Gesetz ist Gesetz

    F / I 1958 (La loi, c’est la loi, 96 Min.)
    • Komödie

    In dem kleinen Dorf Assola verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Italien mitten durch manche Häuser. Deshalb findet man in diesem Ort vieles doppelt, französisch und italienisch, zum Beispiel Bürgermeister, Zollstationen und natürlich auch die Staatsangehörigkeiten der Einwohner, auch wenn die Verwandtschaftsbande mitunter über die Grenze hinwegreichen. Der französische Zollinspektor Pastorelli und der italienische Schmugglerkönig Giuseppe Bonfanti, als Jugendliche noch die besten Freunde, sind sich spinnefeind, seit Letzterer vor Jahren dem Ersteren die Frau abspenstig machte. Ferdinand ist zwar nun schon ziemlich lange in zweiter Ehe glücklich verheiratet, aber die Schmach von früher kann er nicht verwinden. Daher erfüllt es ihn mit Genugtuung, als er seinen Widersacher auf frischer Tat bei seinem verbotenen Tun ertappt. Giuseppe aber zieht bei der Vernehmung alle ihm zur Verfügung stehenden Register. Er behauptet, Ferdinand sei gar nicht berechtigt gewesen, ihn zu verhaften, weil dieser in Wirklichkeit überhaupt kein Franzose sei. Schließlich sei er als Kind einer italienischen Mutter und eines unbekannten Vaters in der Küche eines Gasthauses in Assola zur Welt gekommen. Das Haus habe damals eindeutig zu Italien gehört. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt Ferdinand jetzt als italienischer Staatsbürger. In dieser Eigenschaft kann er natürlich nicht länger französischer Zöllner bleiben. Und weil es nach italienischem Recht keine Scheidung gibt, wird seine zweite Eheschließung einfach annulliert. Es kommt sogar noch dicker: Zusammen mit seiner ersten Frau wird er wegen Ehebruchs inhaftiert. Damit hat jedoch Giuseppe nicht gerechnet. Weil der sich heftig nach seiner Gattin sehnt, will er jetzt auf einmal auch eingesperrt werden. Mittlerweile stellt sich heraus, dass Ferdinand doch kein Italiener ist, denn nach italienischem Recht verliert jeder, der – wie dies bei Ferdinand der Fall ist – einmal in einer fremden Armee gedient hat, automatisch die italienische Staatsangehörigkeit. Dieser Umstand hat zwar Ferdinands Freilassung zur Folge, aber nun ist er staatenlos. Verzweifelt flieht er in die Berge. Es dauert nicht lange, bis Giuseppe bereut, was er dem armen Ferdinand angetan hat. Er macht sich auf, seinen Widersacher in den Bergen aufzusuchen und um Verzeihung zu bitten. Inzwischen hat er nämlich herausgefunden, dass der Gastwirt in Ferdinands Geburtshaus den Grenzstein seinerzeit eigenmächtig verschoben hatte, um Touristen anzulocken. So kehren am Ende die beiden Streithähne in trauter Eintracht nach Assola zurück. Ferdinand darf wieder sein Amt als Zollbeamter ausüben, und Giuseppe kann wieder versuchen, dem Gesetz ein Schnippchen zu schlagen.

    Dieser Text basiert auf dem Artikel Gesetz ist Gesetz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

    Originalsprache: Französisch

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