Pierre Brice ist tot

    „Winnetou“-Darsteller mit 86 Jahren gestorben

    Pierre Brice ist tot – "Winnetou"-Darsteller mit 86 Jahren gestorben – Bild: ARD
    Pierre Brice

    Winnetou ist tot. Pierre Brice, der Schauspieler, der für viele untrennbar mit der Rolle des weisen Indianerhäuptlings verbunden ist, starb am heutigen Samstag im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus in Paris Das teilten sein Management und sein Anwalt der dpa mit.

    Brice wurde am 6. Februar 1929 im französischen Brest als Baron Pierre Louis Le Bris geboren. Er arbeitete zunächst als Theaterschauspieler, verpflichtete sich dann aber freiwillig zur Armee und nahm am Indochina- und später am Algerienkrieg teil. Danach ging er ans Pariser Konservatorium und arbeitete als Fotomodell und Tänzer.

    Nach kleineren Rollen in spanischen und italienischen Filmen entdeckte ihn der deutsche Filmproduzent Horst Wendlandt, der ihm 1962 die Rolle des Winnetou in „Der Schatz im Silbersee“ anbot. Es wurde die Rolle seines Lebens, die er danach noch in zehn weiteren Karl May-Verfimungen spielen sollte. In den 1970er und 80er Jahren stand er zudem in zahlreichen Freilicht-Aufführen in Bad Segeberg ebenfalls als Indianderhäuptling auf der Bühne. 1979 nahm er sie für die Fernsehserie „Mein Freund Winnetou“ wieder auf und 1998 noch einmal für den zweiteiligen TV-Film „Winnetous Rückkehr“.

    Andere Engagements bekam er eher selten, war er doch so stark auf die Figur des Apachen-Häuptlings festgelegt. Er bereute das aber nicht, da er auch privat dessen Werte Toleranz, Menschenwürde und Freiheit teilte. In den 1990er Jahren stand Brice für eher seichte Familienserien wie „Ein Schloss am Wörthersee“ und „Klinik unter Palmen“ vor der Kamera. Für sein Lebenswerk und die völkerverbindende Darstellung des Winnetou wurde der Schauspieler mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Titel „Ritter der Ehrenlegion“.

    Zuletzt lebte Brice mit seiner Ehefrau in Garmisch-Partenkirchen. In deren Armen sei er nun auch gestorben, wie sein Management mitteilte.

    06.06.2015, 12:25 Uhr – Marcus Kirzynowski/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • SAS Prinz Malko am 09.06.2015 16:44 via tvforen.de

      Viele von euch kennen Winnetou dann aus dem fernsehen, als die Sender die Spielfilme brachten....
      fèr mich (und die Mitte-fünfziger wie ich), war es ein Kinoerlebnis. zuerst liefen die Filme in Luxemburg-Stadt, dann kamen sie nach esch , Differdange und bei uns nach Dudelange (wir hatten 3 Kinos zu jener Zeit), die Winnetous liefen im "LUTETIA", dem ältesten der drei. Holz-Klappstühle ......wir warteten ungeduldig, bis die Plakate aushingen und wir sahen, dass es nächste Woche soweit war.

      Die Vorstellung, in die ich durfte, war am Sonntag-nachmittag. Schon Mittwochs sicherte mein vater sich die Kinokarten........... .

      ........30 jahre später erlebte ich ungefähr das Gleiche mit meiner Tochter und.......Harry Potter.


      Heute besitzt unsere Kleinstadt (ca 20 000 Einwohner) noch 2 Kinosäle. aber erst seit einem halben Dutzend jahren, vorher gab es eine lange Zeit ohne Kinosaal.....in den 80ger Jahren half ein Cine-Club mit 16mm-Filmen am freitag abend ab....bis dann die VHS auch mit sich brachten, dass die Zuschauerzahl im Cine-Club von ca 80-100 auf....5 Zuschauer für die letzte Vorstellung sank.
      • Wikki am 10.06.2015 20:48 via tvforen.de

        Ich hätte diese große Zeit der Kinos gerne erlebt. Meine Oma erzählte so lebendig von früher, was für eine Pracht das alte Königsberg war, und auch von den Kinobesuchen, die für Teenager in den 30er Jahren etwas ganz besonderes waren. Meine Oma und ihre Freundinnen sind in jeden Film gegangen, der lief, es ging wahrscheinlich gar nicht nur um den Film an sich, sondern einfach um die Atmosphäre.

