Staffel 1

Staffel 1 von Jung und  … startete am 04.04.2025 in der ZDFmediathek und am 06.04.2025 im ZDF.
  • Staffel 1, Folge 1 (29 Min.)
    Sie sind kaum erwachsen, aber schon ohne feste Bleibe. Sie leben auf der Straße, in Notunterkünften oder Hilfseinrichtungen. Wohnungslose junge Menschen in Deutschland. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.04.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 11.05.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 2 (30 Min.)
    Mobbing, Körperverletzung, Drogendelikte und Raub. Laut Polizeilicher Kriminalitätsstatistik hat die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zugenommen. Der Anteil tatverdächtiger Kinder bis 13 Jahren ist in den letzten fünf Jahren um 43 Prozent gestiegen. Es gibt mehr Gewalttaten, mehr Raub und Körperverletzung. Konsequenzen oder Strafen schrecken die Jugendlichen offenbar nicht ab. Im sächsischen Plauen terrorisiert eine Bande Minderjähriger wochenlang die Kleinstadt. Die Gruppe besteht aus etwa 30 Jugendlichen im Alter von zehn bis 15 Jahren – darunter Deutsche und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auf ihre Kappe gehen Einbrüche, Raubüberfälle und Körperverletzungen. Geschäftsmann Jörg Rödel ist eines der Opfer der Bande. Sein Selfservice-Kiosk wurde bereits vier Mal ausgeraubt. Laut eigenen Angaben entstanden dem Geschäftsmann knapp 10.000 Euro Schaden. Obwohl die Polizei in Plauen durch erhöhte Präsenz und einer eigens geschaffenen Ermittlungsgruppe die Lage verbessern konnte, will der junge Kioskbesitzer einige seiner Automaten nun woanders aufstellen. Die Berliner Friedrich-Bergius-Schule hat gerade Schlagzeilen gemacht, denn die Lehrer dort haben sich mit einem Brandbrief über die chaotischen Zustände an der Schule an die Schulaufsicht gewandt. Sie klagen darin über aggressive Schüler, Gewalttaten und Mobbing. Ein richtiger Unterricht sei kaum noch möglich. Es vergehe kein Tag ohne Beleidigungen und Bedrohungen von Lehrern. Seit Januar 2025 ist Engin Çatik nun neuer Schulleiter. Er hat bereits an anderen Schulen der Stadt gezeigt, wie man solche Probleme lösen kann. „Mir ist herbe langweilig, ist schon scheiße hier“, sagt Macadon über seine aktuelle Situation. Der Auszubildende sitzt gerade im Jugendarrest von Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde er zu sieben Tagen Arrest verurteilt. Der Jugendarrest soll ein Vorgeschmack auf eine richtige Gefängnisstrafe sein und die Jugendlichen abschrecken. „Ich baue auf jeden Fall keine Scheiße mehr. Man lernt aus seinen Fehlern“, gibt sich der 19-Jährige geläutert. Auch die 18-jährige Tara war schon einmal im Jugendarrest. Ihren ersten Diebstahl beging sie im Alter von zehn Jahren. Einbruch, räuberischer Diebstahl und Hausfriedensbruch stehen bei ihr im Strafregister. „Das war nicht cool, und das wird mir jetzt im Nachhinein echt vieles schwerer machen. Schließlich habe ich jetzt ’ne riesige Akte“. Taras Mutter Eli musste jahrelang hilflos mit ansehen, wie ihre Tochter immer krimineller wurde. Heute ist sie froh, dass ihre Tochter den Weg aus der Kriminalität geschafft hat. Tara möchte den Schulabschluss nachholen und eine Ausbildung zur Köchin machen. Heiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft warnt, es müsse etwas passieren. „Das große Problem, das Polizei und auch Justiz haben, ist eben genau die Tätergruppe unter 14 Jahren, weil es dort schlichtweg keine Strafmündigkeit gibt.“ Teggatz sagt weiter, das Alter für die Strafmündigkeit müsse herabgesetzt, die Regelung an die heutige Zeit angepasst werden. Eine „ZDF.reportage“ über junge Menschen, die bereits früh auf die schiefe Bahn geraten sind. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.04.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 06.04.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 3 (30 Min.)
