Mobbing

D 2012 (90 Min.)
  • Psychodrama
Jo (Tobias Moretti) führt ein glückliches Familienleben mit seiner Frau Anja (Susanne Wolff) und den beiden Kindern Felix und Mona. Doch dann bekommt er eine neue Chefin … – Bild: BR /​ © BR/​CWP Film/​Alexander Fischerkoesen
Jo (Tobias Moretti) führt ein glückliches Familienleben mit seiner Frau Anja (Susanne Wolff) und den beiden Kindern Felix und Mona. Doch dann bekommt er eine neue Chefin …

Ein wohnliches Heim, ein sicheres Einkommen, zwei prächtige Kinder, ein großer Freundeskreis: Anja liebt ihr Leben mit Jo, sie sind ausgefüllt und zufrieden. Der charismatische Jo ist im Kulturreferat der kleinen Stadt für die großen Projekte zuständig, beliebt wegen seiner engagierten und zupackenden Art. Nur die neue Vorgesetzte scheint das nicht so zu sehen. Anja bemerkt, wie Jos Stimmung von Tag zu Tag an Gereiztheit zunimmt. Dann werden ihm sukzessive seine Kompetenzen entzogen und schließlich wird er zum Handlanger degradiert. Die Kollegen wenden sich ab. Der Druck in der Arbeit überträgt sich auf das Familienleben und er beginnt Jo und Anja zu verändern. Nach einer Intrige seiner Kollegen wird Jo schließlich fristlos gekündigt. Er verschweigt Anja zunächst den Grund dafür.

Angst, aber auch gegenseitiges Misstrauen machen sich zwischen dem Paar breit. Anjas Umgang mit der belastenden Situation schwankt zwischen Empathie und Hilflosigkeit, Pragmatismus und ohnmächtiger Wut. Denn Jo verschließt sich, ist neuen Ideen gegenüber resistent. Er setzt alles auf eine Karte – das Urteil am Arbeitsgericht. Er bekommt schließlich Recht. Ein Pyrrhussieg? Der Fernsehfilm „Mobbing“ zeigt, welche verheerenden Folgen Mobbing am Arbeitsplatz für einen Menschen und auch für dessen Familie haben kann. Was als Krise beginnt, endet als Katastrophe. 3sat zeigt vom Samstag, 16., bis zum Donnerstag, 21. November, jeweils um 20:15 Uhr und ca. 21:50 Uhr, alle zwölf für das „FernsehfilmFestival Baden-Baden“ nominierten Fernsehfilme.

Zuschauer können durchgehend vom 16. November, 20:00 Uhr, bis zum 22. November, 14:00 Uhr, ihren Lieblingsfilm im Internet unter www.3sat.de wählen oder telefonisch abstimmen. Für den letzten Film „Mobbing“ lautet die Telefonnummer 0137 4141.12. (Text: 3sat)

Das erschütternde Stück über Ausgrenzung am Arbeitsplatz und im Leben stammt von Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann und dem Autoren-Ehepaar Zahn: Eva und Volker A. Zahn haben den Roman von Annette Pehnt adaptiert. Ihr Schwerpunkt lag darin, die Perspektive der „nur“ mittelbar Betroffenen beizubehalten. Weegmanns Inszenierung konzentriert sich nicht auf das Mobbing und dessen Spielarten selbst, sondern auf die direkten und indirekten Auswirkungen, die Schikanen und Demütigungen bei der Arbeit auf das Privatleben und auf das Umfeld der Betroffenen haben. Es geht darum, das Zerstörerische solcher im ersten Moment banal erscheinenden Angriffe auf die Würde eines Menschen anschaulich zu machen. Regisseurin Nicole Weegmann hat mit Eva und Volker A. Zahn bereits für das vielfach prämierte (Österreichischer Fernsehpreis, Romy als bester Film des Jahres, Publikumspreis beim Festival des deutschen Films 2009) Amok-Drama „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ (2008) zusammengearbeitet. Weegmann wurde 1966 in Karlsruhe geboren, studierte audiovisuelle Künste und besuchte danach die Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr erster Film „Kreisel Macher Brumm“ (1992) gewann den Publikumspreis des Kellerkinos Berlin. Ihr erster Langspielfilm war „Wolfsheim“ (2000), danach folgten Filme wie „Rabenkinder“ (2005), „Solange du schliefest“ (2010) und „Schenk mir dein Herz“ (2011). Auch die Hauptrollen in „Mobbing“ sind hochkarätig besetzt. Susanne Wolf überzeugt hier in der Rolle der Anja. Sie besuchte die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zum Fernsehen kam sie 2003 in der „Tatort“-Folge „Heimspiel“. Es folgten „Swinger Club“ (2004, Regie: Jan Georg Schütte), „Vineta“ (2006, Regie: Franziska Stünkel) und „Dreileben – Komm mir nicht nach“ (2011, Regie: Dominik Graf). Die Schauspielerin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: Für ihre Rolle in „Das Fremde in mir (2007, Regie: Emily Atef) erhielt sie den Förderpreis deutscher Film und den Preis als beste Darstellerin am São Paulo International Filmfestival. Tobias Moretti, 1959 in Österreich geboren, spielt den verzweifelten Familienvater Jo. Nach seinem Abschluss an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule wurde Moretti am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert. Ende der 80er Jahre verlagerte er seinen Schwerpunkt zum Film, wo er vor allem durch die Fernsehkrimiserie „Kommissar Rex“ (1994–2004) bekanntwurde. Für seine Rolle als Kriminalinspektor Richard Moser erhielt er auch mehrere Auszeichnungen, darunter den Goldenen Löwen und den Bayerischen Fernsehpreis. Von 1995 bis 1997 gewann er jeweils den Goldenen Romy als beliebtester Serienstar. 2001, 2003 und 2004 gewann er ihn erneut für Filme wie „Krambambuli“ (1998, Regie: Xaver Schwarzenberger), „Wenn Männer Frauen trauen“ (2000, Regie: Curt M. Faudon) und „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ (2004, Regie: Urs Egger). Für Letzteren erhielt er den Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie „Fernsehfilm“. 2008 war er in Til Schweigers Komödie „1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ zu sehen und 2010 in Oskar Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“, wofür er den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Darsteller erhielt. (Text: NDR)

Deutsche TV-Premiere25.01.2013arteDeutscher Kinostart25.01.2013Internationaler Kinostart2012

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Sendetermine

Mo 11.09.2023
23:15–00:45
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So 10.04.2016
09:35–11:25
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Sa 23.01.2016
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Mi 20.01.2016
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So 17.01.2016
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Do 18.09.2014
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Di 25.03.2014
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Do 21.11.2013
21:45–23:15
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Do 23.05.2013
12:30–14:00
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Do 23.05.2013
07:00–08:30
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Mi 22.05.2013
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Sa 18.05.2013
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Sa 18.05.2013
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Do 16.05.2013
00:50–02:23
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Mi 15.05.2013
20:15–21:50
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Mi 15.05.2013
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Mo 04.02.2013
13:55–15:25
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Fr 25.01.2013
20:15–21:45
20:15–

Cast & Crew

Reviews & Kommentare

  • am

    Sehr sehr Langweilig. Der Film sollte "Blablabla" heißen und nicht Mobbing. Denn von Mobbing ist nichts zu merken.

    Normalerweise sind Filme mit Tobias Moretti eigentlich immer gut ... Normalerweise !!!

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