„Lindenstraße“: Kultnächte und Dokumentation zum Abschied

    Der Countdown zur finalen Folge läuft

    Glenn Riedmeier – 04.02.2020, 11:53 Uhr

    Das „Lindenstraße“-Ensemble

    Das Ende der „Lindenstraße“ rückt immer näher. Noch acht Episoden stehen aus – die finale 1758. Folge „Auf Wiedersehen“ wird am 29. März ausgestrahlt. Nun verkündete der WDR, dass sich die Fans zum Abschied auf einige Sonderprogrammierungen und eine neue Dokumentation freuen dürfen.

    Vor der letzten Folge zeigt das Erste am 29. März um 18:00 Uhr die WDR-Dokumentation „Bye bye Lindenstraße“, in der auf die über drei Jahrzehnte der Kultserie zurückgeblickt wird. Neben Ausschnitten aus der „Lindenstraße“ wird es auch zeithistorisches Archivmaterial aus der „Tagesschau“ zu sehen geben. Zudem kommen aktuelle und ehemalige Darsteller zu Wort und erzählen, wie die „Lindenstraße“ ihr Leben geprägt hat.

    Darüber hinaus wird es zwei „Lindenstraßen“-Kultnächte geben: In der Nacht vom 28. auf den 29. März (von 1.30 bis 5:05 Uhr) sowie in der Nacht vom 29. auf den 30. März (von 1.40 bis 4:55 Uhr) werden insgesamt elf ausgewählte Folgen wiederholt. Unter anderem wird die allererste Folge „Herzlich willkommen“ vom 8. Dezember 1985 gezeigt. Auch der legendäre Schwulenkuss zwischen Carsten Flöter und Robert Engel aus dem Jahr 1990 ist dabei, ebenso Klausi Beimers Nazi-Eid (1993), der „Bratpfannenmord“ von Lisa an Matthias Steinbrück (1995), die „Wählt Gung!“-Kampagne (1998) und die Live-Folge zum Tod von Erich Schiller (2015).

    Kultnacht vom 28. auf 29. März:

    • 01:30 Uhr: Folge 1 „Herzlich willkommen“ vom 08.12.1985
    • 03:00 Uhr: Folge 156 „Der erste Schnee“ vom 27.11.1988 (Letzte Folge mit Benno Zimmermann, der an Aids starb)
    • 03:35 Uhr: Folge 225 „Räumaktionen“ vom 25.03.1990 (Legendärer Schwulenkuss zwischen Carsten Flöter und Robert Engel)
    • 04:05 Uhr: Folge 257 „Boykott“ vom 04.11.1990 (Benny Beimers Aufruf zum Stromboykott)
    • 04:35 Uhr: Folge 375 „Unter Strom“ vom 07.02.1993 (Klaus Beimer schwört den „Eid“ bei der Neonazi-Gruppe um Rainer)

    Kultnacht vom 29. auf 30. März:

    • 01:40 Uhr: Folge 507 „Laufpass“ vom 20.08.1995 (Lisa Hoffmeister erschlägt Matthias Steinbrück mit einer Bratpfanne)
    • 02:10 Uhr: Folge 597 „Countdown“ vom 11.05.1997 (Amélie von der Marwitz und Ernst-Hugo von Salen-Priesnitz nehmen sich gemeinsam das Leben)
    • 02:40 Uhr: Folge 666 „Schwindeln“ vom 06.09.1998 (Wählt Gung! Gung wird von Momo Sperling, Dani Schmitz, Philipp Sperling und Klaus Beimer zum Kanzlerkandidaten gekürt)
    • 03:15 Uhr: Folge 750 „Atemlos“ vom 16.04.2000 (Momo Sperling ersticht seinen Vater Kurt)
    • 03:45 Uhr: Folge 774 „Da, wo es wehtut“ vom 01.10.2000 (Mary entmannt Olaf Kling mittels Geflügelschere)
    • 04:15 Uhr: Folge 1559 „Hinter der Tür“ vom 06.12.2015 (Live-Folge zum Tod von Erich Schiller) (leicht gekürzt)

