In weiter Ferne, so nah!

    D 1993 (144 Min.)
    • Parabel
     – Bild: Wim Wenders Stiftung

    Aus Mitleid rettet der Engel Cassiel einem Berliner Mädchen das Leben und verwandelt sich dadurch selbst zu einem verletzlichen Menschen. Schon bald bedrückt ihn die Lieblosigkeit der Mitmenschen. Cassiel rettet dem Geschäftsmann Tony Baker das Leben und wird zum Dank sein Partner. Den Engel Cassiel (Otto Sander) stimmt es melancholisch, dass er als unsterblicher Wegbegleiter die Menschen nur trösten kann, ohne in ihr Schicksal eingreifen zu können. Nachdem sich sein Freund Damiel (Bruno Ganz) auf Erden niedergelassen hat, ist er einsam geworden. Angeregt sieht er den Wandel der Zeit, lauscht nach dem Fall der Berliner Mauer den Gedanken Michail Gorbatschows. Cassiels Gefährtin Raphaela (Nastassja Kinski) spürt, dass er kein Engel mehr sein mag.
    Als Cassiel sieht, wie die kleine Raissa (Aline Krajewski) vom Balkon eines Hochhauses stürzt, fängt er sie auf und ist so unwiderruflich selbst zu einem sterblichen Menschen geworden. Cassiel alias Karl Engel irrt verwundert durch die Straßen von Berlin. Die lieblose Geschäftigkeit der Menschen bedrückt ihn. Cassiels Freund Damiel, ein lebenslustiger Pizzabäcker, und dessen Frau, die Hochseilartistin Marion (Solveig Dommartin) helfen ihm, sich auf Erden einzuleben, doch er fühlt sich überflüssig und hilflos. Wie ein Schatten folgt ihm der zynische Emit Flesti (Willem Dafoe) als Verkörperung seiner verrinnenden Lebenszeit. Bald wird Cassiel zum Obdachlosen, zum gefallenen Engel. Ein neues Leben scheint zu beginnen, als er den Geschäftsmann Tony Baker (Horst Buchholz) vor einem Mafia-Anschlag rettet und zum Dank dessen Partner wird.
    Als Cassiel jedoch entdeckt, dass Baker eine NS-Vergangenheit hat und mit Porno-Raubkopien und Waffen handelt, ist er tief enttäuscht. Er spannt seine Freunde Damiel und Peter Falk sowie Marions Artisten ein, um Bakers Katakombenlager unter dem Flughafen Tempelhof zu zerstören. Wim Wenders gelingt in der Fortsetzung seines Filmmärchens „Der Himmel über Berlin“ (1987) erneut ein faszinierendes Panorama von Stimmungen und Stadtansichten des neuen Berlin, in dem er eine Welt der Unsicherheit und Hast, aber auch der Erinnerung und der hoffungsvollen Güte entwirft. In prominenten Gastrollen sind zu sehen: Michail Gorbatschow mit einem Dostojewski-Zitat, Heinz Rühmann als NS-Chauffeur mit Zivilcourage, Lou Reed, Peter Falk sowie Wenders-Kameramann Henri Alekan als Kapitän. (Text: MDR)

    Deutscher Kinostart09.09.1993

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