Stories We Tell

    CDN 2012 (104 Min.)
    • Dokumentation
    Als Sarah knapp 20 Jahre alt ist, hört sie zum ersten Mal von Gerüchten, dass ihr Vater Michael womöglich nicht ihr leiblicher Vater ist. Mit 35 Jahren präsentiert sie nun den Dokumentarfilm, der ihre Recherchen zu ihrer Familiengeschichte nacherzählt. Aus dem Alltag eines Hobby-Hundezüchters – Bild: BR/​Koch Media GmbH
    Als Sarah knapp 20 Jahre alt ist, hört sie zum ersten Mal von Gerüchten, dass ihr Vater Michael womöglich nicht ihr leiblicher Vater ist. Mit 35 Jahren präsentiert sie nun den Dokumentarfilm, der ihre Recherchen zu ihrer Familiengeschichte nacherzählt. Aus dem Alltag eines Hobby-Hundezüchters

    Sarah Polleys dokumentarischer Essayfilm „Stories We Tell“ ist ein unsentimentales und liebevolles Familienporträt, eine filmische Studie über die Subjektivität von Erinnerungen, gleichzeitig auch ein Essay darüber, wie Erzählungen uns und unsere Familie formen. Drehbuchautorin, Regisseurin und Schauspielerin Sarah Polley lässt sich dabei von der Erkenntnis leiten, dass die Wahrheit wesentlich von der Perspektive des Erzählers abhängt. Und so kombiniert sie alte Originalaufnahmen mit nachgespielten Szenen, Archivmaterial und Fotografien mit neuen Interviews zu einem Hybrid zwischen Dokumentar- und Essayfilm.
    „Stories We Tell“ ist eine Liebeserklärung an die eigenen Eltern – die biologischen wie die sozialen Mütter und Väter, die unser Leben prägen – und eine filmische Spurensuche der Filmemacherin, die ihrer eigenen Geschichte nachspürt und sie dabei zum Teil auch neu inszeniert. Sie spürt den Geheimnissen ihrer Familie und ihrer Herkunft und dem Leben ihrer früh gestorbenen Mutter nach. In den zahlreichen Interviews mit ihren Angehörigen betont Polley dabei von Anfang an das Inszenierungsmoment jeglicher Dokumentarfilme und legt die Mittel der Gattung offen, etwa indem sie das Tonstudio zeigt, in der die Voice-Over eingesprochen wird, die man im Film hört oder wenn sie zeigt, wie ihre Gesprächspartner für die Interviews ausgeleuchtet und verkabelt werden.
    Nicht alles, was der Film zeigt, ist im strengen Sinne dokumentarisch, einiges ist tatsächlich nachinszeniert und wird wie vermeintlich dokumentarisches Material eingesetzt. So wird „Stories We Tell“ zugleich zur Reflektion des Mediums und betont Subjektivität und nostalgische Verklärung des Erinnerungsprozesses. „Stories We Tell“ ist wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der „Writers Guild Award“ 2014 sowie die Auszeichnungen als bester Dokumentarfilm 2013 durch zahlreiche Institutionen wie des „New York Film Critic Cycle“, der „L.A. Critics“, des „National Board of Reviews“ und der „Directors Guild of Canada“. (Text: WDR)

    Deutsche TV-Premiere27.10.2015Bayerisches Fernsehen

    DVD & Blu-ray

    Streaming & Mediatheken

    Sendetermine

    Do 07.11.2019
    23:25–01:10
    23:25–
    Mo 18.04.2016
    23:20–01:00
    23:20–
    Di 27.10.2015
    22:45–00:25
    22:45–

    Cast & Crew

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