Man nennt mich Hondo
- USA 1953 (Hondo, 83 Min.)
- Western

Arizona, 1874: Kurierreiter der Kavallerie Hondo Lane durchquert das Grenzland zwischen den Fronten, als er auf die einsam gelegene Ranch von Angie Lowe und ihrem Sohn Johnny stößt. Ihr Ehemann hat Angie allein mit dem Kind zurückgelassen, doch sie will ihr Zuhause nicht aufgeben, trotz der wachsenden Spannungen zwischen der US-Armee und den Apachen. Hondo, verkörpert von John Wayne, erkennt die herannahende Gefahr und beschließt, vorerst an ihrer Seite zu bleiben. Zwischen dem wortkargen Scout und der entschlossenen Rancherin entwickelt sich eine vorsichtige Annäherung. Als die Gewalt näherrückt, gerät Hondo selbst in den Konflikt zwischen den verfeindeten Lagern und muss Entscheidungen treffen, die Mut, Loyalität und Menschlichkeit gleichermaßen verlangen.
Mit „Man nennt mich Hondo“ schuf John Farrow einen Western, der klassische Motive mit ungewöhnlich differenzierten Figuren verbindet. John Wayne verkörpert den Titelhelden als erfahrenen Grenzgänger zwischen zwei Welten, während Geraldine Page in ihrer ersten großen Filmrolle der Figur Angie bemerkenswerte Stärke und Eigenständigkeit verleiht. Statt eindeutiger Heldenbilder setzt der Film auf moralische Zwischentöne und einen respektvolleren Blick auf die indigene Bevölkerung, als es für viele Western seiner Zeit üblich war. (Text: arte)
Starinfo John Wayne: Er schlug Frank Sinatras Bodyguard zu Boden, als der sich weigerte, seinem Brötchengeber zu sagen, er solle die Party-Musik leiser stellen. Während eines Drehs jagte er Dennis Hopper angeblich mit geladener Waffe über das Studiogelände. Und nach eigener Aussage traute er keinem, der Alkohol mied. Keine Frage: John Wayne war ein ganzer Kerl – doch ob es der Apothekersohn unter seinem bürgerlichen Namen Marion Michael Morrison auch an die Spitze der Hollywood-Stars geschafft hätte? Wie Humphrey Bogart, Marilyn Monroe und James Dean zählt The Duke zu den großen Legenden des Kinos: Mit Hut, Halstuch, Knarre und etwas behäbigem Gang war er das Westernidol par excellence. Den einzigen Oscar seiner Karriere erhielt der Republikaner für seine selbstironische Darstellung eines versoffenen, einäugigen Gesetzeshüters in ‚Der Marshall‘ (1969). Als er seinen letzten Film, ‚Der Shootist – Der letzte Scharfschütze‘, 1976 drehte, war der dreimal verheiratete Star bereits stark vom Krebs gezeichnet. Er starb drei Jahre später in Los Angeles. (Text: Tele 5)
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