Dokumentation in 2 Teilen
1. Die Ursprünge (Les origines)
Folge 1 (48 Min.)In einer antiken Grotte am Colle Oppio, einem der sieben Hügel Roms, bildete sich in den Neunzigerjahren der Clan der „Möwen“ („Gabbiani“ auf Italienisch). Die Gruppe der um die Zwanzigjährigen, der auch Giorgia Meloni angehörte, stand der neofaschistischen Nachfolgepartei von Mussolinis „Movimento Sociale Italiano“ (MSI) nahe und sprach dort über Politik, Gott und die Welt. Ihr Narrativ nährte sich aus der Welt J.R.R. Tolkiens, aus Filmen wie „Der Club der toten Dichter“ oder „Die unendliche Geschichte“. Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Korruptionsermittlungen „Mani pulite“ in Italien 1992 markierten einen politischen Wendepunkt. „Die Möwen“ trauten sich an die Öffentlichkeit – mit Erfolg.1992 trat Giorgia Meloni in die Jugendorganisation der neofaschistischen MSI ein, 30 Jahre später wurde ihre Partei „Fratelli d’Italia“ zur stärksten Fraktion des Landes. Meloni ist die erste Ministerpräsidentin Italiens und die erste rechtsextreme Regierungschefin seit Benito Mussolini. Die Regeln der Demokratie haben es den Postfaschisten ermöglicht, an die Macht zurückzukehren, aktiv Geschichte zu schreiben und ihren Diskurs neu auszurichten. Die Dokumentation beleuchtet den Aufstieg von Giorgia Meloni und ihrem Clan. Aus den Reihen der italienischen Regierung geben die ehemaligen „Möwen“ einen präzisen Einblick in ihre Version der Geschichte – nun mit weltweiter Resonanz. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Di. 17.02.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 arte 2. An der Spitze Italiens (L’exercice du pouvoir)
Folge 2 (46 Min.)Die im September 2022 mit etwa 26 Prozent Stimmenanteil bei den Parlamentswahlen zur Regierungschefin gewählte Giorgia Meloni lehnt die Bezeichnung „antifaschistisch“ für sich ab. Innenpolitisch strebt die Ministerpräsidentin die konservative Gesellschaft an, die sie den Italienern im Wahlkampf versprochen hat. So geht sie zunehmend gegen NGOs, Asylbewerber und queere Paare vor und schickt sich an, die italienischen Institutionen von Grund auf zu reformieren. Meloni ist fest entschlossen, die Macht der Exekutive und des Ministerpräsidenten zu stärken.In der Außenpolitik gibt sich „die Meloni“ trotz anders lautender Wahlversprechen beruhigend. Sie demonstriert Normalisierung innerhalb der Europäischen Union, stellt niemals die Zughörigkeit Italiens zur Nato infrage und signalisiert unverbrüchliche Unterstützung für die Ukraine. Mit US-Präsident Donald Trump verbindet sie eine langjährige Freundschaft, und mit seiner Wiederwahl bekam auch Giorgia Meloni Aufwind: Trump erklärte sie unmissverständlich zu seiner Lieblingsansprechpartnerin in Europa. Zu Trumps zweitem feierlichen Amtsantritt im Weißen Haus wurde Meloni als einziges europäisches Staatsoberhaupt nach Washington eingeladen. Fast drei Jahre nach ihrem Einzug in den Palazzo Chigi wirft die Chefin der italienischen Postfaschisten weiterhin Rätsel auf: Geht es ihr um die Banalisierung und Institutionalisierung eines Rechtspopulismus, der anderen europäischen Ländern als Blaupause dienen könnte, oder initiiert sie – nach dem Vorbild ihres ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán – ein Abgleiten Italiens in ein illiberales Regime? (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Di. 17.02.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 arte
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