Alles hätte so schön sein können: Eigentlich wäre in dieser Woche die 2000. Sendung der seit 2013 ausgestrahlten Kochdoku „Mein Lokal, Dein Lokal“ über die Bildschirme geflimmert. Doch von seinem Jubiläum hat sich der auftraggebende Sender Kabel Eins bereits am Montag, dem 28. September, verabschiedet, nachdem Screenshots von rassistischen Postings aufgetaucht waren, die mutmaßlich der Mitinhaber eines der teilnehmenden Restaurants verfasst hatte.
Betroffen von der Programmänderung ist nicht nur die für den gestrigen Abend geplante Ausgabe. Auch die restlichen Folgen der Geburtstagswoche werden aufgrund der im Raum stehenden Vorwürfe nicht gezeigt. Stattdessen gibt es Wiederholungen alter Episoden zu sehen.
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Im Mittelpunkt des üblichen Wettstreits, bei dem sich fünf Restaurants messen, sollten in den nächsten Tagen Lokale in Berlin und Umgebung stehen. Mit dabei: die im Hauptstadtortsteil Schmöckwitz liegende Seelodge auf dem Campingplatz am Krossinsee. Wenige Stunden vor der Ausstrahlung der bereits im März dieses Jahres gedrehten, für Montag terminierten Ausgabe kursierten im Internet allerdings Screenshots von antimuslimischen und antisemitischen Äußerungen, die mutmaßlich vom privaten Facebook-Account des besagten Miteigentümers stammen, der in der Sendung selbst nicht auftritt.
Nach Bekanntwerden des Sachverhalts meldete sich Kabel Eins umgehend zu Wort, distanzierte sich von jeglichen menschenverachtenden Aussagen und nahm die Folge kurzfristig aus dem Programm. Laut der Märkischen Allgemeinen Zeitung reagierte am heutigen Dienstag die hinter der Seelodge stehende Event- und Cateringfirma auf den Wirbel. Eigenen Angaben zufolge sei der Facebook-Account des Mitinhabers gehackt worden. Auch das Unternehmen wies in seinem Statement fremdenfeindliche, menschenverachtende oder anderweitig diskriminierende Äußerungen und Inhalte entschieden von sich.