EinsPlus übernimmt preisgekrönte Medien-Satire „Walulis sieht fern“

    Programmreform mit neuen Eigenproduktionen

    Michael Brandes – 26.03.2012, 14:54 Uhr

    Philipp Walulis – Bild: Tele 5/afk tv
    Philipp Walulis

    Der Digitalkanal EinsPlus startet zum 30. April seine bereits angekündigte Programmreform. Zwischen 20:15 Uhr und 0:30 Uhr werden künftig jeden Tag TV-Formate für junge Zuschauer gesendet. Geplant sind zahlreiche Eigenproduktionen, weitere Details liegen inzwischen vor.

    So hat sich EinsPlus überraschend „Walulis sieht fern“ gesichert. Die Satiresendung ist erst vor wenigen Tagen mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet worden ist. Der Digitalsender übernimmt das Format von Tele 5 und hat die Produktion neuer Folgen angekündigt. Die erste Staffel der Medien-Satire wird zur Zeit donnerstags gegen 23:00 Uhr bei Tele 5 wiederholt.

    Gedreht werden auch neue Folgen von „Ausflug mit Kuttner“, in denen sich Sarah Kuttner mit Prominenten wie Til Schweiger, Stefan Mross und Wladimir Kaminer auf Tour begibt. Harald Schmidts aktueller Teilzeit-Sidekick Pierre M. Krause präsentiert das neue Wissensquiz „Quiz@home“. Das Musikmagazin „BEATZZ“ wird von der ‚Dasding‘-Moderatorin Sandra Jozipovic moderiert. Geplant ist außerdem eine tägliche Konzertleiste unter dem Titel „BEATZZ in Concert“. In Vorbereitung sind auch das Reportage-Format „Mission Mittendrin“ mit Steffen König, die Talk-Sendung „Klub Konkret“ mit Franziska Storz, die Doku-Soap „Waschen. Schneiden. Reden.“ und ein Gaming-Magazin mit dem Arbeitstitel „Reload“, moderiert von Frederik Peters und Stefan Bächle.

    Weitere neue Sendungen sollen im Laufe des Jahres starten, darunter das Reiseformat „Auf 3 Sofas durch…“ mit Thomas Niemietz und das Wissensmagazin „braintuning“. Zusätzlich werden im reformierten Abendprogramm von EinsPlus auch ‚junge Sendungen‘ aus dem ARD-Hauptprogramm und dem SWR-Fernsehen gezeigt. Der SWR ist bei EinsPlus federführend. Übernommen werden unter anderem das wöchentliche Trendmagazin „in.puncto“ mit Nicole Köster, die Comedyreihe „Krömer – Die internationale Show“ sowie die SWR-Jugendschiene mit „DasDing.tv“, „on3-südwild“ und der „SWR3 latenight“ mit Pierre M. Krause. Im Netz werden Web-Specials und Web-Episoden zu den neuen Fernsehformaten zu sehen sein. Zudem sei eine Ausstrahlung über Drittplattformen wie YouTube „selbstverständlich“, betont der Sender.

    Mit Hilfe der überfälligen Reform wollen die Programmplaner an die junge ZDF-Digitalfamilie um ZDFinfo, zdf_neo und zdf.kultur heranrücken. SWR-Intendant Peter Boudgoust hatte sich zuvor vergeblich um einen von ARD und ZDF gemeinschaftlich betriebenen Jugendkanal bemüht. Zu den Gegnern dieser Idee zählt unter anderem die ARD-Vorsitzende Monika Piel. Auch Boudgousts Vorschlag, die Sender EinsPlus und EinsFestival zu einem gemeinsamen Kanal für ein junges Publikum zusammenzulegen, wurde abgelehnt (fernsehserien.de berichtete).

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      wer will sich das angucken, vorallem frag ich mich warum jede Sendung moderiert werden muss?!

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