        Das kleine Lichtspielhäuschen im Haus der Geschichte in Bonn gibt einen kleinen Einblick in diese vergangene Zeit. Und mir gefällt es.
      • Anonymer Teilnehmer am 11.06.2015 13:39 via tvforen.de

        Auch von mir noch ein trauriges R.I.P. und danke für alles. Er war auch der Held meiner Kindheit, ich bin immer noch sehr traurig, das er nun nicht mehr da ist. Ich habe ihm soviel zu verdanken, ich hab echt das Bedürfnis zu seiner Beerdigung zu gehen, wenn das wirklich in Garmisch sein soll..... :-(
    • Wikki am 07.06.2015 23:23 via tvforen.de

      Was habe ich mit 10, 11 Jahren geschwärmt. Durch Winnetou waren Indianer bei mir ganz hoch im Kurs, aber Winnetou selbst war der beste und schönste und überhaupt :-)

      Gute Reise, du Kindheitsheld - in diesem Fall fand ich sogar die Bildzeitungs-Schlagzeile schön: Manitu, pass gut auf ihn auf.
      • siebentöter am 07.06.2015 20:41 via tvforen.de

        Also mit Verlaub gesagt, auf " Winnetous Rückkehr" kann man bitte verzichten!!! Die anderen elf legendären "Winnetou-Filme" strahlen die Sender ARD/ZDF schon seit geraumer Zeit in HD aus. Und der
        leider unsägliche "Winnetous Rückkehr" wurde auch nie an den Original-Schauplätzen gedreht!
        (Stand vor kurzem hier oder woanders)
        • Sir Hilary am 07.06.2015 23:18 via tvforen.de

          Es ist schwer zu akzeptieren das die Helden mit denen man aufwuchs ( wenn auch meine Generation "nur" im Fernsehen und nicht im Kino ) sterben.

          Mit Pierre Brice - Winnetou - geht für mich einer der prägensten Figuren. Ein Karl May Film war einer der ganz wenigen Filme , für den mich sogar meine Eltern aus dem Bett riefen, und von sich aus mein Aufbleiben verlängerten.

          So wird es wohl vielen gehen : Mit Winnetou verbindet man nicht nur tolle Kino und oder TV Erlebnisse, sondern auch Erlebnisse im Kreise der Familie oder Freunden - mit denen man die Abenteuer am nächsten Tag nach spielte oder neue erfand.

          Pierre Brice hatte sicher ein erfühltes Leben , und doch fällt der Abschied schwer .....


          Gruß

          Sir Hilary
        • SAS Prinz Malko am 08.06.2015 12:38 via tvforen.de

          wie gesagt, bei Winnetous Rèckkehr gehen die Meinungen auseinander. Natürlich ist er für mich nicht mit den großen Kinofilmen der 60ger vergleichbar, aber mich hat es trotzdem noch einmal gefreut, verschiedne Klischees wiederzusehen, und auch PB noch einmal in das Indianerkostüm steigen zu sehen. Der gréste Schwachpunkt ist für mich die Orginalstimme PBs , deutsch mit franzéiscischem akzent....für einen USIndianer?
          .........aber auch schon bei "Mein freund Winnetou" gingen die Meinungen auseinander. Wieder einmal war/bin ich froh, einige PB-Winnetous mehr in meiner Sammlung zu haben (onschon die DVD-Box in sehr schlechter Quali ist...einfach Kopien von 16 mm ....)
      • SAS Prinz Malko am 07.06.2015 11:26 via tvforen.de

