 und Abschluss bis Mitte Februar 2026. Die schillernden Preiskategorien lauten: Lovestory des Jahres, Sexytime des Jahres, Beef des Jahres, Trennung des Jahres, Lustigster Moment des Jahres, Beliebteste Reality des Jahres, Emotionalster Moment des Jahres, Dramaqueen des Jahres, Redflag des Jahres, Reality-Host des Jahres sowie Realitystar des Jahres (weiblich) und Realitystar des Jahres (männlich).
Die Jury bestimmt zunächst die drei Nominierten pro Kategorie, anschließend entscheidet das Publikum über die Gewinner: Vom 6. bis 13. April können die Fans exklusiv auf BILD.de darüber abstimmen. Durch den Gala-Abend führen erneut Sophia Thomalla und Olivia Jones – „mit Haltung, Humor und Reality-Expertise“, wie es heißt. Produziert werden „Die Reality Awards“ von RTL Studios.