Die aufregende Zeit nach den Stundenunruhen im Mai 1968 nimmt eine französische Historiendramedy in den Blick, die hierzulande auf den sprechenden Titel „Die Revoluzzer“ hört (Original: „Camarades“, also „Kameraden“ oder „Genossen“). Seine Deutschlandpremiere feiert der Achtteiler schon bald im Programm des Spartensenders arte. Je vier Folgen werden am Donnerstag, den 24. September ab 22:35 Uhr und eine Woche später am 1. Oktober ab 22:40 Uhr gezeigt. Im Stream bei arte.tv sind alle Episoden bereits vom 16. September 2026 bis zum 15. März 2027 verfügbar.
Die mit Original-Archivmaterial angereicherte Serie spielt im Jahr 1969 und schildert die Anfänge der vor den Toren von Paris gegründeten Reformuniversität Vincennes, in der nach den Protesten von 1968 die Revolution eine Chance erhält – allerdings nur unter staatlicher Aufsicht. Ein Studium ohne Hierarchien, Autoritäten und soziale Klassen ist möglich. Offiziell, aber auch im Verborgenen beobachten das Ministerium und der Geheimdienst freilich ganz genau, was an der Bildungseinrichtung vor sich geht.
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Einer der Überwacher ist der Polizist Jacques (Vincent Elbaz), dessen Geliebte Claudine (Manon Kneusé) als Spitzel in Vincennes eingeschleust wird. Die in einem Wald neben der Uni lebende Prostituierte erkundet das Campusleben und avanciert schließlich als „echte Proletarierin“ zu einem Aushängeschild der Hochschule. Die bestehenden Verhältnisse verändern möchte der aus einer wohlhabenden Familie kommende Dozent Gérard (Pierre-François Garel), der eine linke militante Gruppe gegründet hat. Eine brennende Mitstreiterin findet er in der Studentin Françoise (Lulja Comar), die aus ihrem bürgerlichen Elternhaus ausgebrochen ist.