        ...können wir nur hoffen, dass die Fernsehsender jetzt eine komplette digital aufbearbeitete Winnetou-Serie bringen


        Die 11 Kinofilme
        Die Serie "Mein freund Winnetou"
        der zweiteiler "Winnetous Rèckkehr"
        • Christoph_1965 am 07.06.2015 10:32

          Ich bin heute sehr traurig: Mit Winnetou bin ich aufgewachensen, diese Filme sind ein Teil meiner Jugend mit vielen tollen Erinnerungen. Pierre Brice und Lex Barker als Old Shatterhand (leider viel zu früh verstorben) schätze ich nicht nur als Schauspieler, sondern als bescheidene Menschen und Vorbilder sehr. Noch heute läuft es mir kat den Rücken hinunter, wenn im TV ein Winnetou-Film mit der fantastischen Musik von Martin Böttcher startet. Pierre Brice hat sich einen Ehrenplatz in den ewigen Jagdgründen mehr als verdient.
            hier antworten
          • mimmila am 06.06.2015 23:45 via tvforen.de

            er war auch "mein" Winnetou, der Held meiner Kindertage und mein erster großer Schwarm.
            Es war unvergleichlich wenn die berühmte Melodie kam und auf einmal war da auf einem Berg, Winnetou auf Iltschi.....

            R.I.P. Pierre Brice
            • timolino am 06.06.2015 19:11

              Das tut mir wahnsinnig leid. Er war und bleibt ein ganz Großer. Ruhe in Frieden, Pierre Brice :-(
                hier antworten
              • Tarja am 06.06.2015 18:30 via tvforen.de

                R.I.P.

                Wieder ein Held meiner Kindheit, ich habe damals die Winnetou Filme geliebt.
                • Mr.Silver am 06.06.2015 22:21 via tvforen.de

                  Die Filme liebe ich heute noch, wenn sie laufen werden sie geschaut, sind absolut zeitlos
                  werden auch nie langweilig, da hat Horst Wendtland echt was grosses geschaffen.
                  Nun sind die beiden Blutsbrüder wieder vereint und reiten durch andere Prärien, um
                  sie sicher zu machen.
                • Tarja am 07.06.2015 17:03 via tvforen.de

                  Stimmt, zeitlos sind sie wirklich nur in letzter Zeit liefen sie so oft das ich da das eine oder ander mal etwas anderes geschaut habe.
                • Mr.Silver am 07.06.2015 17:51 via tvforen.de

                  kann amn auch nebenbei schauen, heute liefen ja schon Winnetou teil 1 + 2 in der ARD, Teil 3 dann heute Abend im BR 3 22.10 Uhr, der wichtigste Film der trilogie.
                • SAS Prinz Malko am 08.06.2015 12:02 via tvforen.de

                  ...wieso ist er der Wichtigste?...weil Wnnetou 8angeblich) stirbt? (Wir wissen ja aber mittlerweilen, dass er nur verletzt wurde)
                • SAS Prinz Malko am 08.06.2015 12:04 via tvforen.de

                  Was waren denn noch eure "Indianerfilme" in dieser zeit. (60ger....)

                  mir fallen spontan ein:

                  - Mato, der Indianer
                  - Großer adler, Häuptling der Cheyenne (obschon in den 50gern gedreht)

                  sowie einige deutsche Kinofilme, daruter

                  - der letze Mohikaner
                  - Die schwarzen Adler von Santa Fe.
                • Stahlnetz am 08.06.2015 13:59 via tvforen.de

                  SAS Prinz Malko schrieb:
                  -------------------------------------------------------
                  > Was waren denn noch eure "Indianerfilme" in dieser
                  > zeit. (60ger....)

