Tage oder Stunden

    F 2008 (Deux jours à tuer)
    Drama (84 Min.)
    Aus unerfindlichen Gründen provoziert Antoine Méliot (Albert Dupontel, Mitte) seine Freunde Marion (Alessandra Martinez), Eric (<a data-event-category=bildtext-person href="/mathias-mlekuz/filmografie"><u>Mathias Mlekuz</u></a>, li.) und Paul (<a data-event-category=bildtext-person href="/francois-marthouret/filmografie"><u>François Marthouret</u></a>), die zu seiner Geburtstagsfeier gekommen sind. – Bild: ARD Degeto
    Antoine (Albert Dupontel) ist ein Erfolgsmensch wie er im Buche steht. Schon als 42-Jähriger besitzt er Anteile einer großen Pariser Marketingagentur, ist mit einer reizenden Frau verheiratet und hat selbstredend ein tolles Haus. Doch von einem Tag auf den anderen scheint er dieser arrivierten Existenz völlig überdrüssig zu sein. Zunächst vergrault er einen seiner besten Kunden mit der offenherzigen Bemerkung, sein Produkt sei so langweilig, dass ihm dazu kein Slogan einfalle. Hals über Kopf verschleudert Antoine darauf seine Agentur-Anteile, und seiner Frau gibt er zu verstehen, dass er sie betrügt und verlassen wird. Doch Cécile (Marie-Josée Croze) lässt sich nicht so schnell entmutigen und organisiert anlässlich seines Geburtstages heimlich eine Party – die in der Tat eine Überraschung wird: allerdings nur für die verdutzten Gäste. Reihum brüskiert der Hausherr seine langjährigen Freunde mit gnadenlos präzisen verbalen Giftpfeilen. Der Abend gipfelt in einer handfesten Schlägerei, doch Antoines Motive werden dabei immer rätselhafter. Auf dem Weg nach Irland, wo sein Vater (Pierre Vaneck) seit 30 Jahren als kauziger Aussteiger lebt, wird klar, dass Antoine nichts mehr zu verlieren hat. In der paradiesisch erscheinenden Wiesenlandschaft der grünen Insel gibt es noch eine offene Rechnung zu begleichen. Nach seinem elegisch-meditativen Kinoerfolg „Dialog mit meinem Gärtner“ inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman „Deux jours à tuer“ von François d’Epenoux, erzählt der Regieveteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen. Albert Dupontel, der seine Bandbreite in der romantischen Komödie „Odette Toulemonde“ oder in dem furiosen Drama „Irreversibel“ unter Beweis stellte, spielt einen gebrochenen Mann, dessen Motive erst allmählich fassbar werden. Was als grimmige Gesellschaftssatire beginnt, entpuppt sich so als existenzielles Drama um die Frage nach den Letzten Dingen. Der schwierige Balanceakt zwischen Ironie und Tiefsinn gelingt, weil Becker neben Dupontel auf ein Ensemble exzellenter französischer Darsteller zurückgreift. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere: 18.11.2012 Das Erste
    Originalsprache: Französisch
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    13:45–KinoweltTV
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