    Auch der Spartensender One nimmt ein paar „Lindenstraßen“-Schätzchen ins Programm. So werden vom 8. März an jeweils sonntags ab 9:25 Uhr mehrere Filme rund um die „Lindenstraße“ gezeigt:

    • 8.3.2020, 10:05 Uhr: „Moritz A. Sachs – Ein Mann mit zwei Leben“ (Gespräch mit Moritz A. Sachs alias „Klausi“ in zwei Teilen anlässlich des 30. Geburtstags der „Lindenstraße“)
    • 8.3.2020, 11:05 Uhr: „Zimmer frei!“ mit Moritz A. Sachs
    • 15.03.2020, 10:20 Uhr: „Die Beimers – Eine Geschichte aus der „Lindenstraße““ (Stationen aus dem Leben der Familie Beimer)
    • 22.03.2020, 10:20 Uhr: „Entführung aus der Lindenstraße“ (Fernsehfilm, der 1995 anlässlich des 10-jährigen Jubiläums produziert wurde)
    • 29.03.2020, 10:15 Uhr: „Lindenstraße – Ihre neuen Nachbarn“ (Zum Start der neuen Serie werden alle Hauptdarsteller vorgestellt. Ihre Rollenbiographie wird geschildert und Deutschlands Zuschauer werden so auf ihre neuen Nachbarn in der Lindenstraße vorbereitet.)
    • 29.03.2020, 10:45 Uhr: „Nicht sendefähig! Die Lindenstraße lacht“ (Zusammenschnitt von Drehpannen und kuriosen Einstellungen aus der Produktion anlässlich des zweiten Geburtstags der „Lindenstraße“)
    • 29.03.2020, 11:20 Uhr: „Lindenstraße-Klappenfilm“ (Die witzigsten Versprecher, die besten Pannen und die lustigsten Hänger aus den ersten 18 Jahren „Lindenstraße“ präsentiert von Georg Uecker und weiteren Schauspielkollegen)
    • 05.04.2020, 10:15 Uhr: „Bye bye Lindenstraße“ (Neue WDR-Dokumentation)

    Die finalen acht Folgen warten noch mit einigen dramatischen Ereignissen auf: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) wird Opfer eines hinterhältigen Brandanschlags und liegt schwer verletzt im Koma. In wilden Träumen wandelt sie zwischen den Welten der Lebenden und Toten. Dabei trifft sie nicht nur auf ihren Sohn Benny Beimer (Christian Kahrmann), sondern auch auf ihre verstorbenen Ex-Ehemänner Hans Beimer (Joachim Hermann Luger) und Erich Schiller (Bill Mockridge). Und begegnet ihrem „Schöpfer“, gespielt von „Lindenstraße“-Erfinder Hans W. Geißendörfer. Wird Helga sterben?

    Auch auf der Baustelle des Hotels spielt sich ein Drama ab, in dessen Mittelpunkt Anna Ziegler (Irene Fischer) steht. Ein Drama anderer Art bahnt sich zwischen Nina (Jacqueline Svilarov), Klaus (Moritz A. Sachs), Neyla (Dunja Dogmani) und Johannes (Felix Maximilian) an, ausgelöst durch die Recherche über ein rechtes Netzwerk innerhalb Ninas Polizeidienststelle. Murat (Erkan Gündüz), der wochenlang auf spektakuläre Weise gegen die Abholzung einer Linde und gegen die Gentrifizierung im Viertel protestiert, schöpft Hoffnung – bis die toughe Lokalpolitikerin Karola Nowak (Christine Neubauer) auftaucht.

    Bei One bleibt die „Lindenstraße“ noch bis zum 8. September montags bis freitags jeweils um 17:15 Uhr im Programm, bis auch dort die letzte Folge erreicht wurde.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1957) am melden

      dann können einige der darsteller ja nun in den dschungel gehen.....
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        Die Listra stand mit Vater Geißendorfer und fiel mit Tochter Geißendorfer.