                  An US-Spielfilmen würden mir u.a. spontan einfallen:

                  Cheyenne (Originaltitel: Cheyenne Autumn, USA 1964)
                  Massai - Der große Apache (Originaltitel: Apache, USA 1954)
                  Das letzte Kommando (Originaltitel: Geronimo, USA 1961)
                  Taza, Sohn des Cochise (Originaltitel: Taza, Son of Cochise, USA 1953/54

                  An Serien neben "Mato, der Indianer" und "Großer Adler - Häuptling der Cheyenne" nur noch die in Deutschland nie gezeigte Indianerserie "Broken Arrow" (USA 1956 - 58), in der Michael Ansara den Häuptling Cochise spielte.

                  Gruß
                  Stahlnetz
                • baki am 08.06.2015 18:09 via tvforen.de

                  etwas off-Topic, aber:
                  Stahlnetz: >An US-Spielfilmen würden mir u.a. spontan einfallen: Cheyenne (Originaltitel: Cheyenne Autumn, USA 1964)
                  John Fords' Cheyenne lief vor wenigen Monaten im Wiener Filmmuseum, und damit auf einer großen Leinwand...ich habe das Kino schwer beeindruckt verlassen.
                  Ein bemerkenswerter Film, mit hochkarätiger Schauspielerriege bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt und einer Geschichte, die so gar nicht in das übliche Indianer Schema von John Ford passen wollte...wohl mit ein Grund, warum John Ford, sonst ein beliebter Preisträger bei den Academy Awards, in jenem Jahr leer ausgegangen war...

                  Gruß
                  Baki
                • Sir Hilary am 08.06.2015 22:04 via tvforen.de

                  baki schrieb:
                  -------------------------------------------------------
                  > etwas off-Topic, aber:
                  > Stahlnetz: >An US-Spielfilmen würden mir u.a.
                  > spontan einfallen: Cheyenne (Originaltitel:
                  > Cheyenne Autumn, USA 1964) >
                  > John Fords' Cheyenne lief vor wenigen Monaten im
                  > Wiener Filmmuseum, und damit auf einer großen
                  > Leinwand...ich habe das Kino schwer beeindruckt
                  > verlassen.
                  > Ein bemerkenswerter Film, mit hochkarätiger
                  > Schauspielerriege bis in die Nebenrollen
                  > hervorragend besetzt und einer Geschichte, die so
                  > gar nicht in das übliche Indianer Schema von John
                  > Ford passen wollte...wohl mit ein Grund, warum
                  > John Ford, sonst ein beliebter Preisträger bei
                  > den Academy Awards, in jenem Jahr leer ausgegangen
                  > war...
                  >
                  > Gruß
                  > Baki



                  John Ford sagte zu diesem Film, das sei eine späte Entschuldigung für seine ansonsten eher S/W erzählten Indianerwestern. Obgleich schon "Der schwarze Falke" sehr kritische Tendenzen hatte und den Rassismus bei vielen weißen thematisierte.
                • Stahlnetz am 08.06.2015 23:45 via tvforen.de

                  baki schrieb:
                  -------------------------------------------------------
                  > Ein bemerkenswerter Film, mit hochkarätiger
                  > Schauspielerriege bis in die Nebenrollen
                  > hervorragend besetzt und einer Geschichte, die so
                  > gar nicht in das übliche Indianer Schema von John
                  > Ford passen wollte...wohl mit ein Grund, warum
                  > John Ford, sonst ein beliebter Preisträger bei
                  > den Academy Awards, in jenem Jahr leer ausgegangen
                  > war...

                  Ja, allein schon Edward G. Robinson in der kleinen Rolle des Innenministers Carl Schurz ist für mich ein ganz besonderes Highlight unter den vielen hochkarätigen Gaststars des Films. In der deutschen Fassung wurde Robinson dann auch noch von Alfred Balthoff synchronisiert, was jene Rolle zusätzlich enorm aufwertete, da sie Balthoff durch sein einzigartiges Charisma noch veredelte.

                  Ursprünglich sollte diese Rolle ja Spencer Tracy spielen, doch der hatte gerade einen Herzinfarkt erlitten, so daß Edward G. Robinson einsprang. Auch die Rollen der Indianerhäuptlinge wollte Ford ursprünglich mit anderen Schauspielern besetzen, doch letztlich kam es dann eben so, wie wir diesen wunderbaren Film kennen und auch lieben.

