Mein Wald – Fünf Jahre zwischen Mythos und Holz

D 2026 (90 Min.)
  • Dokumentation
  • Natur
Es wird wärmer und trockener und trotzdem muss der Wald Holz liefern – Bild: MDR/​Ole Sieg, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung „Bild: MDR/​Ole Sieg“ (S2+). MDR/​HA Kommunikation, 04360 Leipzig, Tel: (0341) 300 6477 oder – 6463
Es wird wärmer und trockener und trotzdem muss der Wald Holz liefern

Försterin Jennifer Kruspe liebt den Wald. Doch ihre Arbeit besteht längst nicht mehr nur darin, ihn zu pflegen, sie muss ständig zwischen Naturschutz, Wirtschaft und Klimakrise abwägen. Über fünf Jahre begleitet der Film die Försterin durch eine Zeit, in der sich der deutsche Wald dramatisch verändert. Kaum ein anderer Ort in Deutschland ist so emotional aufgeladen und gleichzeitig so stark unter Druck wie der Wald. Er ist Projektionsfläche, Klimaretter, Wirtschaftsraum und Sehnsuchtsort zugleich. Während die Folgen des Klimawandels immer sichtbarer werden, wachsen auch die Erwartungen an den Wald: Er soll CO2 speichern, Lebensraum schützen, Erholung bieten und gleichzeitig den Rohstoff Holz liefern.

Im Zentrum des Dokumentarfilms steht Försterin Jennifer Kruspe und ihre Arbeit an den Hörselbergen mitten in Thüringen – in einem der am stärksten gefährdeten Waldgebiete Deutschlands. Die Langzeitbeobachtung macht sichtbar, wie sich der Wald verändert und wie komplex die Aufgabe geworden ist, ihn zu erhalten und gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Jennifer Kruspe muss dabei unterschiedliche Interessen im Blick haben. Waldbesitzer erwarten wirtschaftliche Erträge, Jäger kämpfen um ihren Einfluss auf die Entwicklung des Wildbestands, Anwohner sehen im Wald ihre Heimat. Gleichzeitig sterben Bäume durch Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall. Entscheidungen, die die Försterin heute trifft, wirken oft erst Jahrzehnte später. Mit jedem weiteren Jahr stellt sich dieselbe Frage neu: Wie kann Jennifer Kruspe all diesen Erwartungen überhaupt gerecht werden? Durch die fünfjährige Langzeitbeobachtung entsteht ein unmittelbares Bild davon, wie sich ökologische Krisen, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Konflikte im Alltag konkret auswirken – nicht abstrakt, sondern direkt vor Ort.

Gleichzeitig entfaltet der Film eine bildgewaltige, fast mythische Ebene: gigantische Erntemaschinen wirken wie Wesen aus einer anderen Welt, Makroaufnahmen offenbaren verborgene Landschaften im Inneren abgestorbener Bäume. Der Wald selbst wird zur Hauptfigur. (Text: NDR)

Deutsche Streaming-Premiere 15.06.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere 21.06.2026 MDR

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So. 29.11.2026
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Mi. 16.09.2026
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So. 21.06.2026
22:30–00:00
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