Kurzer Prozess: RTL-“Gerichtsreport“ ist Geschichte

    Neue Gerichtsshow fiel beim Publikum durch

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 21.06.2019, 14:01 Uhr

    Gerichtsreport Deutschland – Bild: TVNOW
    Gerichtsreport Deutschland

    Haben die Deutschen im Jahr 2019 noch Lust auf eine neue Gerichtsshow? Diese Frage hat sich RTL gestellt und Anfang der Woche mit „Gerichtsreport Deutschland“ das ausgestorben geglaubte Genre zurückgebracht. Die ernüchtende Antwort lautet: Nein, allzu viele Menschen haben ein derartiges Format nicht vermisst und ihr Urteil per Abschaltknopf schnell gefällt. Nun macht auch RTL kurzen Prozess und schickt das Format vorzeitig auf den Fernsehfriedhof.

    Bereits die erste Folge am Montag sahen nur 490.000 Zuschauer, in der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam ein mieser Marktanteil von 7,0 Prozent zustande. Auch die weiteren Folgen blieben weiter hinter den Erwartungen zurück. Die Konsequenz: Schon heute Nachmittag (21. Juni) läuft um 15 Uhr die letzte Folge. Eigentlich waren 20 Ausgaben geplant, doch RTL zieht nun schon nach der fünften den Stecker. Ab kommendem Montag sind auf dem 15-Uhr-Sendeplatz vorläufig weitere Folgen von „Die Superhändler“ zu sehen. Die Trödelshow läuft somit vorerst ab 14 Uhr in Doppelfolgen.

    Hinter „Gerichtsreport Deutschland“ stand filmpool als Produktionsfirma. Pro Folge wurden nacheinander zwei bis vier Gerichtsfälle erzählt – nach Drehbuch mit Laiendarstellern, versteht sich. Die Fälle waren „an wahre Begebenheiten angelehnt“. Wie früher bei Barbara Salesch oder Alexander Hold wurden die Fälle von echten Richtern, Rechts- und Staatsanwälten verhandelt. Zu Wort kamen neben Klägern und Angeklagten auch die Zuschauer der Verhandlung. Sie gaben ihre Meinung darüber ab, ob das gefällte Urteil ihr natürliches Rechtsempfinden bestätigt oder sie es für ungerecht erachten. Der jeweilige Richter legte am Ende der Verhandlung dar, weshalb sein Urteil gerecht ist, auch wenn es dem persönlichen Rechtsempfinden widerspricht.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1970) am melden

      Ein Trash Format war das nicht, würde ich behaupten. Kein Geschrei und Gebrüll wie in der Vergangenheit. Aber 7 % ist RTL um 15 Uhr wohl zu wenig. Mehr, die gute Unterhaltung mögen, ist wohl zu der Zeit nicht zu bekommen.
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      • (geb. 1978) am melden

        Niemand normal denkender kann verstehen wer so eine Programmplanung macht,wie YXogi schon schrieb,waren mal Marktführer,müssen ja jetzt nur noch Vollidioten die TV planung machen,vielleicht mal doch eher auf Zuschauerwünsche eingehen,der kleine Bruder nitro ist da wesentlich lernwilliger...gucke auch kaum noch RTL
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        • (geb. 1955) am melden

          RTL war mal Marktführer I 18% über mehrere Jahre. Bis sie mit diesem Schwachsinn von scriptet reality Sendungen mehr als die Hälfte ihrer Zuschauer verloren haben und jetzt bei ca. 8% Marktanteil dümpeln.
          Haben is Verantwortlichen das wirklich vergessen...
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          • am melden

            Ich habs doch gesagt, diese Trash-Formate will keiner sehen.
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