    Knapp sechs Millionen Menschen sind in Deutschland überschuldet. Vor allem in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen steigen die Zahlen in den letzten Jahren besonders stark. Viele junge Menschen haben vor allem Konsumschulden angehäuft. Über „Kaufe heute, bezahle morgen“-Angebote von Finanzdienstleistern kaufen viele Markenkleidung, Spielekonsolen oder die neuesten Handys. Johann war 17, als er sich Hals über Kopf verschuldete. Innerhalb von nur einer Woche bestellte er online einen Fernseher, einen Laptop, Kleidung und einiges mehr. Plötzlich stand er bei einem Finanzdienstleister mit mehr als 20.000 Euro in der Kreide. Mithilfe seiner Mutter nahm er einen Kredit auf, um umzuschulden. Einige Nebenjobs haben dem heute 19-Jährigen geholfen, die Schulden bis auf etwa 5000 Euro zu reduzieren. Die 23-jährige Jasmin hat lange versucht, ihr Schuldenproblem allein in den Griff zu bekommen. Heute bereut sie, nicht früher zu einem Schuldnerberater gegangen zu sein, sich beraten zu lassen und den Weg in die Privatinsolvenz zu gehen. Etwa 16.000 Euro Schulden hat sie gemacht und sich selbst etwas „verbaut“, wie sie erklärt. Trotzdem schöpft sie auch Hoffnung, dass sie nach der Insolvenz wieder neu anfangen kann. Kelly aus Hannover hat etwa 4000 bis 5000 Euro Schulden angehäuft. Genau weiß sie es gar nicht. Wegen der zusätzlich angefallenen Inkassogebühren hat sie den Überblick verloren. Die Auszubildende ist jeden Monat knapp dran. Die Angebote der sogenannten Pay-Later-Anbieter im Internet waren so verlockend, dass sie in die Schuldenfalle geriet. Schuldnerberater Matthias Klusmann sagt, die Privatinsolvenzen seien im Vergleich zum letzten Jahr um etwa 20 Prozent angestiegen. Was er jedoch vor allem bemerkt, ist die Zunahme von Verschuldung bei Menschen jungen Alters: „Das liegt an den Verlockungen des Internets, dass ich per Mausklick kaufen kann, dass ich Dinge kaufe, die ich gar nicht wirklich brauche. Aber wenn der Schuh nicht eine gewisse Anzahl an Streifen hat, dann bin ich da mit dem Freundeskreis durch“. Viele seiner Mandanten begleitet Klusmann in die Privatinsolvenz. Eine „ZDF.reportage“ über junge Menschen, die sich früh verschuldet haben. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.04.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 27.04.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 4 (29 Min.)
    Frauen im Jahr 2025 – Was sind sie? Was stellen sie dar? Und wie präsentieren sie sich in den sozialen Medien? Die „ZDF.reportage“ begleitet drei Frauen mit unterschiedlichen Vorstellungen von und über die Frau von heute. Sie prägen jede auf ihre Art die weiblichen Rollenbilder im Netz. Mara Pischl arbeitet als Bauschreinerin und zeigt online, was ihr Daily Business ist – und dass man dabei sogar auch noch weiblich auftreten kann. Denn ihr Markenzeichen sind ihre künstlichen Fingernägel. Was sie damit alles machen kann, zeigt sie in der Reportage recht schnell: Schrauben aufdrehen, Silikon verfugen – und den Kollegen ärgern. „Ich repräsentiere die Frau als starke weibliche Frau, die auch anpacken kann und sich die Hände schmutzig machen kann.“ Alles andere als eine Nebensache ist die Weiblichkeit für Carolina Tolstik. Sie macht sich gerne jeden Tag zurecht – vor allem auch für ihren Mann – und sie ist gerne Hausfrau. Eine Tradwife, wie die Amerikaner sagen. Unter diesem Hashtag ist sie in den sozialen Medien unterwegs. Caro filmt ihren Alltag, wie sie ihren Mann verwöhnt, sich für ihn hübsch macht und die Wohnung immer perfekt ordentlich hält. „Es geht darum, dass der Mann den dominanten Part hat und die Frauen sehr fürsorglich sind.