„Doctor Who“: Jodie Whittaker und Chris Chibnall gehen

    Gemeinsamer Ausstieg noch vor Staffel 14

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 29.07.2021, 19:11 Uhr

    Jodie Whittaker als 13. Inkarnation des Doctor in „Doctor Who“ – Bild: BBC
    Jodie Whittaker als 13. Inkarnation des Doctor in „Doctor Who“

    Überraschende Neuigkeiten von der BBC: Nach den aktuell in Produktion befindlichen neun Folgen von „Doctor Who“ werden sowohl Jodie Whittaker als 13. Inkarnation des Doctor wie auch der Showrunner Chris Chibnall ihren Hut nehmen. Nachfolger stehen noch nicht fest.

    Generell war spekuliert worden, dass Jodie Whittaker nach drei Staffeln als Timelord The Doctor für einen anderen Darsteller Platz machen würde. Das hatten zahlreiche ihrer Vorgänger in der Neuzeit ebenso gemacht – der Job ist zeitlich fordernd und lässt nicht viel Platz für andere Rollen. Überraschend kommt, dass auch Chibnall als Showrunner geht. Seine beiden Vorgänger waren jeweils länger dabei: Russell T Davies, der das Format 2005 wiederbelebt hatte, blieb für vier Staffeln, Nachfolger Steven Moffat stand für sechs Staffeln am Ruder der traditionsreichen Serie. Beide hatten die Abenteuer von je zwei Doctor-Inkarnationen verantwortet.

    Pläne für Staffel 13

    Im Zuge der jetzigen Ankündigung hat die BBC auch die Ausstrahlungspläne der zuvor angekündigten neun anstehenden Episoden konkretisiert. Davon werden nun lediglich sechs als „Staffel 13“ ausgestrahlt – weiterhin gibt es kein Startdatum, am Wochenende war verkündet worden, dass die Folgen inhaltlich eng zusammenhängen werden und eine Art Fortsetzungsgeschichte bilden sowie noch 2021 ausgestrahlt würden.

    Die drei verbleibenden „Episoden“ werden als Specials über das Jahr 2022 gestreut. Das erste Special läuft dabei am Neujahrstag 2022. Ein weiteres Special soll im Frühjahr 2022 laufen, das dritte und letzte im Herbst 2022 – im Umfeld der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum des Bestehens des „Doctor Who“-Senders BBC. In der Folge in Spielfilmlänge wird auch die Regeneration des Doctors in seine 14. Inkarnation gezeigt. Das dürfte mit einer der Gründe für die Ankündigung der Veränderungen zum jetzigen Zeitpunkt sein: Aus Sicht der BBC besteht die große Gefahr, dass die Verpflichtung eines neuen Doctors im Zuge der Dreharbeiten zur abschließenden Folge durchsickern könnte, weil es einfach zu viele Beteiligte gibt.

    Im Jahr 2023 steht dann mit dem 14. Doctor und einem noch zu benennenden neuen Showrunner das 60-jährige Jubiläum des „Doctor Who“-Franchise an.

    Chibnall kommentierte laut BBC-Ankündigung: Jodie und ich hatten einen ‚Drei-Staffeln-und-raus‘-Pakt geschlossen, als wir dieses einmalige Abenteuer zusammen begonnen haben. Nun haben wir unsere Schicht absolviert und geben die TARDIS-Schlüssel zurück. Und weiter: Ich kann mit einfach nicht vorstellen, einen noch inspirierenderen Doctor zu finden (als Jodie) – also werde ich es auch gar nicht erst versuchen.

    Chibnall und Whittaker hatten zuvor gemeinsam bei „Broadchurch“ zusammengearbeitet. Whittaker wurde mit ihrem Stint die erste weibliche Verkörperung des Doctor, eines Timelords vom Planten Gallifrey. Die Spezies hat die Fähigkeiten, im Moment des eigentlichen Todes in einem neuen Körper zurückzukehren.

    Die Erfolge des Gespanns Chibnall/​Whittaker sind bisher durchwachsen. Der Auftakt mit Whittaker wurde zu einer der meistgesehenen Episoden der letzten Jahre. Natürlich wurde schnell auch grundsätzlich Kritik an der Wahl laut, dem Doctor eine weibliche Gestalt gegeben zu haben. Neben Episoden, die Preise einheimsten, wurde häufig auch bemängelt, dass die Ära Chibnall einen stark belehrenden Unterton hatte und zu sehr auf politische Korrektheit geachtet hat.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Bin eigentlich schon seit vielen Jahren großer DW-Fan, aber leider konnte ich mich nicht damit anfreunden, jetzt eine Frau als "Doctor" zu sehen.


