Als wir die Zukunft waren

    D 2016
    Spielfilm (90 Min.)
    Bild: PHOENIX/RBB
    Als wir die Zukunft waren – PHOENIX/RBB
    Sie waren neugierig und verwundbar, angepasst und widerspenstig. Sie wollten oder sollten das neue, bessere Deutschland mit aufbauen und die sozialistische Zukunft gestalten. Erinnerungen an das ganz normale Leben Ost: Alltag im geteilten Berlin und Leben in der DDR Provinz, Familienausflüge und Freundschaften, West-Pakete und 8mm-Filme. Manche Väter kamen aus dem Krieg, andere setzten sich in den Westen ab. Sehr persönliche Filmepisoden atmen das Leben in Ostdeutschland und in dem geteilten Berlin jener Jahre. Die Filmemacher, eine Regisseurin und sieben Regisseure, kennen sich aus dem Studium an der Filmhochschule in Babelsberg, oder aus den DEFA-Studios. Für dieses Projekt kamen sie erneut zusammen. Mit unterschiedlichen Handschriften und künstlerischen Mitteln berichten sie von ihrem Leben in diesen Kindertagen, von ihrem kindlichem Stolz und jugendlichem Aufbegehren, von Hoffnungen und Enttäuschungen. Gemeinsam fragen sie sich: „Wie war das, als wir Kinder des Sozialismus waren?“ Peter Kahanes Eltern kommen Ende der 1940er Jahre aus der Emigration zurück nach Ostberlin. Die Familienausflüge nach Westberlin nutzt er, um amerikanische Western zu sehen und sie mit den russischen Reiterfilmen zu vergleichen, die das Kino in Pankow spielt. ‚Arbeiter und Angestellte aufs Land‘ heißt die Kampagne, die die junge Familie von Gabriele Denecke für eine kurze Zeit in die Provinz verschlägt, bevor sie nach Berlin zurückkehren, und Gabriele die Unterschiede zwischen Ost- und Westkaugummi bei heimlichen Grenzübertritten kennenlernt. Andreas Voigt das Buchhändlerkind aus Dessau – wollte vor allem Gutes tun und dazugehören. Als junger Pionier Flaschensammeln für die Kinder in Kuba und für den Weltfrieden kämpfen, das waren die Ideale, an die er glaubte. Dass man als kleiner Junge in Erfurt der 50er Jahre große Abenteuer erleben kann, auch wenn sich der Traum vom Westpaket nicht erfüllt, davon erzählen die 8mm-Filme, die Lars Barthel zu seinem Film über seine lebenslustige Familie neu komponiert hat. Ralf Marschalleck wächst in Weimar auf. Sein Bild der heilen sozialistischen Familie zerbricht, als sich der Vater über Nacht in den Westen absetzt. Die Entwicklung des enttäuschten und trotzigen Jugendlichen zeichnet Marschalleck in seinem Film nach. Der Zug hält in Bad Kleinen und einer steigt aus. Dieter Schumann beginnt so die Suche nach wichtigen Orten und Menschen aus seiner Kindheit und Jugend. Und er findet sie … den alten Freund, die ehemalige Lehrerin und sein Orchester. Der Vater weg und die Mutter sterbenskrank Hannes Schönemann und seine Schwestern werden in Rerik in einem staatlichen Kinderheim untergebracht. Für ihn beginnt ein Alptraum. Sein Traum: die Flucht aus der DDR. Auf den Spuren der Rolling Stones und in Erwartung westlichen Lebensgefühls verbringt der 17-jährige Abiturient Thomas Knauf die großen Ferien 1968 in Warschau. Nach dem russischen Einmarsch in Prag wird er in Warschau verhaftet. Statt Studentenclubs lernt er den Knast kennen. Der Film ist eine Zusammenstellung der beiden 45-minütigen Filme „Wir, Kinder des Sozialismus“. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere: 23.10.2016 MDR
    Alternativtitel: Wir, Kinder des Sozialismus

    DVD und Blu-ray

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    Amazon Channels deAbo 5,50 €/Monat

    Sendetermine

    So15.04.201823:40–01:10rbb
    23:40–01:10
    Fr22.09.201702:15–03:45Phoenix
    02:15–03:45
    Sa16.09.201722:30–00:00Phoenix
    22:30–00:00
    Mo10.07.201700:15–01:40MDR
    00:15–01:40
    Mi16.11.201600:15–01:45rbb
    00:15–01:45
    So23.10.201623:55–01:20MDR
    23:55–01:20

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