“ Diese kulturell durch ihre ukrainischen Wurzeln geprägte Einstellung spiegelt sich in ihrem Account wider. Caro will zeigen, dass das traditionelle Rollenbild der Hausfrau von einer modernen Frau gelebt werden kann. Ganz anders sieht es bei Lea Ernst aus. Sie möchte, dass jede Frau aus ihrer Komfortzone kommt und sich aufrafft, auch beruflich erfolgreich zu werden. Die studierte BWLerin findet klare Worte: „Was ich nicht will, ist dieses Rumgeheule. Was ist dein aktiver Beitrag, das zu verändern? Denn sich ständig zu beschweren und mit dem Finger auf andere zu zeigen, das ist immer total einfach.“ Mit ihrem Instagram-Content wirbt Lea für ihre Online-Seminare, mit denen sie Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet. Die „ZDF.reportage“ blickt hinter die Hashtags und zeigt, was wirklich real ist, wie jede der drei Frauen ihr spezielles Frauenbild lebt. Drei Frauen, drei Social-Media-Accounts, drei spannende Lebensweisen als moderne Frau. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.04.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.05.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 5 (30 Min.)
    Noch nicht mal 30 Jahre alt und schon Chef oder Chefin. Wenn Kinder das Lebenswerk der Eltern weiterführen, ist es für beide Seiten kein einfaches Unterfangen. 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Sie erwirtschaften über die Hälfte aller Umsätze. Für die junge Chef-Generation ist der Druck extrem groß, das Unternehmen auch in der Zukunft erfolgreich zu führen. Bei Metzgermeister Dirk Hanten aus Erkrath bei Düsseldorf steht fest, dass Sohn Marius den Familienbetrieb in die fünfte Generation übernimmt. Der gelernte Metzgermeister und Fleischsommelier wollte eigentlich Schauspieler werden, entdeckte dann aber seine Liebe zum Metzgerhandwerk. Inzwischen kann er sich nichts anderes mehr vorstellen. Nachhaltigkeit ist dem jungen Metzgermeister ganz wichtig. Lieber weniger Fleisch und dafür Hochwertiges vom Fachmann, ist sein Motto. Und der Juniorchef geht auch bei der Vermarktung neue Wege. Auf seinen Social-Media-Kanälen bewirbt er seine Produkte deutschlandweit. Ersatzteile, Autoverwertung, Recycling – das gibt es bei den Benders. Anna-Marie Bender ist 29 Jahre alt und hat das Familienunternehmen in Leverkusen im Januar 2025 übernommen. Jetzt ist sie verantwortlich für 26 Mitarbeiter und zwei Millionen Ersatzteile. Anna-Marie hat Großes vor im Unternehmen, sie möchte viel verändern. Sie will in die Zukunft investieren – besonders der Auto- und Teilemarkt verändert sich bei E-Autos schnell. Seniorchef Peter Bender und seine Frau Gabriele arbeiten aber weiter im Unternehmen mit. „Ich helfe meiner Tochter noch so lange, wie sie mich hier duldet“, erklärt der Seniorchef. Anna-Marie ist dankbar für die Unterstützung ihrer Eltern, es nimmt auch etwas den Druck, der auf ihren Schultern lastet. „Ich weiß, dass meine Eltern immer hinter mir stehen“, sagt sie. Bei der Großraum-Diskothek „Index“ in Schüttorf in Niedersachsen steht die nächste Generation in den Startlöchern, um den Partypalast zu übernehmen. Marius und Nils Bösch sind dabei, den Familienbetrieb zu übernehmen. Jedes Wochenende eine Party für vier- bis fünftausend Menschen zu organisieren, ist nicht so easy, wie es sich anhört, erklärt Marius. Hinzu kommt außerdem: Bei einem Familienunternehmen haben alle Mitglieder ein Mitspracherecht. Jeden Montag tagt der Familienrat. „Wir sind eine Familie, die eng zusammenarbeitet“, erklärt Nils Bösch. Montag bis Freitag wird vorbereitet, jeden Freitag und Samstag steigt die Discoparty. Eine „ZDF.reportage“ über junge Chefs, die bereits viel Verantwortung für ihr Unternehmen tragen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.04.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.05.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 6 (30 Min.)
