Im nächsten Leben

    D 2009
    Krimi/Drama (79 Min.)
    Im nächsten Leben – Bild: ZDF
    Im nächsten Leben – Bild: ZDF
    Zu DDR-Zeiten arbeitete Wolfgang Kerber als Sportfotograf bei der staatlichen Nachrichten-Agentur ADN. Er war privilegiert und durfte zu Großereignissen in den Westen reisen, pflegte ständigen Umgang mit den Mächtigen und Berühmten des SED-Staates. Dann zog ihm die Wende den Boden unter den Füßen weg. Seine Frau starb, er verlor seinen Job und musste bei Null anfangen. Mit Glück und Beharrlichkeit wurde Kerber Polizeireporter bei einer großen Berliner Boulevardzeitung. Seine Reiseziele waren zwar nicht mehr Moskau, Seoul oder New York, sondern die ostdeutsche Provinz, aber Erfolg hatte er trotzdem. Im Team mit seinem Informanten Konrad Probst war Kerber einer der effektivsten Polizeireporter. Nur eines hat Kerber nie getan. Er hat nie zurückgeblickt auf die Jahre vor und nach der Wende. Er hat wichtige Entscheidungen nie in Frage gestellt. Für ihn gab es stets nur den Blick nach vorn. Erich Honeckers Credo „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ gilt auch für das Leben des Wolfgang Kerber. Diese Rastlosigkeit hat ihren Preis. Mit 56 Jahren wirkt Kerber ausgebrannt. Von seiner Tochter Margitta hat er sich längst entfremdet, die Gegenwart mit ihren neuen Werten und technischen Anforderungen verunsichert ihn. Seinem jungen Chef passen Kerbers unkonventionelle Arbeitsmethoden nicht, er sieht in ihm ein journalistisches Auslaufmodell. Kerber gerät immer stärker unter Druck. Und reagiert, wie er immer reagiert hat – mit der Flucht nach vorn. Als Margitta ihm bei einem ihrer seltenen Treffen von einem verschwundenen Mädchen an ihrer Schule in Wolfen erzählt, stürzt sich Kerber wie ein Besessener auf diese Geschichte. Während jeder andere den Vorfall für alltäglich hält, wittert er eine Sensationsstory um Mord und sittliche Verrohung. Er ist sich sicher, dass die Schülerin tot ist. Voller Elan reist Kerber nach Wolfen und stürzt sich in die Recherchen vor Ort. Tatsächlich scheint er mit seinem Verdacht richtig zu liegen. Das verschwundene Mädchen hatte Probleme zu Hause und in der Schule und wurde von jugendlichen Herumtreibern terrorisiert, die Mitschülern mit Gewalt Markenkleidung und Wertsachen abnehmen. Alles passt perfekt in Kerbers Bild von der „verlorenen Generation des Ostens“. Siegesgewiss kündigt er seinem Chef einen Knüller an. Doch dann findet Kerber die Schülerin. Sie lebt, und ihre Gründe, sich zu verstecken, haben offenbar nichts mit den anderen Jugendlichen zu tun. Langsam dämmert Kerber, dass er einer gigantischen Selbsttäuschung aufgesessen ist. Dass nichts so ist, wie er es gedeutet hatte. Aber er hat sich schon zu sehr in seine Story verrannt, um jetzt noch umzukehren. Er beginnt, die Geschichte zu manipulieren und zu inszenieren, und bringt dadurch das Leben einer Schülerin in Gefahr. Als er auch noch Margitta für seine Zwecke einspannen will, eskaliert die Beziehung von Vater und Tochter. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere: 26.06.2010 arte
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