        Am 1.3. tauchen also noch einige in der Serie verstorbene Darsteller auf. Merkwürdig, daß man in der Ewigkeit altert. Fällt bei Beimer und Schiller nicht auf …. aber bei Benny!
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        • (geb. 1963) am melden

          Kultnächste finde ich nicht schlecht, so können wir uns an die Höhepunkte unserer Serie noch mal erinnern als es noch schön war.
          Und Doku finde ich auch sehr interessant.
          Da gibt man sich wirklich noch mal Mühe die Fans ehemaligen Fans ein nettes Abschiedsgeschenkt zu geben und finde da sollte man doch zufrieden sein und es gibt Aufzeichnungsgeräte wo man die Folgen aufnehmen kann

          In der Vergangenheit liebte ich Henny Schildknecht und Stefan Nossek, Benno Zimmermann und die Else Kling auch die Friseuertante die rothaarige Isolde Panowak
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          • (geb. 1976) am melden

            @ Andreas
            Viel sag ich nicht dazu, nur das 1. Die Lindenstrasse zu 95% immer auf dem gleichen Sendeplatz lief und 2. jetzt werden schon Extra-Sendungen gebracht, dann ist es auch wieder nicht gut.
            Seid Ihr denn nie zufrieden?Irgendwann ist nun mal jede Serie vorbei.That's Life!
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              That's Life? Das ist eine Entscheidung einzelner, die von uns finanziert werden und die für die Absetzung nur fadenscheinige Begründungen abgeliefert haben. Wenn sie ordentliche Argumente geliefert hätten, wäre da auch Verständnis. Aber so wirkt es eher wie ein zusätzliches Sich-Lustig-Machen über uns Zuschauer. 


              Dieses Denken hat System in der ARD, nicht nur in Bezug auf die Lindenstraße. Auf seiner Wikipedia-Seite feiert sich der Herres dafür, dass er die Comedy/Satire-Schiene am Donnerstag abend etabliert habe, für mich eines der größten Programmplanungsfehler überhaupt. Oder diese ewige Dominanz der Krimis im Programm. Was nicht in eine Schublade passt oder unbequem wirkt, kommt überhaupt nicht mehr zum Zuge. Im Ersten Programm geht die Programmvielfalt immer mehr den Bach runter, man soll noch dafür zahlen und am besten noch die Klappe dazu halten? Nee, die Zeiten nähern sich dem Ende.



              Übrigens von diesem ganzen "Extra-Sendungen" ist nur die Doku "Bye bye Lindenstraße" neu, der Rest Sendungen, die eh schon jeder Fan kennt und/oder gesehen hat. 
            • (geb. 1968) am melden

              @vans29
              In
              den letzten Jahren wurde die Lindenstraße wegen Wahlen und Sport immer häufiger nur auf One gezeigt. Dazu die Sommerpause und auch nach
              Weihnachten gab es eine Pause. Die "Kultnächte" kann sich die ARD
              wirklich sparen.



              Hier geht es m. E. auch nicht um irgendeine Serie, sondern um das einzige fiktionale Format der öffentlich-rechtlichen, das sich mit der Lebenswirklichkeit in Deutschland auseinandersetzt und viele gesellschaftlich relevante Themen anspricht. Wer denkt, es geht nur um Kekse backen mit Helga Beimer, hat offensichtlich schon lange nicht mehr reingeschaut oder seine Meinung nur geborgt.
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            Als Fan der Serie fühlt man sich doch da ziemlich veräppelt. Jetzt dieses Rahmenprogramm als große Wertschätzung der Sendung und der Fans zu verkaufen, ist an Dreistigkeit schon kaum noch zu toppen. Ja, wenn sie die Serie seitens des Senders so wertschätzen würden, dann hätten sie die nicht eingestellt.
            Vorher, vor der Entscheidung zur Absetzung hätten sie mal so auffahren sollen, aber nein, mit den ewigen Verschiebungen und Pausen, haben sie bewusst die Kontinuität des linearen Zuschauens kaputtgemacht. Kein Wunder, dass sich die geneigten Fans eher ins Internet beim Schauen verlegt haben.
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