    Sie sind jung, mutig und haben mit ihren Geschäftsideen früh den Durchbruch geschafft. Leo, Moritz und Jerome sind erfolgreiche Unternehmer und genießen ein Leben im Luxus. Leo Eberlin entwirft Diamant-Schmuck, seit sie 24 ist. Moritz Schirdewahn ist als Internetstar „HeyMoritz“ berühmt geworden und vertreibt dazu eine eigene Kaugummimarke. Jerome Böker handelt mit Luxus-Sportwagen, die bis zu einer Million Euro kosten. Leo Eberlin (37) kommt mit 17 Jahren aus Köln nach Berlin. Sie schlägt sich mit Aushilfsarbeiten durch, holt ihr Abitur nach und jobbt bei einem Juwelier. Da beginnt ihr Traum: Sie macht sich selbstständig mit dem Schmuck-Label „Leo Mathild“. Mit 24 Jahren verkauft in einem kleinen Ladenlokal auf 60 Quadratmetern ihre ersten, selbst designten Stücke. Heute residiert sie mit Ihrem Ehemann, dem Diamantenhändler Steven Neuman, in bester Lage am Kurfürstendamm auf 400 Quadratmetern Bürofläche und verkauft Schmuck über zwei Onlineshops. „Was von außen aussieht wie ein Erfolg über Nacht, hat tatsächlich acht Jahre gedauert“ erzählt sie. Heute reist das Paar um die Welt, um die besten Diamanten zu ergattern und wohnt in einer eigenen, herrschaftlichen Beletage im Grunewald, die mehrere Millionen gekostet hat. „HeyMoritz“ (23) hat im Alter von zehn Jahren seine ersten Videos bei YouTube hochgeladen. „Die haben mal zehn, mal hundert Leute angeklickt“ erinnert er sich. Dann kommt ihm die Idee, sein Leben in täglichen Videos zu dokumentieren und schnell kommt auch der Erfolg. Heute folgen ihm allein bei YouTube zwei Millionen Fans und die Videos werden immer aufwändiger. Bis zu 60.000 Euro kosten seine Filme in der Produktion. Neben dem YouTube-Geschäft hat er eine eigene Kaugummimarke gegründet, 30 Mitarbeiter beschäftigt er in Berlin mit Design und Vertrieb. Trotzdem erscheint jeden Freitag ein neues Video von ihm. Am liebsten tritt er gerade in Challenges gegen seinen Freund und YouTuber „Lewinray“ an. „Lewin und ich, wir sind vor der Kamera wie zwölfjährige“, sagt Moritz, und da ist was dran. Moritz wohnt allein auf 100 Quadratmetern in bester Lage von Köln, und er lässt seine Familie an seinem Wohlstand teilhaben. Zum 80. Geburtstag schenkt er seiner Oma Moni ein Auto. Jerome Böker (32) hat schon immer ein Faible für Motoren. Als kleiner Junge fährt er Motocrossrennen und hilft seinem Vater in einer Lkw-Werkstatt. Mit 18 Jahren kauft er einen defekten Pick-up für 3000 Euro. Zusammen mit seinem Vater restauriert er das Fahrzeug und verkauft es nach ein paar Monaten für 6000 Euro weiter. „Ich habe das Geld mal eben verdoppelt und dann habe ich ein bisschen Blut geleckt und dann ging das weiter“, erinnert sich Jerome. Er lernt schnell, dass mit Autos gut Geld zu verdienen ist. Neben dem Studium restauriert er weiter amerikanische Oldtimer. Aber er begreift auch, dass er mit dieser zeitaufwändigen Arbeit nicht reich werden kann. Doch Jerome will reich und unabhängig sein und Autos sind seine Leidenschaft. Mit 100.000 Euro Eigenkapital beginnt er, mit gebrauchten Porsches zu handeln. In einer schmucklosen Halle gründet er mit 24 Jahren „JB-Motors“ und steckt die ersten Gewinne sofort in den Ankauf neuer Fahrzeuge. Der Laden läuft und jedes Jahr verdoppelt sich sein Umsatz. Seit beide 16 waren, ist seine Freundin und heutige Ehefrau Tamie an seiner Seite, die die Buchhaltung macht. Heute stehen Lamborghini, Ferrari, McLaren und Porsche in seinem neu gebauten zwei Millionen teuren Showroom und seine Kunden kommen aus ganz Europa, um bei ihm einzukaufen oder ihm ihre Autos zu verkaufen. Die ZDF.reportage begleitet die jungen Geschäftsleute in ihrem Alltag, erzählt ihren Werdegang und gibt Einblicke ins Privatleben der Vermögenden. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 03.10.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 04.10.2025 ZDF
  • Staffel 1, Folge 7 (29 Min.)
