Naturwunder Schweiz Folge 2: Zwischen Feuer und Eis
Folge 2
2. Zwischen Feuer und Eis
Folge 2 (55 Min.)
Jeanette Stangier-Bors hat bei Eisschwimm-Weltmeisterschaften schon mehrfach Edelmetall gewonnen.
Bild: ZDF und SRF/3sat/Längengrad Filmproduktion/Michael Gärtner
Die Schweiz ist ein Land der Kontraste – geprägt durch Hitze und Kälte, Feuer und Eis. Der Film zeigt, wie Tiere, Pflanzen und Menschen mit diesen Extremen zurechtkommen. In der Schweiz treffen Gletscher auf heiße Quellen, Eiswüste auf Felsensteppe. So vielfältig wie die Landschaften sind ihre Bewohner: Gletscherflöhe und Skorpione, Steinböcke und Bienenfresser. Eine Reise durch die Schweizer Natur – zwischen Feuer und Eis. Die Schweiz steht für Schnee und Eis. Über Monate hat der Winter die Alpenrepublik fest im eisigen Griff.
Wer dort lebt, muss hart im Nehmen sein: Mit karger Kost kommen Steinböcke und Rehe durch den Winter. Die Wasseramsel dagegen findet in Bergbächen auch bei Minusgraden proteinreiche Insektenlarven. Dafür geht sie jeden Tag unzählige Male auf Tauchgang im eisigen Nass. Und auch die Schweizer wissen das Winterwetter für sich zu nutzen: Während manche in den heißen Thermalquellen von Leukerbad Entspannung suchen, testen andere beim Eisbaden ihre Grenzen. Gefährlich wird der Winter mit Anbruch des Frühlings.
Wenn in tieferen Lagen Murmeltiere erwachen und Krokusse Bergwiesen in ein Blütenmeer verwandeln, steigt auch die Lawinengefahr in den Schweizer Bergen. Um Menschenleben zu retten, trainiert die Alpine Rettung Schweiz deshalb regelmäßig den Ernstfall. Bei Lawinen-Übungen lernen Suchhunde, im Helikopter mitzufliegen und Lawinenopfer aufzuspüren – Action garantiert. Doch Lawinen sind nicht die einzige Gefahr in den Bergen. Jedes Jahr wüten in der Schweiz rund einhundert Waldbrände.
Um
verheerende Großbrände zu verhindern, rücken Walliser Forstarbeiter deshalb mit der Motorsäge aus. Feuerschneisen können helfen, die großflächige Ausbreitung von Bränden zu verhindern. Gleichzeitig profitiert die Natur, wenn Alpen freigehalten und vor Verbuschung bewahrt werden. Denn Bergwiesen sind die Heimat zahlreicher Tiere. Ein Lebensraum der Extreme ist die Walliser Felsensteppe, denn im Rhonetal ist es im Sommer oft äußerst trocken und heiß. Davon profitieren wärmeliebende Exoten wie der Italienische Skorpion und der farbenprächtige Bienenfresser.
In der Höhe dagegen kämpfen Gletscher mit den steigenden Temperaturen. Ob Aletsch- oder Rhonegletscher – jedes Jahr ziehen sich die Schweizer Gletscher weiter zurück. Kein gutes Omen für den eigentümlichen Gletscherfloh – ein winziges Insekt, das ganzjährig im Gletschereis lebt. In opulenten Bildern lädt der Film ein auf eine überraschende Entdeckungsreise durch die Schweiz. Atemberaubende Luftaufnahmen – aufwendig mit Drohne und Helikopter gefilmt – führen die landschaftliche Schönheit der Schweiz vor Augen.
Extreme Makroaufnahmen und Superzeitlupen lassen den Zuschauer teilhaben an erstaunlichen Tiergeschichten: ob bizarre Insekten wie die Kreiselwespe, Giftschlangen wie die Aspisviper oder große Säugetiere wie der Luchs. In großartigen Bildern gibt der Film Einblick in das heimliche Leben einer faszinierenden Tierwelt – im Spannungsfeld von Feuer und Eis. Redaktionshinweis: Die weiteren zwei Folgen der vierteiligen Reihe „Naturwunder Schweiz“ zeigt 3sat am Montag, 20. April, ab 20:15 Uhr. (Text: 3sat)