Ins Blaue

    D 2012
    Spielfilm (101 Min.)
    Bild: rbb/ARD Degeto/Moana Film
    Ins Blaue – rbb/ARD Degeto/Moana Film
    Nachwuchsregisseurin Nike Rabenthal (Alice Dwyer) reist mit einem kleinen Team nach Italien, um ihren Debütfilm „Ins Blaue“ zu realisieren. Die junge Filmemacherin hat sich viel vorgenommen, sie träumt vom „Kino des 21. Jahrhunderts“. Das Drehbuch existiert nur skizzenhaft in ihrem Kopf, weswegen die drei Hauptdarstellerinnen vor der Kamera improvisieren müssen. Allmählich schält sich so die Geschichte heraus: Auf ihrer Urlaubsreise bleiben die drei Freundinnen Eva (Esther Zimmering), Josephine (Janina Rudenska) und Laura (Elisabeth-Marie Leistikow) mit einer Autopanne liegen. Ein junger Mönch, der ihren VW-Bus repariert, und ein stummer Fischer, der das Geheimnis der Liebe kennt, werden aufgrund des knappen Budgets vom selben Schauspieler (Henning Vogt) dargestellt. Nachdem die Förderanstalt den Geldhahn ganz zudreht, muss Nike umdisponieren. Um Gagen für Darsteller zu sparen, bittet sie ihren Vater (Vadim Glowna), der den Film produziert, auch noch in die Hauptrolle des altersweisen Philosophen zu schlüpfen. Durch diese Umstellung überschneidet sich plötzlich das Geschehen vor und hinter der der Mit diesem metaphysisch angehauchten Roadmovie widmet Rudolf Thome sich einem Subgenre, das seit Truffauts „Die amerikanische Nacht“ und Fellinis „Achteinhalb“ bestens bekannt ist. Die 28. Regiearbeit des Wahlberliners überzeugt als kunstvoll verschachtelter Film-im-Film, in dem der nimmermüde Auteur sich selbst bei der Arbeit über die Schulter blickt. Während Landschaftspanoramen den Zuschauer verwöhnen, verdichten sich amouröse Verwicklungen vor und hinter der Kamera zu einer Geschichte mit reizvollen Wendungen. Dabei verwischt der Regisseur von „Rote Sonne“ die Grenzen zwischen Kunst und Leben, Philosophie und Alltag. Aus dem großartigen Ensemble unverbrauchter, junger Darsteller ragt Vadim Glowna heraus. In seinem letzten Leinwandauftritt verkörpert das Urgestein des deutschen Kinos einen eigennützigen Produzenten, mit dessen gebrochenem Charakter Rudolf Thome seine eigene Rolle als Filmschaffender kritisch hinterfragt. „Ins Blaue“ ist der zweite von drei Filmen, mit denen Das Erste den Autorenfilmer zum 75. Geburtstag gratuliert. Unmittelbar im anschluss folgt „Sieben Frauen“ aus dem Jahr 1989. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere: 16.11.2014 Das Erste

    DVD und Blu-ray

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    So17.03.201903:00–04:40Das Erste
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    So23.11.201401:10–02:55einsfestival
    01:10–02:55
    Sa22.11.201421:45–23:25einsfestival
    21:45–23:25
    Mo17.11.201400:15–01:58Das Erste
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