                  Weshalb dieses Werk seinerzeit keinen Preis erhielt, liegt vermutlich einfach auch mit am Thema, denn mit dieser Seite ihrer Geschichte tun sich viele Amerikaner ja heute noch schwer. Wenigstens ist "Cheyenne" schon lange Zeit auf DVD erhältlich, was man von den wenigen US-Indianerserien, die ich im vorigen Beitrag erwähnte, leider nicht behaupten kann. Davon bekommt man nur Sammlermaterial in relativ schlechter Qualität.

                  Auch wenn das hier alles etwas Off-Topic ist, aber ich denke das Indianerthema ist auf jeden Fall im Sinne von Pierre Brice, und er wird uns aus den ewigen Jagdgründen heraus dafür auch nicht böse sein. Ich ziehe hier natürlich ebenfalls dankbar und respektvoll meinen Hut vor dem großen Winnetou und sage...

                  R.I.P. unvergeßlicher Pierre Brice

                  Gruß
                  Stahlnetz
              • serieone am 06.06.2015 17:58

                Winnetou hab ich schon so oft gesehen und kann immer noch nicht genug davon bekommen.
                  hier antworten
                • Vorian am 06.06.2015 17:20

                  Mit Pierre Brice 'Winnetou' stirbt ein Teil meiner Kindheit mit, denn ich habe ihn früher immer zusammen mit meinen Großeltern in den Sommerferien bei den Karl-May-Festpielen in Elspe auf der Bühne gesehen. Meine Großeltern sind im Verlauf der letzten 4 Jahre gestorben und nun ist auch er gegangen. Nun bleiben nur noch die schönen Erinnerungen. Ruhe in Frieden.
                    hier antworten
                  • TVMaster74 am 06.06.2015 16:34 via tvforen.de

                    Das ist traurig :(

                    Selten wird wohl ein Schauspieler so mit einer Rolle verbunden wie Pierre Brice mit Winnetou. Vielleicht noch Horst Tappert mit Derrick.

                    Er lebt in den Filmen weiter und das tröstet ein bisschen über seinen Tod hinweg.

                    Ruhe in Frieden, großer Häuptling.

                    TVMaster74
                    • Hoss am 06.06.2015 16:00

                      Winnetou ist in die ewigen Jagdgründe eingezogen. R.I.P. jetzt ist bei Charly :-(
                        hier antworten
                      • yoda_fds am 06.06.2015 14:25 via tvforen.de

                        Es ist sehr traurig. Aber er hatte ein langes und gutes Leben und er wird uns allen immer in Erinnerung bleiben.

                        Was die Neuverfilmung angeht: Es ist vielleicht gut, dass er das nicht mehr erleben muss. Das kann nichts werden. Schon Winnetous Rückkehr war kaum erträglich, obwohl mit ihm an Originalschauplätzen und mit echten Indianern gedreht.

                        Die Winnetoufilme der 60er Jahre mit Ihrem Wilden Westen auf dem Balkan und all den falschen Indianern werden immer unerreicht bleiben.

                        RIP Pirre Brice/Winnetou!
                        • TV Wunschliste am 06.06.2015 13:25 via tvforen.de

                          Winnetou ist tot. Pierre Brice, der Schauspieler, der für viele untrennbar mit der Rolle des weisen Indianerhäuptlings verbunden ist, starb am heutigen Samstag im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus in Paris Das teilten sein Management und sein Anwalt der dpa mit.

                          Brice wurde am 6. Februar 1929 im französischen Brest als Baron Pierre Louis Le Bris geboren. Er arbeitete zunächst als Theaterschauspieler, verpflichtete sich dann aber freiwillig zur Armee und nahm am Indochina- und später am Algerienkrieg teil. Danach ging er ans Pariser Konservatorium und arbeitete als Fotomodell und Tänzer.

