„Kriminalreport“: ARD bestätigt Ratgeberformat mit Judith Rakers

    Livesendung am Montagabend mit „Tagesschau“-Moderatorin

    "Kriminalreport": ARD bestätigt Ratgeberformat mit Judith Rakers – Livesendung am Montagabend mit "Tagesschau"-Moderatorin – Bild: rbb/HR/SWR / Ben Knabe
    Judith Rakers moderiert die Sendung „Kriminalreport“ im Ersten.

    Ab dem 27. August geht die langjährige „Tagesschau“-Moderatorin Judith Rakers mit dem neuen Ratgeberformat „Kriminalreport“ an den Start. Damit will die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt nach eigenen Angaben den Erfolg von ähnlichen Programmen aus den Regionalprogrammen auch bundesweit umsetzen. Und vermutlich hofft man auch, sich vom Quotenerfolg der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ ein Stück abzuschneiden. Pläne für die neue Sendung waren vorab bekannt geworden (fernsehserien.de berichtete).

    Der „Kriminalreport“ will die Themen persönliche Sicherheit und Verbrechensprävention mit Filmbeiträgen, Studiogesprächen – mit Experten und Betroffenen – , Live-Schaltungen sowie Hintergrund- und Erklärstücken aufbereiten.

    Judith Rakers über ihr neues Format: „Während die ‚Tagesschau‘ über die Zahlen und Fakten aus der Kriminalstatistik berichtet, liefert der ‚Kriminalreport‘ Hintergrundwissen, klärt auf und gibt den Betroffenen und Opfern von Kriminaldelikten eine Stimme. Im besten Fall kann die Sendung durch Aufklärungsarbeit dazu beitragen, Straftaten zu verhindern. Ich persönlich finde daher den Themenschwerpunkt Prävention besonders interessant“.

    Dabei soll es nicht bei der TV-Sendung bleiben, sondern ein multimediales Magazin aufgebaut werden, mit Social-Media-Aktivitäten in den Kanälen von Das Erste in den Netzwerken Facebook und Twitter sowie mit Vertiefungen der Themen auf DasErste.de. Auch bei den ARD-Radiosendern sollen Beiträge laufen.

    Der „Kriminalreport“ ist eine Gemeinschaftsproduktion des hr, MDR, rbb und SWR für das Erste. Die Sendung entsteht live im virtuellen Studio beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Das Design steuert der SWR bei, die redaktionelle Betreuung teilen sich der rbb und MDR zusammen mit dem hr und SWR.

    Die ARD hat für den „Kriminalreport“ diesen Bund aus vier ihrer Sender geschmiedet, die teils schon seit Jahrzehnten Erfahrungen mit ähnlichen Formaten haben und über entsprechende Kontakte zu Experten und Institutionen verfügen. Vor 26 Jahren startete demnach „Täter – Opfer – Polizei“ im rbb Fernsehen, bereits seit 28 Jahren gibt es das Fahndungsformat „Kripo live“ im MDR Fernsehen. In den letzten beiden Jahren wurden „maintower“ im hr Fernsehen und „Kriminalreport Südwest“ im SWR Fernsehen gestartet. Das trotz sinkender Verbrechenszahlen gestiegene Unsicherheitsempfinden in der Bevölkerung hat dazu beigetragen, dass diese Formate sich behaupten können. Bleibt zu hoffen, dass Das Erste in der neuen Sendung auch darauf setzt, der Bevölkerung mit sachlichen Informationen wieder ein stärkeres Sicherheitsgefühl zu geben.

    17.07.2018, 11:06 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Sentinel2003 (geb. 1967) am 17.07.2018 15:14

      Sehr schön, freue mich für Judith, daß Sie diese Sendung moderieren darf!
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