Fabian

    D 1980
    Literaturverfilmung (117 Min.)
    Fabian (Hans Peter Hallwachs, links) ist geschockt über die Nüchternheit, mit der Labudes Vater (Ivan Desny) auf den Tod seines Sohnes reagiert. – Bild: ARD Degeto
    Fabian (Hans Peter Hallwachs, links) ist geschockt über die Nüchternheit, mit der Labudes Vater (Ivan Desny) auf den Tod seines Sohnes reagiert. – Bild: ARD Degeto
    Deutschland, im Jahr 1931: Der Werbetexter Fabian führt ein unbeschwertes Leben. Obwohl sich die politischen Gegebenheiten in Deutschland zusehends verändern, interessiert sich Fabian nicht für Politik. Er wartet lieber passiv auf den „Sieg des Guten“, der sich früher oder später schon einstellen werde. Als Fabian jedoch zuerst seine Anstellung, dann seine Freundin verliert und wenig später auch noch sein bester Freund Selbstmord begeht, bricht für ihn eine Welt zusammen. Deutschland, 1931: Fabian ist Anfang 30 und arbeitet in einer Berliner Werbeagentur. Dort ist er als Texter für Zigarettenreklame zuständig. Karriere und Geld sind ihm jedoch ziemlich egal. Er widmet sich lieber den schönen Seiten des Lebens, verbringt die Nächte mit seinem besten Freund – dem aus wohlhabender Familie stammenden Literaturwissenschaftler Labude – in den Bars und Kneipen der Stadt und vergnügt sich mit wechselnden Frauenbekanntschaften. Obwohl der scharfsinnige Fabian die Verlogenheit des bürgerlichen Lebens durchaus durchschaut und das gesellschaftspolitische Geschehen in seinen Gesprächen mit Labude ironisch und sozialkritisch kommentiert, scheinen ihn Politik und der drohende Nationalsozialismus nur wenig zu berühren. Er bleibt ein passiver Beobachter, der auf den „Sieg des Guten“ und den „Triumph des Anstands“ wartet. Eines Tages lernt er die Jurastudentin Cornelia kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Als Fabian kurz darauf seinen Job verliert, gerät sein Leben zusehends aus den Fugen. Er gibt Cornelia sein letztes Geld, damit sie sich in angemessener Garderobe einem Produzenten vorstellen kann, der sie in seinem neuen Film besetzen will. Am nächsten Tag findet er einen Abschiedsbrief: Cornelia hat ihn zugunsten ihrer Karriere verlassen. Kurz darauf erfährt Fabian, dass Labude den Freitod gewählt hat, nachdem seine Habilitationsschrift abgelehnt wurde. Für Fabian bricht eine Welt zusammen. Mit dem aufwendig ausgestatteten Gesellschaftsdrama „Fabian“ schuf Regisseur Wolf Gremm eine pointierte Adaption des gleichnamigen Erich-Kästner-Romans. Getragen von hervorragenden Darstellern, entwickelt Gremm eine Satire auf deutsche Befindlichkeiten, der es zugleich gelingt, die Faszination und den Zauber der Kästner’schen Titelfigur spürbar zu machen. In der Hauptrolle überzeugt Hans Peter Hallwachs. Für seine Leistung erhielt der für die Filmbauten zuständige Ausstatter Jan Schlubach 1980 das „Filmband in Gold“. (Text: BR Fernsehen)
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      Sa 28.05.2016
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    23:10–Bayerisches Fernsehen
      Mi 30.07.2014
    22:55–00:45
    22:55–Bayerisches Fernsehen
      Mo 31.01.2011
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    01:55–Das Erste
      Mo 27.07.2009
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    22:55–MDR
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    00:20–Das Erste
      Fr 09.05.2003
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    23:05–3sat
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    00:55–ZDF
      Sa 09.06.2001
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    01:20–ZDF
      Di 23.02.1999
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