Jay Thomas („Mork vom Ork“, Cheers) im Alter von 69 Jahren verstorben

    Karriere im Radio, auf der Bühne, dem Bildschirm und der Leinwand

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 25.08.2017, 11:21 Uhr

    Jay Thomas (1948–2017) als Jack Stein in der Sitcom „Love and War“ (1992–1995) – Bild: CBS
    Jay Thomas (1948–2017) als Jack Stein in der Sitcom „Love and War“ (1992–1995)

    Der amerikanische Schauspieler Jay Thomas ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Er erlag laut Variety nach einem längeren Kampf einer Krebserkrankung. Mit der Rolle des Restaurantbesitzers Remo DaVinci in zwei Staffeln von „Mork vom Ork“ konnte Thomas seine lange Karriere starten. In den USA ist er daneben vor allem für Rollen in „Cheers“ und „Murphy Brown“ bekannt. Bei „Cheers“ spielte er in den späten 1980ern Carlas (Rhea Perlman) Hockey liebenden Ehemann Eddie Lebec. Bei „Murphy Brown“ trat er als Radio-Host Jerry Gold auf, der sich mit seinem reißerischen Stil unbeliebt machte – anders als Thomas, der zwei Gastdarsteller-Emmys für die Rolle erhielt und ein weiteres Mal nominiert wurde.

    Während Thomas trotz einiger Serien-Hauptrollen nie die ganz große Bekanntheit erlangte, war er doch in zahlreichen Filmen zu sehen, tourte als Comedian und war als Radio-Moderator präsent. Dafür wurde er 1989 mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood bedacht.

    Nachdem Thomas mit „Mork von Ork“ Ende der 1970er eine erste Duftmarke gesetzt hatte, sollte es fast zehn Jahre dauern, bis die Rollen bei „Cheers“ sowie seine neun Auftritte über neun Jahre bei „Murphy Brown“ seiner Fernsehkarriere in den 1990ern einen zweiten Wind verschafften.

    So erhielt er 1990 eine Hauptrolle in der Sitcom „Paarweise glücklich“, die für eine Staffel lief. 1992 folgte seine nächste große Serienrolle mit der männlichen Hauptrolle als Sport-Reporter Jack Stein in „Love & War“. Die Serie überlebte drei Staffeln. 1999 hatte Thomas seine letzte Serienhauptrolle im jedoch schnell wieder abgesetzten „Katie Joplin“, das es nur auf sieben gedrehte Folgen brachte. Daneben war er aber weiterhin ein häufig gebuchter Nebendarsteller in Serien und Filmen und mit Auftritten in den Late-Night-Shows präsent. Seine letzte längere Rolle hatte Thomas mit Gastauftritten in verschiedenen Staffeln von „Ray Donovan“.

    Erinnerungswürdige Filmauftritte des Darstellers umfassen den Part des Coach Bill Meister im Film „Mr. Holland’s Opus“ (1995) an der Seite von Richard Dreyfuss sowie die Rolle des Osterhasen in den Filmen „Santa Clause 2“ und „Santa Clause 3“.

    Thomas hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Mir ist er auch vor allem aus "Love & War" in Erinnerung. Schade, dass die Serie schon lange nicht mehr gelaufen ist. Die würde ich gerne mal wieder sehen.

      Möge er in Frieden ruhen!
      • am via tvforen.demelden

        Auf eine Wiederholung von Love&War warte ich bis heute.

        Zu traurig, das er schon in dem Alter gehen musste:-(
        Snake
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      @Chris7:
      Ich glaube, "Helmprobst" bezieht sich da generell auf die Verfügbarkeit und meint insbesondere auch die Veröffentlichung in den USA (diesbezüglich würden seine Aussagen nämlich passen).
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      • (geb. 1974) am melden

        @Helmprobst:
        Wo ist denn bitte "Mork vom Ork" komplett auf DVD erschienen???
        Die Veröffentlichungen von LASER PARADISE waren gerade mal die 1. Staffel.
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        • am via tvforen.demelden

          Sehr schade, ein sehr bekanntes Gesicht, das mir oft in meinen liebsten Sitcoms begegenet ist und immer irgendwie präsent war. Besonders "Love & War" hat es mir angetan, damals im Nachtprogramm von RTL, eine erfrischend andere Sitcom und für mich eine der ersten Serien, in denen die Schauspieler die "vierte Wand" durchbrochen und direkt mit den Zuschauern gesprochen haben. Daher hat es mich auch gefreut, dass Jay Thomas dann in dieser Rolle später noch einige Male in der Serie "Zwei in der Tinte" aufgetaucht ist, als ich diese bei einer Wiederholung im Hessischen Rundfunk entdeckt habe.

          Eine Schande, dass keine einzige (!) der im Beitrag genannten Serien irgendwo läuft. Da "Mork vom Ork" auch erst nach dem Tod von Robin Williams komplett auf DVD erschienen ist bleibt zu hoffen, dass weitere Staffeln von "Murphy Brown" und zumindest "Love & War" doch eines Tages noch veröffentlicht werden.

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