„Ehrenpflegas“: Bundesministerium lässt Miniserie produzieren

    Alltag von Pflegefachkräften im Fokus

    Vera Tidona – 12.10.2020, 15:46 Uhr

    „Ehrenpflegas“

    Um die Anziehungskraft der Pflegeberufe künftig zu steigern, geht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einen ungewöhnlichen und bis dato wohl auch erstmaligen Weg: Am heutigen Montag, den 12. Oktober geht die Miniserie „Ehrenpflegas“ mit Lena Klenke („Fack ju Göhte“ 1–3, „How to Sell Drugs Online (Fast)“), Danilo Kamperidis („How to Sell Drugs Online (Fast)“) und Lisa Vicari („Dark“) auf YouTube online.

    Die Miniserie erzählt in fünf kurzen Episoden vom herausfordernden Alltag zweier Berufsschülerinnen und eines Berufsschülers, die eine Ausbildung in der Pflege beginnen. Ziel ist es laut den Serienmachern, die Generation Z für eine Ausbildung in der Pflege zu begeistern und neben der prominenten Besetzung vor allem den Alltag der Pflegefachkräfte in den Vordergrund zu stellen.

    Trailer zur Miniserie „Ehrenpflegas“

    „Ehrenpflegas“ ist eine Produktion von Zum goldenen Hirschen Berlin und 365 Sherpas in Zusammenarbeit mit Constantin Television für das BMFSFJ. Die Drehbücher stammen von Johannes Boss („jerks.“). Regie führte Katja Ginnow, Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg.

    Am 1. Januar 2020 starteten die neuen Pflegeausbildungen auf Grundlage des Pflegeberufegesetzes. Um die Einführung der neuen Pflegeausbildungen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend im Januar 2019 die Ausbildungsoffensive Pflege (2019–2023) gestartet. Ziel ist es, die Anzahl der Auszubildenden und die der ausbildenden Einrichtungen im Bundesschnitt jeweils um zehn Prozent innerhalb der Laufzeit zu steigern. Mit der eigens dafür entwickelten bundesweiten Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Mach Karriere als Mensch!“ – zu dem auch die Webserie „Ehrenpflegas“ gehört – möchte man gezielt Jugendliche in der Berufsorientierungsphase sowie Erwachsene mit dem Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung für eine Ausbildung in der Pflege gewinnen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Mir geht schon beim Titel die Hutschnur hoch, erstens heißt das nicht "Pflega" und zweitens arbeite ich für Geld, nicht für Ehre, damit lassen sich nämlich schlecht Rechnungen bezahlen.
      Und im Trailer der Spruch "Wenn du Erwachsenen Helfen willst, du Kindern und ich Alten, was machen wir dann in einer Klasse?" ... das Wort helfen löst bei mir fast Brechreiz aus wenn es als Grund genannt wird, warum jemand in die Pflege geht, wem außer "helfen" nichts einfällt, der ist in der Pflege falsch, Helfersyndrom ick hör dir trappsen.
      Wenn man als Autor den Pflegeberuf nur aus "Für alle Fälle Stefanie" kennt ist das natürlich anders, die hat ja wirklich nur den ganzen Tag geholfen, bei Beziehungsproblemen, bei der Farbauswahl für Kinderzimmer der schwangeren besten Freundin der Patientin, dem Arzt beim Tragen der Akten oder sonstwas, nur pflegerisch gearbeitet hat sie selten. Da kann man schon annehmen das helfen wollen die Grundvorraussetzung ist.

      Wenn man die Ausbildungszahlen steigern will sollte man den Beruf an sich erstmal attraktiver machen, Gehaltserhöhung um 50% und mindestens 45 Tage Urlaub bei Schichtdienst wären ein guter Start. Dann generell flexiblere Dienstplanmodelle um Pflege besser mit der Familie vereinbaren zu können.
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        Na, der Titel ist doch schon mal Programm. Da sieht man gleich wer als zukünftiges Pflegepersonal vorgesehen ist. Ergebnis ist vorhersehbar. Wenn man weiß dass in vielen anderen Ländern solche Ausbildungen als Studium laufen darf man sich über so manches nicht wundern.

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