    Der Wunsch nach dem perfekten Körper ist allgegenwärtig. Schlank, makellos, groß, muskulös – Schönheitsideale bestimmen zunehmend den Alltag junger Menschen. Immer mehr Frauen und Männer investieren Zeit, Geld und manchmal sogar ihre Gesundheit, um diesen Idealen näherzukommen. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen, die bereit sind, für ihr äußeres Erscheinungsbild weit zu gehen. In einer Welt, in der Social Media alltäglich ist und Bilder permanent bewertet, kommentiert und optimiert werden, wächst der Druck, bestimmten Körpernormen zu entsprechen. Die Grenze zwischen realem Körper und digital perfektioniertem Selbstbild verschwimmt. Besonders junge Menschen vergleichen sich häufig mit vermeintlich perfekten Vorbildern – und geraten dabei in einen Strudel aus Selbstoptimierung und Selbstzweifeln. Manche richten ihr gesamtes Leben konsequent auf den perfekten Körper aus. Paula, eine junge Sportinfluencerin, arbeitet täglich daran, dem idealisierten Fitnesskörper zu entsprechen und ihre noch junge Social-Media-Karriere voranzutreiben. „Wenn man up to date sein möchte, dann muss man alle fünf Jahre irgendwie anders aussehen“, sagt sie. 15 Stunden Sport pro Woche und ein strenger Ernährungsplan sind für sie selbstverständlich. Andere gehen einen Schritt weiter und greifen zu chirurgischen oder kosmetischen Maßnahmen. Manuel (34) ist Personal Trainer und legt viel Wert auf ein perfektes Hautbild. Seine Stirn hält er mit regelmäßigen Botoxbehandlungen glatt und in Form. Auch eine Eigenhaartransplantation hat er schon hinter sich. „Ich habe eine gewisse Vorbildfunktion meinen Kunden gegenüber. Und da möchte ich natürlich schon ästhetisch aussehen“, sagt er. Reality Star Melody nimmt immer wieder Operationen in Kauf, um ihr Äußeres weiter zu perfektionieren. „Ich kam schon immer ganz gut an. Und ich habe Angst, das zu verlieren“, erklärt sie. Mit Anfang zwanzig ließ sie ihre Nase operieren. Darauf folgen Brazilian Butt Lifts und eine Schamlippen-Verkleinerung. Ihr Vorbild: Kim Kardashian. Alex, der unter seiner Körpergröße leidet, lässt sich bereits zum zweiten Mal die Beine verlängern – ein teurer Eingriff, der ihn monatelang massiv einschränkt. Doch er verspricht sich viel davon: „Wenn man etwas größer ist, etwas auf Augenhöhe ist, dann wird man besser behandelt.“ Die „ZDF.reportage“ zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien und Onlineplattformen das Körperbild einer ganzen Generation prägen. Sie macht sichtbar, wie weit manche bereit sind zu gehen, um den Schönheitsidealen der Gegenwart möglichst nahezukommen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 12.06.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 ZDF
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