ARD verfilmt Leben von Bernhard Grzimek

    Teamworx-Zweiteiler für Naturschutz- und TV-Legende

    Mario Müller – 09.04.2008

    Die Potsdamer Produktionsfirma Teamworx wird im Auftrag der ARD einen Fernsehzweiteiler (fernsehserien.de berichtete) über das Leben des berühmten Zoologen Bernhard Grzimek drehen. Der legendäre Naturschützer war von 1945 bis 1974 Direktor des Frankfurter Zoos. Er rettete den durch den Krieg völlig zerstörten Tierpark und modernisierte ihn von Grund auf. Er holte einzelne wilde Tiere aus allen Teilen der Welt nach Deutschland, um in den Zoos auf die Not ihrer Artgenossen aufmerksam zu machen.

    Bereits 1956 machte er sich als Tierfilmer einer Namen, als er zusammen mit seinem Sohn Michael mit Hilfe eines Spezialflugzeugs in Ostafrika den Dokumentarfilm „Kein Platz für wilde Tiere“ drehte.

    Sein bekanntester Film ist jedoch „Serengeti darf nicht sterben“, welcher 1960 den Oscar als „Bester Dokumentarfilm“ gewann. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film schlug das Schicksal jedoch gnadenlos zu, als Grzimeks Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

    Von 1956 bis 1987 moderierte der Tierfilmer, der am 24. April nächsten Jahres 100 Jahre alt geworden wäre, in der ARD seine Sendung „Ein Platz für Tiere“. Das Magazin wurde damals vom Hessischen Rundfunk produziert, und der HR erwägt ebenfalls, sich an dem aktuellen Projekt zu beteiligen.

    Teamworx hat in der Vergangenheit zahlreiche aufwendige Fernsehfilme realisiert und ist vor allem auf Stoffe spezialisiert, die sich mit der deutschen Geschichte befassen. Das waren bisher u.a. die preisgekrönten Filme „Der Tunnel“, „Dresden“, „Die Flucht“, „Die Mauer – Berlin ’61“, „Die Luftbrücke“ und „Nicht alle waren Mörder“. Ein Thriller über die Entführung des Flugzeuges „Landshut“ im Oktober 1977 durch ein palästinensisches Terrorkommando ist derzeit in Produktion und wird ebenfalls in der ARD laufen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.demelden

      Danke für den Hinweis!

      mm
      • am via tvforen.demelden

        Der erwähnte Dokumentarfilm hieß "Kein Platz für wilde Tiere".
        Ordnung muss sein..

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