Föhnlage. Ein Alpenkrimi

    D 2011 (89 Min.)
    • TV Movie
    Ignaz Grasegger (Andreas Giebel, 2. von links) und Karl Swoboda (Georg Friedrich, links) auf der Beerdigung. – Bild: BR/​Jürgen Olczyk
    Ignaz Grasegger (Andreas Giebel, 2. von links) und Karl Swoboda (Georg Friedrich, links) auf der Beerdigung.

    Es herrscht Föhn im bayerischen Alpenvorland. Und wer den Föhn kennt, weiß, dass manche Bewohner dieser speziellen Höhenregion ein vages Gefühl der Antriebslosigkeit überkommen kann, andere von Migräne geplagt werden und der ein oder andere sogar zu unbestimmten Mordgedanken fähig ist. Das alteingesessene Bestatterehepaar Ignaz und Ursel Grasegger ist eigentlich durch nichts und niemanden aus der Ruhe zu bringen, schon gar nicht durch einen warmen Wind. Doch seit Hauptkommissar Jennerwein seine Ermittlungen aufgenommen hat, wird für sie die Alpenluft immer dünner. Denn unter der begrünten Idylle des Friedhofs in ihrem kleinen Kurort verbirgt sich ein wohlbehütetes Geheimnis. Eigentlich wollte Kommissar Jennerwein von München nach Landshut versetzt werden. Doch nun ist er in Garmisch-Partenkirchen gelandet. Ausgerechnet! Hier wollte er nie wieder hin.
    In diesem idyllischen Kurort ist Jennerwein nämlich aufgewachsen. Von hier hat er, so früh es in seinem Leben ging, die Flucht ergriffen. Nun ist er wieder da. Zudem plagt ihn, bedingt durch den Föhn, seine Migräne. Eigentlich hatte er sich nach Entspannung gesehnt. Garmisch-Partenkirchen ist für ihn nun der Ort, der genau das Gegenteil von Entspannung bedeutet. Gleich am ersten Abend gibt es zwei Tote: Der Obertürschließer Eugen Liebscher fällt im Kulturzentrum während eines Konzerts durch die Decke und begräbt Ingo Stoffregen unter sich. Alles deutet zunächst auf einen Unfall hin. Jennerwein erkennt jedoch schnell, dass Liebscher nicht freiwillig gesprungen ist. Während es Kollege Johann Ostler im Fall um das Kulturzentrum etwas ruhiger angehen lässt, stürzt sich die junge Kommissarin Nicole Schwattke in die Arbeit.
    Für sie ist der Deckensturz der Fall ihres Lebens. So nutzt sie jede Gelegenheit, sich zu profilieren. Dabei schießt sie übers Ziel hinaus, als sie in einer ersten Stellungnahme gegenüber der Presse der Stadt eine Mitschuld an den Ereignissen gibt. Nun trifft Jennerwein die volle Entrüstung seiner Heimatstadt. Kurzum: man will ihn wieder loswerden. Und eigentlich wäre Jennerwein nichts lieber als das. Die jüngsten Ereignisse und die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch es kommt anders. Denn hinter der properen Fassade der Stadt gibt es noch ein Geheimnis zu entdecken, das sowohl mit Jennerweins Erzrivalen Harasser als auch mit dem alteingesessenen Bestatterehepaar Ursel und Ignaz Grasegger zu tun hat. Die Graseggers bekommen nämlich regelmäßig Besuch von einem österreichischen Kleinkriminellen: Karl Sowboda.
    Dieser hat neben Geld immer eine Leiche im Gepäck. Diesmal ist es eine Badeleiche, direkt vom Strand, mit einem kaum sichtbaren Einschussloch in der Brust und in Frischhaltefolie verpackt. Liebscher und Stoffregen, die beiden Leichen im Konzertsaal, werden für Jennerwein in diesem Fall nicht die einzigen bleiben, die er in ungewohnter Paarung miteinander vorfindet. (Text: BR Fernsehen)

    Deutsche TV-Premiere01.10.2011Bayerisches FernsehenDeutscher Kinostart01.10.2011

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