                          Nach kleineren Rollen in spanischen und italienischen Filmen entdeckte ihn der deutsche Filmproduzent Horst Wendlandt, der ihm 1962 die Rolle des Winnetou in "Der Schatz im Silbersee" anbot. Es wurde die Rolle seines Lebens, die er danach noch in zehn weiteren Karl May-Verfimungen spielen sollte. In den 1970er und 80er Jahren stand er zudem in zahlreichen Freilicht-Aufführen in Bad Segeberg ebenfalls als Indianderhäuptling auf der Bühne. 1979 nahm er sie für die Fernsehserie "Mein Freund Winnetou" wieder auf und 1998 noch einmal für den zweiteiligen TV-Film "Winnetous Rückkehr".

                          Andere Engagements bekam er eher selten, war er doch so stark auf die Figur des Apachen-Häuptlings festgelegt. Er bereute das aber nicht, da er auch privat dessen Werte Toleranz, Menschenwürde und Freiheit teilte. In den 1990er Jahren stand Brice für eher seichte Familienserien wie "Ein Schloss am Wörthersee" und "Klinik unter Palmen" vor der Kamera. Für sein Lebenswerk und die völkerverbindende Darstellung des Winnetou wurde der Schauspieler mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Titel "Ritter der Ehrenlegion".

                          Zuletzt lebte Brice mit seiner Ehefrau in Garmisch-Partenkirchen. In deren Armen sei er nun auch gestorben, wie sein Management mitteilte.

                          06.06.2015 - Marcus Kirzynowski/wunschliste.de
                          Bild: ARD


                          https://www.wunschliste.de/tvnews/25109
                          • SAS Prinz Malko am 06.06.2015 12:51 via tvforen.de

                            ....somit war dann doch "Winnetous Rückkehr " sein letzter Fernsehauftritt als Mescalero. Dies setzt auch allen Spekulation über eine Rolle Pierre Brice in den neuen Folgen bei RTL ein Ende.
                            • Nicole (Nicko) am 06.06.2015 12:42 via tvforen.de

                              Oh mein Gott ich bin fassungslos. Mache gerade nichts ahnend das TV Forum auf und muss dass traurige lesen.

                              Winnetou, das war mein Held. Old Shatterhand war auch nicht schlecht, aber Winnetou, den wollte ich damals als Kind heiraten.

                              Ruhe in Frieden mein großer Winnetou!
                              • Thinkerbelle am 06.06.2015 12:24 via tvforen.de

                                Ich habs eben auch im Videotext gelesen. Winnetou ist in die ewigen Jagdgründe eingezogen.
                                R.I.P.
                                • SAS Prinz Malko am 06.06.2015 12:22 via tvforen.de

                                  Ich nehme diese Menldung natürlich mit groser Traurigkeit entgegen. Ich hatte noch die Chance, ihn vor ein paar Jahren persönlich zu treffen und ein paar Worte mit ihm zu Wechseln.
                                  Die Widmung in einem Karl-May-Film-Band , die ich damals bekam, hat einen Sonderplatz in meiner Winnetou-Thek.
                                  • Pete Morgan am 06.06.2015 12:08 via tvforen.de

                                    Winnetou, mein Winnetou...
                                    Er war ein Held meiner Kindertage und Jugend. Er war der einzige Filmindianer, der nachhaltig Eindruck bei mir hinterlassen hat. Er war einzigartig und für mich die ideale Personifizierung von Karl Mays Romanheld.

                                    Ich verneige mich in Dankbarkeit vor Pierre Brice, der mir so viele wunderbare Momente bereitet hat und meine Kinderaugen zum Glänzen brachte...

                                    Der Lonewolf Pete
                                    • Sony1979 am 06.06.2015 11:57 via tvforen.de

                                      Traurige Nachricht :(

                                      Mochte ihn natürlich in seiner Paraderolle als "Winnetou"...aber auch später, als er eine größere Rolle in "Ein Schloss am Wörthersee" bekam.
                                      • siebentöter am 06.06.2015 11:45 via tvforen.de

                                        Sehr traurig! Adieu Pierre!

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