Ein Jahr in der Hölle

    AUS 1982 (The Year of Living Dangerously, 117 Min.)
    • Drama
     – Bild: Blizz

    Guy Hamilton (Mel Gibson) arbeitet Mitte der 1960er Jahre als Auslandskorrespondent für eine australische Nachrichtenagentur. Nach seiner ersehnten Versetzung nach Jakarta, wo der Diktator Sukarno (Mike Emperio) den Westmächten die Stirn bieten will, bläst dem ambitionierten, jungen Rundfunkjournalisten ein eisiger Wind ins Gesicht. Regierungsvertreter geben ihm keine Interviews, auch die karrieristischen Kollegen verweigern jegliche Unterstützung. Entsprechend ist Guys Berichterstattung nichts als heiße Luft. Das ändert sich durch die Bekanntschaft mit dem kleinwüchsigen Fotoreporter Billy Kwan (Linda Hunt), dank dessen Kontakten er ein viel beachtetes Exklusivinterview mit dem Vorsitzenden der kommunistischen Partei erhält.
    Als Halbchinesen liegt Billy die politische Situation Indonesiens am Herzen, deshalb bietet er Guy einen Pakt an: Er wird den Reporter mit Top-Storys versorgen, im Gegensatz zu den abgebrühten Zynikern der Weltpresse soll Guy dafür ungeschminkt über Armut, medizinische Unterversorgung und Prostitution berichten. Als Folge dieses Deals legt der junge Journalist eine steile Karriere hin. So wird auch die bezaubernde britische Botschaftsangestellte Jill Bryant (Sigourney Weaver) auf den charmanten Überflieger aufmerksam. Obwohl sie nur noch wenige Wochen im Land sein wird, lässt sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit ihm ein. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit informiert Jill ihren Liebhaber über geheime Waffenlieferungen und eine von China aus gesteuerte Revolte. Guy publiziert die Sensationsnachricht und gerät auf die Todesliste der Kommunisten.
    Mit dem Ausbruch der Unruhen überschlagen sich die Ereignisse: Billy fühlt sich vom neuen Kurs des Diktators Sukarno verraten und entschließt sich zu einem verzweifelten Schritt. Ohne seinen schützenden Mentor scheint auch Guys Schicksal in den Wirren des Bürgerkriegs besiegelt. Dieser erste australische Film, der von einem großen Hollywood-Studio finanziert wurde, ebnete Peter Weir den Weg für seine internationale Karriere. Mit atemberaubenden Massenszenen öffnet der Regisseur von „Der einzige Zeuge“ einen verstörenden Blick auf die politischen Unruhen Indonesiens in den 1960er Jahren. Dabei hält Weir in seiner Literaturverfilmung die Balance zwischen aufwühlendem Politthriller und zurückhaltendem Melodram. An der Seite der charmanten Sigourney Weaver profilierte sich der junge Mel Gibson als Charakterkopf, noch vor seinem Durchbruch in Actionfilmen.
    Unvergessen ist das Meisterwerk aber dank der Figur des enigmatischen Fotoreporters Billy Kwan. Linda Hunt erhielt hierfür den Oscar als Bester Nebendarsteller – wobei erstmals eine Frau in einer Männerrolle ausgezeichnet wurde. (Text: ARD)

    Deutscher Kinostart27.05.1983

    Originalsprache: Englisch

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