Gewalt und Leidenschaft

    I / F 1974 (Gruppo di famiglia in un interno)
    Gesellschaft / Drama (121 Min.)
    Claudia Cardinale (Frau des Professors). – Bild: ORF/​Donau Film
    Claudia Cardinale (Frau des Professors).

    Das geruhsame Leben eines römischen Wissenschaftlers und Kunstsammlers wird durch neue Mieter gestört, die er widerwillig in das Obergeschoss seines großzügigen Palazzos einziehen lässt. Doch der Lebenshunger der jungen Menschen um ihn herum wirkt bald ansteckend auf den einsamen Akademiker, der sich insgeheim schon auf den Tod vorbereitet hatte. Besonders der deutsche Student Konrad fasziniert den Professor. Ein alternder Professor ist vor vielen Jahren aus dem US-amerikanischen Exil zurückgekehrt, um sich in seinem feudalen römischen Palazzo inmitten von Büchern und Kunstschätzen von der Welt abzuschotten. Seine Ruhe wird jäh gestört durch die exzentrische Marchesa Brumonti. Mit dreister Aufdringlichkeit will die Industriellen-Gattin den Professor dazu bewegen, ihr das leerstehende Obergeschoss zu vermieten. Dort soll ihr Liebhaber Konrad Huebel wohnen, der sich von ihr aushalten lässt. Der zwielichtige deutsche Student, während der 1968er-Unruhen in die Kriminalität abgetaucht, fasziniert den Eremiten. Von Konrads Charme umgarnt, gibt der Professor dem Ansinnen der Marchesa nach und wird so in das lärmend-dekadente Familienleben der Neureichen hineingezogen. Auch Lietta, Tochter der Marchesa, und deren Verlobter Stefano werden regelmäßige Gäste im Palazzo. Zwischen der kultivierten Lebensart des emotional kontrollierten Akademikers und der oberflächlichen Hektik seiner neuen Mieter liegen Welten. Dennoch wächst dem Professor seine chaotische Ersatzfamilie bald ans Herz. Besonders die verwirrend attraktive Erscheinung Konrads, für den er bei der Polizei sogar eine Falschaussage macht, bewegt sein Gemüt. Als der Ehemann der Marchesa, ein einflussreicher Industrieller, fluchtartig das Land verlässt und seiner Gattin vorher nahelegt, sich von ihrem Geliebten zu trennen, wird Konrad in eine politische Intrige verwickelt. Luchino Viscontis vorletzter Film bietet ein eindringliches Kammerspiel mit geschliffenen Dialogen und gemäldegleich komponierten Bildern. Vor dem Hintergrund der politischen Verhältnisse Italiens während der frühen 1970er-Jahre reflektiert „Gewalt und Leidenschaft“ ein komplexes Geflecht aus emotionalen und finanziellen Abhängigkeiten. Mit unterschwellig spannungsgeladener Dramaturgie schildert Visconti in Anknüpfung an seine vier Jahre zuvor entstandene Thomas-Mann-Adaption „Tod in Venedig“ erneut die obsessive Beziehung eines älteren Mannes zu einem jüngeren. Neben Silvana Mangano als verzweifelte Millionärin und dem großartigen Burt Lancaster überzeugt der damalige Visconti-Lebensgefährte Helmut Berger („Ludwig II.“) in einer schillernden Rolle als rätselhaftes Objekt der Begierde. (Text: BR Fernsehen)

    Originalsprache: Englisch

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    Sendetermine

    Mi 28.07.2021
    23:50–01:45
    23:50–
    Fr 31.05.2019
    23:20–01:15
    23:20–
    Sa 25.05.2019
    21:35–23:35
    21:35–
    Mi 30.09.2015
    03:38–05:33
    03:38–
    So 26.07.2015
    00:30–02:25
    00:30–
    Do 09.07.2015
    00:10–02:05
    00:10–
    Mi 07.01.2015
    00:45–02:45
    00:45–
    Mo 05.01.2015
    20:15–22:10
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    So 07.09.2014
    22:55–00:50
    22:55–
    Fr 06.06.2014
    00:25–02:05
    00:25–
    Mi 16.04.2014
    23:15–01:10
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    Do 26.12.2013
    23:15–01:10
    23:15–
    Sa 09.11.2013
    03:00–04:55
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    So 06.02.2011
    23:45–01:40
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    Fr 31.12.2010
    00:00–02:00
    00:00–
    Sa 12.06.2010
    23:45–01:40
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    Mi 21.04.2010
    00:20–02:15
    00:20–
    Di 09.08.2005
    00:05–02:15
    00:05–
    Di 17.08.2004
    00:10–02:20
    00:10–

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