3 Folgen
1. Der Huthi-Konflikt – Was wollen die Kämpfer aus dem Jemen?
- Alternativtitel: Huthi-Rebellen im Jemen: Terroristen oder Freiheitskämpfer?
Folge 1 (26 Min.)
Frauen und Kinder an einer Wasserstelle in einem Vertriebenencamp im Jemen. Wasserknappheit gehört zu den größten Herausforderungen der humanitären Krise.Bild: Martin KoddenbergDer Jemen, am südlichsten Zipfel der Arabischen Halbinsel, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es handelt sich um ein Land mit einer reichen Kultur und Historie, doch nach zehn Jahren Bürgerkrieg herrscht bittere Not: zerstörte Städte, fehlende Versorgung, systematische politische Repression. Eine verlorene Generation von Kindern wächst ohne Schulbildung, ohne medizinische Versorgung und ohne Nahrung auf. Hilfslieferungen werden blockiert, geplündert oder auf dem Schwarzmarkt verkauft. Das Elend des Landes geht auf das Konto der radikal-islamischen Huthis.Seit Jahren kämpft die Miliz gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Über 400.000 Menschen starben bereits an den Folgen des Krieges. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – rund die Hälfte der Bevölkerung. Seit Oktober 2023 ist aus dem lokalen Konflikt ein regionaler geworden: Seither greifen die Huthis verstärkt internationale Handelsschiffe im Roten Meer an – offiziell, um die Palästinenser im Gaza-Krieg gegen den Erzfeind Israel zu unterstützen. Trotz jahrelanger Luftschläge und internationaler Interventionen gelang es weder Saudi-Arabien noch der UN-gestützten Regierung, die Huthis zu besiegen. Die Miliz hat sich im Chaos des Bürgerkriegs zur dominierenden Kraft im Land entwickelt. Geschickt nutzt sie Krieg, Religion und Notstand, um ihre Macht weiter auszubauen – und sich als Bollwerk gegen den Westen zu präsentieren. Ohne Waffenstillstand und eine neue politische Strategie droht der Jemen, zwischen Blockade, Gewalt und Einflussnahme noch weiter zerrieben zu werden. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.09.2025 arte.tv Deutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 arte Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 11.04.20262. Transnistrien – Putins nächster Krieg?
- Alternativtitel: Transnistrien: Pulverfass im Osten Europas
Folge 2 (26 Min.)Das Rathaus von Tiraspol mit transnistrischer Flagge. Zwar völkerrechtlich Teil der Republik Moldau, führt die Region Transnistrien eigene Regierungsgeschäfte und unterhält enge Beziehungen zu Russland – politisch, wirtschaftlich und militärisch.Bild: Wikimedia Commons CC BY 2.0/William John GauthierTransnistrien hat sich 1992 einseitig von der Republik Moldau abgespalten, ist faktisch jedoch ein Staat im Staat – mit eigener Flagge, eigener Währung und eigener Regierung. Die selbsternannte Republik ist international nicht anerkannt, aber seit Jahrzehnten politisch, wirtschaftlich und militärisch eng mit Russland verflochten. Rund 1.500 russische Soldaten sind dauerhaft in der Region stationiert. Im Frühjahr 2022 kommt es zu Explosionen und Angriffen auf Behördengebäude – kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine.Ein Zufall? Der sogenannte eingefrorene Konflikt zwischen Transnistrien und der Republik Moldau birgt erhebliches Eskalationspotenzial. Während die Regierung in Chisinau einen pro-europäischen Kurs verfolgt, halten viele Menschen in Transnistrien an Russland fest, trotz tiefer Armut im Land. Die Wirtschaft der Region wird von einem mächtigen Oligarchen-Netzwerk dominiert. Kritiker sprechen von einem System gegenseitiger Absicherung zwischen Wirtschaft, Politik und pro-russischen Machtstrukturen. Bis Anfang 2025 beruhte Transnistriens Ökonomie auf kostenlosem Gas aus Russland – obwohl rund 80 Prozent der Exporte in die EU fließen. Ein paradoxes Konstrukt. Die Energiekrise nach dem Gas-Stopp hat die Spannungen in der Region verschärft. Spätestens seit Moldau seit Juni 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten hat, rückt die lange vergessene Region wieder ins Zentrum geopolitischer Machtspiele. Während Oligarchen und prorussische Akteure auf Destabilisierung setzen, wächst der Druck auf die moldauische Regierung – und auf Europa, eindeutig Stellung zu beziehen. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.09.2025 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 18.04.2026 arte 3. Tod aus Mexiko: Krieg der Drogen-Kartelle
Folge 3 (26 Min.)Bewaffnete Einsatzkräfte bei einer Anti-Kartell-Operation. Seit 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg über 400.000 Menschen getötet – viele von ihnen sind Zivilisten.Bild: Alfredo BoscoMexiko kämpft seit Jahrzehnten gegen Drogenkartelle, die mit Gewalt, Korruption und Milliardenprofiten das Land destabilisieren. Über 400.000 Menschen wurden getötet, mehr als 125.000 gelten als verschwunden. Ganze Regionen sind in der Hand rivalisierender Gruppen. Doch der Konflikt reicht weit über seine Grenzen hinaus – Mexiko ist Transitland im globalen Drogengeschäft. (Text: arte.tv)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.09.2025 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 25.04.2026 arte
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