      Daher hoffe ich, dass jetzt wieder ein Mann die Rolle spielen wird.
      • am via tvforen.de

        Ich habe noch keine einzige Folge Dr. Who gesehen bin aber irgendwie grade neugierig geworden. Gibts eigentlich eine Staffel mit der man sinnvollerweise anfängt oder ist das egal? Also entweder wegen Handlung oder weil es eben eine besonders gute Staffel ist.
        • am via tvforen.de

          Theoretisch kann man mit jeder Folge, wo ein neuer Doktor anfängt, einsteigen. Persönlich fand ich die ersten Staffeln am besten. Das wären dann die Abenteuer mit Christopher Eccleston (9. Doktor) und David Tennant (10. Doktor).
          David Tennant und Matt Smith (11. Doktor) sind eindeutig die massentauglichsten Doktoren. Mit Matt Smith hat auch das Budget merklich zugenommen, wodurch die Serie nicht mehr so oft den Pappmache-Charme besitzt. Mit Karen Gillan als Amy Pond hat er wohl auch die bekannteste/beliebteste Begleiterin eines Doktors dabei.

          Peter Capaldi als 12. Doktor war dann ein ganzes Stück anders, brauchte ne ganze Zeit mich an ihn zu gewöhnen. Aber dafür hat er Jenna Coleman als Clara Oswald als Begleiter, einfach zauberhaft. Als Einstieg aber sicherlich nicht empfehlenswert.
          Jodie Whittaker als 13. und eben aktuellste Doktorin habe ich bisher noch nicht angeschaut. Hier wird gerade von Incels (Youtube-Frauen/Genderhasser) gehetzt wie es geht und die Serie scheint wohl echt nochmal ein ganzes Stück mehr die Fans zu entzweien. Ich warte aber aktuell noch auf die Ausstrahlung der Staffel 12 auf One, bevor ich mir ein Urteil bilde. (habe erst letzte Woche die letzte Staffel mit Capaldi geguckt)
        • am via tvforen.de

          Ich finde auch, Eccleston ist ein schöner Doctor um anzufangen.
          Ich mag Jodis Doctor überraschenderweise total gerne, Tennant like, aber die Folgen haben mich nicht mehr mitgerissen, ich fand die Companions total langweilig.
          Von daher hab ich aufgehört zu gucken.
      • am via tvforen.de

        TV Wunschliste schrieb:
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        > Ich kann mit einfach nicht
        > vorstellen, einen noch inspirierenderen Doctor zu
        > finden (als Jodie) - also werde ich es auch gar
        > nicht erst versuchen.
        >

        Ich fands nicht inspirierend sondern langweilig.
        • am via tvforen.de

          gebe ich dir recht, ziemlich öde, das war dann endgültig für mich der Entschloß DW
          nicht mehr zu schauen, bin mit Nr. 11 raus.
      • (geb. 1955) am

        Bester Doctor: Tennet. Wäre überraschend, wenn er als der wieder erscheint. Zeitrekursiin sozusagen.
        Das Problem mit Whittaker war weniger die Frau, sondern die Rolle im inneren, die nicht paßte: das Wesen des Doovtirs schuen ganz anders. Wenn da manche pol.correctnes sehen, Zahmheit, zu wenig Lebendigjeut: ja, ist so. Genau sarum war Tennet die unbestreitbar beste Phase.
        Serie an sich: ist genial, was daraus gemacht wird, aus einer eigentlich simplen Story. Das ist einmalig.
        • am

          Hatte mich auf den neuen "Den Doktor", endlich in der Verkörperung einer Frau, gefreut und vor allem mit Jodie Whittaker - garantiert hohe schauspielerische Qualität und immer bemerkenswert in ihren Rollen. Leider ließen die Geschichten wirklich zu wünschen übrig, nach dem furiosen Beginn hat es mich nicht mehr so gefesselt wie vorher. Das hat sie wirklich nicht verdient - aber es ist ja auch immer Geschmackssache, dem einen gefällts, dem anderen nicht.
          Allerdings hoffe ich, es wird NICHT ein Doktor in der Verkörperung eines über 70jährigen Mannes!!!!
          Lasst euch was einfallen - es gibt so viele tolle britische Schauspielerinnen und Schauspieler jeder wunderbaren ethnischen Wurzel zwischen 30 und 50, die eine/einen eindrucksvolle/n Doktor/in verkörpern würden. Hoffen wir mal...
          • (geb. 1976) am

            Wihittaker war ganz gut als Doktor und die Reinkarnation als Frau bot wirklich neue Möglichkeiten.
            Leider hat Chibnall das vollkommen vernichtet. Die Storys waren derart unterirdisch und lustlos inzeniert, dass man meinte es wäre lediglich ein Drittprojekt ohne wirkliches Interesse.

            So ist es vielleicht als neuer Anfang zu sehen - das was man ja eigentlich mit Whittaker schon bringen wollte.
            • am

              Ich würde als neuen Doctor gerne Patrick Stewart oder John Cleese sehen...
              Wen Chibnall geht, geht es mit der Serie wieder bergauf.


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              • (geb. 1994) am

                Überraschend KK wäre zu haben dazu Brie Larason!;))

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